Zur Privatisierung von Infrastruktur. Staat im Ausverkauf
Im antiken Rom brannte es beinahe täglich, weil außer Kontrolle geratene Herdfeuer die billigen Mietskasernen leicht in Brand setzten. Vor diesem Hintergrund gründete Marcus Licinius Crassus 70 v. Chr. eine private Feuerwehr. Wenn es brannte, erschien Crassus am Ort des Geschehens und unterbreitete dem Besitzer des brennenden Gebäudes ein Angebot: War er bereit, sein Haus zu einem Bruchteil des angemessenen Preises zu verkaufen, schritten die Löschtruppen zur Tat. Wollte der Besitzer sein Haus nicht verkaufen, pfiff Crassus seine Feuerwehrsklaven zurück und ließ dem Feuer seinen Lauf. Dieses „Geschäftsmodell“ ließ ihn zu einem der reichsten Römer seiner Zeit werden.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

 

Was ist die „Digitale Stadt“ und wie funktioniert sie?

www. bitkom.org

 

Der Bund spart am Nahverkehr


Berlin hatte zusätzliche Millionen für Bus und Bahn in Aussicht gestellt – daraus wird nun doch nichts. Im Gegenteil, trotz zusätzlicher Nutzer sollen die Mittel in den kommenden Jahren gedeckelt werden.
Das Statistische Bundesamt vermeldete gerade einen neuen Rekord: Fast 11,4 Milliarden Menschen stiegen vergangenes Jahr in öffentliche Verkehrsmittel – so viele wie nie zuvor. Und es könnten noch mehr werden. Fast die Hälfte der Autofahrer, die mit dem Wagen zur Arbeit kommen, kann sich einer aktuellen Studie des Umweltministeriums zufolge vorstellen, auf Busse und Bahnen umzusteigen. In den Städten löst das derzeit allerdings mehr Sorgen als Freude aus. Denn beim Zuzug der Bevölkerung hält die Infrastruktur vielerorts nicht mit. Dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zufolge bräuchten Kommunen etwa vier Milliarden Euro mehr, um ihre Nahverkehrssysteme etwa mit zusätzlichen Linien wieder flott zu bekommen. Die Bundesregierung gestand gravierende Probleme ein und kündigte schon vor Monaten an, Abhilfe zu schaffen. In Zukunft solle mehr Geld aus Berlin in den Nahverkehr fließen. Doch eine erhoffte Finanzspritze bleibt aus. Für Frust bei Stadtplanern und Verkehrsexperten sorgt derzeit ein regelrechtes Wortungetüm: Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Noch im November hatte der zuständige Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, unter Verweis auf die steigenden Nutzerzahlen im Nahverkehr auch höhere GVFG-Zahlungen in Aussicht gestellt. Der Betrag von derzeit etwa 330 Millionen Euro, den der Bund jährlich für Großprojekte im Rahmen des GVFG zur Verfügung stellt, solle aufgestockt werden. Inoffiziell war die Rede von 70 Millionen Euro mehr. Keine Riesensumme und trotzdem eine fast historische Zäsur in der deutschen Verkehrspolitik: Denn seit 1997 hat der Bund diese Zahlungen für den Nahverkehr nicht erhöht.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

 

Verkehr in Frankfurt und anderswo
Mehr Verkehr, mehr Rowdies

Der Verkehr in Frankfurt wird immer gefährlicher. Die Polizei beklagt die sinkende Disziplin der Verkehrsteilnehmer.


Immer mehr Unfälle und Verkehrstote sind in Frankfurt zu beklagen.
Auf Frankfurts Straßen wird es zunehmend gefährlicher. Die Gründe dafür sind nach Einschätzung der Polizei in erster Linie das steigende Fahrzeugaufkommen und die gleichzeitig sinkende Verkehrsmoral. „Der Raum ist endlich, aber der Verkehr wächst“, fasst es Polizeidirektor Tim Heinen bei der Vorstellung der Frankfurter Unfallbilanz für 2016 zusammen.

Die Zahl der Unfälle stieg gegenüber 2015 ebenso an wie die der Verkehrstoten. Immer häufiger sind auch Fußgänger und Radfahrer in tödliche Unfälle verwickelt. Sechs Fußgänger und drei Radfahrer starben 2016 auf Frankfurts Straßen, auch wenn bei zwei Radunfällen keine anderen Verkehrsteilnehmer beteiligt waren. Gerade bei den Radlern ist noch mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen. Derzeit liegt der Anteil der Radfahrer im Straßenverkehr bei gut 13 Prozent, bis 2020, so die Schätzung der Experten wird er auf 20 Prozent steigen.

Straßen
Die Stadt hat insgesamt 1455 Kilometer Straßen. 1048 Kilometer sind Gemeindestraßen, 190 Kilometer Landesstraßen, 96 Kilometer Bundesstraßen. Nur 71,3 Kilometer sind Autobahnen, aber die sind sehr stark befahren und unfallträchtig.

Die häufigsten Unfallursachen bei motorisierten Vehikeln sind zu wenig Abstand und zu hohe Geschwindigkeit. Die Polizei präsentierte am Freitag Zahlen zu den irrwitzigsten Geschwindigkeitsübertretungen im vergangenen Jahr. Demnach fuhr ein Autofahrer in einer Baustelle auf der Hanauer Landstraße statt der erlaubten 30 satte 123 Kilometer in der Stunde, auf der Babenhäuser Landstraße waren Autofahrer innerorts mit 160 statt mit 50 und außerorts mit 250 statt mit 100 unterwegs.

Außer der Raserei macht die Polizei viel Leichtsinnigkeit und ein mangelndes Unrechtsbewusstsein als Unfallursache aus. Bei Rot über die Ampel gehen sei für Fußgänger fast schon „ein Gewohnheitsrecht“, so Heinen. Besorgniserregend sei auch, dass beim zunehmenden Leichtsinn auch der Nachwuchs der Leidtragende ist. Von den 200 verunglückten Kindern im vergangenen Jahr (2015: 188) waren 76 Prozent nur Mitfahrer. „Das heißt, die Rückhaltesysteme werden schlecht oder gar nicht eingesetzt“, so Heinen. Die Anschnallpflicht scheint ohnehin aus der Mode zu kommen. Bei Kontrollen Anfang dieses Jahres hatte die Polizei an einem Tag auf einer Autobahn im Stadtgebiet gleich 93 Gurtverstöße registriert. Der tödliche Unfall eines Motorradfahrers im März auf der Eschersheimer Landstraße wäre laut Heinen auch vermeidbar gewesen, wenn der Fahrer seinen Helm richtig geschlossen hätte.

Steigend ist auch die Zahl der Unfallfluchten, die 2016 erstmals deutlich über 7000 lag. Auf den Autobahnen machten sich gar vier von zehn Autofahrern aus dem Staub. Wie die Autobahnen im Stadtgebiet generell zur Verschlechterung der Unfallbilanz wesentlich beitragen. Das liegt vor allem am Krifteler Dreieck auf der A66. Wegen einer Baustelle dort stieg die Zahl der Unfälle innerhalb eines Jahres drastisch von 39 auf 169 an. Die Tendenz für 2017 deutet eine weitere Zunahme an. „Die Baustelle wird uns auch noch bis 2019 beschäftigen“, kündigte Polizeioberrat Erik Hessenmüller an. Ganz ohne Baustelle gefährlich sind der Schweizer Platz und vor allem der Ratswegkreisel, seit Jahren ein Unfallschwerpunkt.
Bei der Unfallbeteiligung auf der Autobahn fallen vor allem zwei Altersgruppen auf: die Senioren und die jungen Fahrer im Alter zwischen 18 bis 24 Jahre. Bei den älteren Verkehrsteilnehmern stieg die Zahl der Unfälle um satte 23,2 Prozent auf 313, bei den jungen Fahrern um 12,3 Prozent auf 662. Hier fällt vor allem auf, dass die Zahl der Verkehrstoten in diesem Zusammenhang von null auf drei stieg. Die Polizei will dem entgegenwirken und gerade bei jungen Fahrern den Kontrolldruck erhöhen. Bei Alkohol am Steuer habe sich dies laut Hessenmüller schon ausgezahlt: Die Zahl der Unfälle in Frankfurt unter Alkohol- und Drogeneinfluss ist seit Jahren leicht rückläufig.
www, fr-online.de

Ps. Coolness war Gestern – siehe hier Bonn/Region unten:
Rücksichtslosigkeit und Verrohung auf der Strasse nehmen zu

 

LKW – Aquaplaning – Rettungsgasse:

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Ein Stau hinter der Kurve, das Fahren zwischen zwei Lastwagen, das Einfädeln auf einer Autobahn bei starkem Verkehr ? alles Situationen, die uns nicht selten überfordern. Wie verhalten wir uns in gef
Länge: 00:25:03 Min.

 

Selbsttest für Autofahrer
Sind Sie sicher mobil?
http://www.dvr.de/html/aktionen/online-selbsttest/selbsttest.html

 

Nach Abzug von Schülerlotsen
Eine Polizistin erklärt den Kampf auf Berliner Straßen

Gas geben, drängeln, pöbeln – vor Berliner Schulen herrscht auch an diesem Montag Chaos. Laut Verkehrspolizistin Astrid Wickert spitzt sich die Lage zu – weil alle immer Recht haben wollen. VON HANNES HEINE

Die Schwächsten im Blick. Polizistin Astrid Wickert unterrichtet seit 1999 in Berlin. Sie sagt: „Vieles von dem, was ich erlebe,…FOTO: GEORG MORITZ
Und als die alte Dame ihr Lenkrad herumdreht, um endlich abzubiegen, rast von hinten ein junger Radfahrer auf ihr Auto zu, es knallt, der Mann fliegt durch die Luft und prallt fünf Meter weiter auf den Asphalt.
Ein Raunen geht durch den Klassenraum. Jetzt schweigt Astrid Wickert vorne an der Tafel, Auto, Rad, Knall, Flug, Aufprall – das soll erst mal wirken. Tatsächlich, die vier, fünf Kinder, die bislang dösten statt zuzuhören, recken die Köpfe. Ein dünner Mädchenarm streckt sich in die Höhe.
Wer, fragt das Mädchen leise, hat dabei die Schuld gehabt?
Und Astrid Wickert sagt, dass auf der Straße alle aufpassen müssen. Dass der Radfahrer zu schnell gefahren ist. Dass die Dame besser noch mal über ihre Schulter geschaut hätte. Und dass es einen toten Winkel gibt – bei Lastwagen sind es sogar drei, wenn nicht vier tote Winkel.

 

Bonner Hauptbahnhof

Verkehrsclub sieht Gefahr für Reisende

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Foto: Benjamin Westhoff
29.01.2017 BONN. Wolfgang Groß hat sich die Situation auf Gleis zwei und drei am Bonner Hauptbahnhof genau angeschaut. Der Vorsitzende des Verkehrsclubs Bonn/Rhein-Sieg sieht „eine Gefahr für Reisende durchfahrenden Zügen“

Ein Foto sagt mehr: das sind auch meine Beobachtungen, hier ist die BP in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnbundesamt am Zuge sofort einzuschreiten und die betroffenen Bahnsteige zu sperren !

Lt. Bonner Express vom 22.02. ist die Situation unverändert und weiterhin gefährlich.

 

Rücksichtslosigkeit und Verrohung auf der Strasse nehmen zu

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Bonn,
in Anbetracht der (scheinbar absichtlich herbeigeführten) Hunde Unfällen auf Fussgängerüberwegen in der Region (GA Bonn berichtete), sowie der Abzug von Schülerlotsen http://www.tagesspiegel.de/berlin/sicherheit-auf-dem-schulweg-berliner-grundschule-kapituliert-vor-rasern/19214140.html. wegen rasens vor einer Berliner Grundschule, sagt der Sicherheits – und Verkehrsexperte Wolfgang Wobido: „Da sogar die Berliner Polizei kapituliert hat (Personalmangel) sollten sich die Verantwortlichen schnellstens über das weitere Vorgehen einig sein und gerade unbelehrbaren Rasern die rote Karte zeigen“.

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Mobilität an ihrer Grenze angekommen

So sei auch der tagtägliche Kampf um die wenigen Parkplätze in den Städten, das Stoßstange an Stoßstange fahren hinter übermüdeten Fernbusfahrern und LKW Dreckschleudern, nicht nur aus Osteuropa, sowie das Dauerdrängeln der ständig unter Zeitdruck stehenden Paket-und Pflegedienste mit oft jungen Fahrer/ innen inkl. Smartphone am Ohr ein großes Problem, wie Wobido berichtete.
Mit Abgelenkt sein und mit allem möglichen beschäftig, nur nicht mehr mit dem Autofahren an sich, was heutzutage die ganze Aufmerksamkeit erfordert  bleibt die Sicherheit auf der Strecke.

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Auf der Autobahn wird gedrängelt, geschnitten und schamlos rechts überholt, richtiges einfädeln am Ende eines Fahrstreifens sowie beschleunigen auf dem Beschleunigungsstreifen (wie der Name schon sagt) der BAB scheinen unbekannt zu sein

Wann haben Sie zum letzten Mal eine Autobahnstreife gesehen ?

Gefühlskälte, Rücksichtslosigkeit,Verrohung, Aggressivität und zunehmende Riskobereitschaft dürfen im öffentlichen Strassenverkehr keinen Platz haben, so der Experte. Die Gefahr geht von Menschen aus, die sonst scheinbar keine Möglichkeit haben ihre Macht auszuüben und betrachten die Strasse als ihre private Spielwiese.
Aber auch manch egoistisch rücksichtslose Eltern, die ihre Kinder per SUV am liebsten bis ins Klassenzimmer bringen würden gefährden andere. Am Zebrastreifen, wo Fussgänger immer öfter genötigt werden entweder gefälligst schneller zu gehen, oder aber umfahren werden wie Slalomstangen bietet manchen Senioren keine Chance mehr, überhaupt die andere Strassenseite zu erreichen.

 

„Team Wallraff“Abgefahrene Reifen und zu wenig Schlaf:
Reporter nehmen Fernbusse unter die Lupe

Dienstag, 10.01.2017, 01:32

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RTL-Reporter Martin Schulte
In einer neuen Folge beleuchtet die Reportagereihe „Team Wallraff“ heute um 22.15 Uhr, die Fernbus-Branche. RTL-Reporter Martin Schulte und Enthüllungsjournalist Günter Wallraff decken bei ihren Undercover-Recherchen u.a. immer wieder Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeit-Regelungen sowie Sicherheitsmängel bei Fahrzeugen auf.
Sie zeigen u.a. auf, dass der Branchenriese Flixbus mit den für sie fahrenden Subunternehmen Fahrpläne aushandelt, die oftmals kaum eingehalten werden können. Den so entstehenden Zeitdruck bei den Touren müssen in der Regel die Fahrer ausbaden. Um in der Zeit zu bleiben, bleibt ihnen oft nichts anderes übrig, als vor allem die vorgeschriebene Ruhezeit zu umgehen. Damit begeben sie sich nicht selten an die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit – ungeachtet ihrer hohen Verantwortung für die Fahrgäste.

Schlaf- und Ruhezeiten nicht eingehalten
Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren schlüpft RTL-Reporter Martin Schulte immer wieder Undercover in die Rolle als Busfahrer. Der stellvertretende Redaktionsleiter der Hauptnachrichtensendung „RTL Aktuell“ besitzt seit vielen Jahren einen Busführerschein und kann sich so problemlos bei verschiedenen Unternehmen in der Branche einschleusen. Bei seinen eng getakteten Fahrten erlebt er regelmäßig, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen (alle 4,5 Stunden für mindestens 45 Minuten) kaum einzuhalten sind, weil auch Fahrer in der Pause permanente Ansprechpartner für Gäste sind und Tickets kontrollieren, Koffer verladen oder den Bus reinigen.
Auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Ruhezeit von 9 Stunden (im Schnitt sogar jeden zweiten Tag pro Woche 11 Stunden) kann der RTL-Reporter während seiner Undercover-Touren mehrmals fahrplanbedingt nicht in Gänze in Anspruch nehmen. Gleich bei seiner ersten Undercover-Tour 2014 für das damalige ADAC/Postbus-Subunternehmen Euregio ist er über 25 Stunden auf den Beinen. Bei seiner letzten Fahrt im Herbst 2016 für das Bonner Unternehmen Univers, das für Flixbus im Einsatz ist, kommt er nach seiner Berechnung in 4,5 Tagen auf gerade mal 19 Stunden Ruhezeit.

Abgefahrene Reifen versteckt
Bei einem anschließenden Pupillographischen Schläfrigkeitstest über 11 Minuten diagnostiziert der Schlafforscher 15 Mal den gefährlichen und auf der Straße mitunter tödlich endenden Sekundenschlaf. Ein Insider, der früher im Management von Flixbus tätig war, bestätigt, dass die Erfahrungen des RTL-Reporters gängige Praxis bei dem Branchenriesen und seinen Subunternehmen sind.
Bei einer Fahrt für Univers wird der RTL-Reporter Zeuge, wie völlig abgefahrene und nicht mehr fahrtaugliche Reifen von außen nach innen gewechselt und so versteckt werden.

Illegale Verlängerungen für die Fahrerlaubnis
Martin Schulte wird mehrmals auch auf Nachtfahrten eingesetzt, obwohl er keine der gezielten Schulungen dafür bekommen hat, mit der das Unternehmen wirbt. Er erlebt, dass bei den Nachtfahrten zum Teil Busse ohne Spurassistenten und Abstandswarner eingesetzt werden – auch das trotz der angeblich so hohen Sicherheitsstandards. Die Subunternehmen und der Branchenriese bestreiten dagegen die Vorwürfe und betonen, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.
Nach Hinweisen eines weiteren Informanten dokumentiert die RTL-Reportage auch, mit welchen Methoden vermutlich viele Busfahrer ihre Fahrerlaubnis auf illegale Weise verlängern. Ein Strohmann begibt sich für „Team Wallraff“ Undercover auf den Schwarzmarkt. Mühelos kauft er für 500 Euro sogenannte Module, die man alle fünf Jahre im Rahmen einer 5-tägigen Weiterbildung erwerben muss.

Wallraff deckt Lohndumping auf
Enthüllungsjournalist Günter Wallraff selbst recherchiert für die neue „Team Wallraff“ Reportage die Arbeitsbedingungen und Löhne für Minijobber in der Busbranche. U.a. nimmt er dafür eine Firma in NRW unter die Lupe, die Kinder mit Behinderungen befördert. Erfolgreich bewirbt er sich als Minijob-Fahrer, ohne nach dem Führerschein gefragt zu werden.
An seinem Probetag begleitet Wallraff einen Fahrer, der nicht einmal für die Hälfte seines zeitlichen Einsatzes bezahlt wird. Geld bekommt er nämlich nur für die Zeiträume, in denen Kinder im Bus sitzen. Die Wartezeiten an der Schule und die Leerfahrten vor und nach dem Absetzen werden nicht entlohnt. Der umgerechnete Stundenlohn: 3,21 Euro. Dabei spricht der Arbeitgeber offiziell von 9 Euro. Ähnliche Erfahrungen macht Wallraff auch bei weiteren Unternehmen.

Im Video: Er tippte minutenlang am Handy – Fernbusfahrer gefährdet bei Tempo 100 seine Passagiere und bekommt milde http://www.focus.de/kultur/kino_tv/team-wallraff-reporter-nehmen-fernbus-branche-unter-die-lupe_id_6471956.html

 

Das sollten ältere Autofahrer im Winter beachten

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Viele ältere Menschen sind erfahrene und sichere Autofahrer. Doch im Winter leiden sie schneller unter den schlechten Fahrbedingungen. Ab wann sollten Senioren das Auto lieber stehen lassen?
Wenn es im Herbst und Winter früh dunkel wird und Nebel, Glatteis oder Schnee auf den Straßen für schwierige Verhältnisse sorgen, haben es Autofahrer mit besonderen Herausforderungen zu tun. Dabei steigt auch das Unfallrisiko. Ältere Menschen sind dabei oft besonders erfahrene und vorsichtige Fahrer. Doch körperliche Faktoren können bei ihnen zu verstärkten Problemen führen. Auf diese Problem-Seite der Medaille weisen Sicherheits- und Alters-Experten hin.
Krankheiten und Medikamente schränken ein
„Das Sehen, Hören und Reagieren ist im Alter eingeschränkt“, sagt Joachim Tabath von der Polizei Düsseldorf, der Senioren zum Thema Verkehrssicherheit berät. Bei der schlechten Witterung im Winter würden sich diese Probleme weiter verstärken. Zunehmende Erkrankungen würden es älteren Menschen am Steuer auch nicht einfacher machen. „Den Schulterblick kriegen viele Ältere dann gar nicht mehr hin, weil die Beweglichkeit insgesamt nachlässt“, erklärt Tabath.
Außerdem verschlechtert sich das Sehen mit den Jahren. Augenkrankheiten wie der Graue oder der Grüne Star schädigen das Sehvermögen und führen dazu, dass zum Beispiel Ampelsignale am Fahrbahnrand nicht erkannt werden. Auch das Hören lässt im Alter häufig nach, sodass die Geräusche anderer Fahrzeuge oder das Hupen schlechter registriert werden.
Hinzu kommt die bei Senioren häufigere Einnahme von Medikamente. Diese können die Fahrtüchtigkeit in manchen Fällen stark einschränken und beispielsweise Schwindel oder Schläfrigkeit auslösen sowie die Reaktionsfähigkeit mindern. Ein besonderes Altersproblem können darüber hinaus Demenz und Alzheimer darstellen. Beim Autofahren müssen Demenzpatienten zu Beginn der Krankheit noch nicht unbedingt durch eine unsichere Fahrweise auffallen, sagt Christian Leibinnes von der Alzheimer Forschung Initiative. Das macht die Gefahr einer Fehleinschätzung eher größer.
Demenz und Alzheimer stören Wahrnehmung
„Orientierungsprobleme sind ein frühes Symptom der Alzheimerkrankheit“, sagt Leibinnes. Auch Probleme des Sehens und Wahrnehmens können dazu kommen. „Das Sehvermögen verändert sich in Richtung zweidimensionales Sehen“, erläutert der Alzheimer-Experte. In der dunklen Jahreszeit werden diese Probleme weiter verstärkt. Im Laufe der Krankheit wird auch die Urteilsfähigkeit eingeschränkt und das Einschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten schwieriger. Besonders die Angehörigen von Alzheimer-Patienten sollten deshalb genau auf die Fahrweise des Betroffenen achten.

Demenzkranke können am Steuer Probleme bekommen
„Das ist eine sehr schwierige Situation für die Angehörigen“, sagt Leibinnes. „Sie sollten mit dem Betroffenen sprechen und auch den Hausarzt zurate ziehen.“ Der sei für viele Senioren immer noch eine Respektsperson. Auch vom Thema Autofahren abzulenken, könne helfen, damit der Betroffene nicht mehr an seinen Fahrwunsch denkt. Zudem könne das Verstecken der Autoschlüssel eine letzte Möglichkeit sein, so Christian Leibinnes von der Alzheimerforschung. „Wenn man selbst nicht der Fahrzeughalter ist, darf man das Auto aber in keinem Fall verkaufen“, rät Leibinnes. Dazu sei eine Vollmacht nötig.

Selbsttest für Senioren
Damit ältere Menschen sich selbst überprüfen können, ob sie sichere Fahrer sind, hat die Alzheimer Forschung einen Selbsttest erstellt. Dazu gehören folgende Fragen:
Verlieren Sie beim Fahren manchmal die Orientierung?
Haben Sie Schwierigkeiten, andere Verkehrsteilnehmer, Ampeln oder Verkehrszeichen zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren?
Haben Sie Probleme, das Gas-, Kupplungs- oder Bremspedal zu betätigen?
Hören Sie Motorengeräusche, Schaltung oder Signale anderer Verkehrsteilnehmer (manchmal) spät oder schlecht?
Finden Sie es schwierig, den Kopf zu drehen und über Ihre Schulter zu blicken?
Werden Sie im dichten Verkehr oder auf unbekannten Straßen nervös?
Hupen andere Autofahrer häufig wegen Ihres Fahrverhaltens?
Verursachen Sie in letzter Zeit häufiger kleinere oder „Beinahe“-Unfälle?
Fühlen Sie sich beim Fahren unsicher?
Werden Sie schläfrig oder wird Ihnen schwindelig, nachdem Sie Ihre Medikamente eingenommen haben?
Verkehrssicherheitsberater Tabath empfiehlt unsicheren Senioren außerdem, eine Fahrschule aufzusuchen. „Dort kann man zwei oder drei Stunden mit einem Fahrlehrer fahren und sich Einschätzungen oder Hinweise vom Experten einholen.“ Auch die Angehörigen sollten direkt nach ihrer Meinung gefragt werden. Das helfe bei der Selbsteinschätzung.

Viele Senioren wollen nicht mehr fahren
Immer mehr Senioren sind sich aber auch über ihre verminderte Fahrtüchtigkeit bewusst, beobachtet Verkehrssicherheitsberater Tabath: „Manche sagen mir direkt, dass sie nicht mehr selbst fahren wollen und das Auto dann ihren Enkeln geben.“ Das sei besonders bei älteren Frauen der Fall. „Ältere Männer wollen eher weiter am Steuer bleiben“, sagt Tabath. Andere würden keine langen Strecken und nur noch tagsüber bei guten Lichtverhältnissen fahren. „Viele fahren bei Dunkelheit überhaupt nicht selbst und steigen dann lieber auf Bus oder Bahn um“, sagt der Polizist.
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Senioren am Steuer | video
Stand: 22.12.2016, 06:00

 

An der A59 1,8 Millionen Euro durch Super-Blitzer!

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Bonnn/Siegburg Für die Kreisverwaltung ist er ein wahrer Goldesel – für die Verkehrsrichter der Amtsgerichts Siegburg bedeutete der im Sommer 2015 eingeweihte Blitzer an der A 59 zuletzt vor allem eines: einen Haufen Arbeit! Zahlreiche Verkehrssünder und ihre Anwälte haben gegen „Blitz-Fotos“ Einspruch erhoben.
Unterm Strich ist der Blitzer eine echte Erfolgsgeschichte: Im gerade zu Ende gegangenen Jahr wurden kurz vor dem Abzweig auf die A 565 mehr als 60.000 Temposünder erwischt – das macht 164 pro Tag! In die Kreiskasse hat die Radarfalle 2016 sogar noch mehr gespült als von Kämmerin Svenja Udelhoven prognostiziert: rund 1,8 statt 1,2 Millionen Euro.

Unfallschwerpunkt
http://www.express.de/25469776 ©2017

 

Hinweise:
Schwerpunktaktion zur Verkehrssicherheit:
http://www.risiko-check.info

Multitasking nicht auf der Strasse:
Alter:
Bestimmte Altersgruppen (Kinder, junge Fahrer, Senioren) verhalten sich manchmal anders als die übrigen Verkehrsteilnehmer und haben oft Mühe, sich gewissen Verkehrssituationen anzupassen. Deshalb ist es wichtig, das Alter der Verkehrspartner instinktiv zu berücksichtigen.

Aufmerksamkeit:
Eine sichere Verkehrsteilnahme erfordert ständige Aufmerksamkeit. Achtet der andere auf die momentane Situation, beachtet er seine Verkehrspartner? Dabei ist es nötig, Zeichen der Aufmerksamkeit zu erkennen. Das Mittel dazu ist der visuelle Kontakt. Wenn sich der Blick des Fahrzeuglenkers mit demjenigen der anderen Verkehrspartner trifft, ist es wahrscheinlicher, dass auch sie ihn wahrgenommen haben.

Absichten:
Während Alter und Aufmerksamkeit relativ stabile Faktoren sind, können sich Absichten plötzlich ändern. Um dies zu erkennen, ist ein aufmerksames und geschultes Auge wichtig!
So kann z.B. die Körperhaltung eines Menschen eine bevorstehende Änderung der Bewegungsrichtung anzeigen. Es ist besonders wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer ihre Absichten jeweils frühzeitig und deutlich angeben.http://multitasking-nicht-auf-der-strasse.de

Sichere Mobilität im betrieblichen und öffentlichen Bereich:
http://www.deinewege.info

Deutsche Autobahnen bald in privater Hand?

Werner Rügemer, freier Publizist informiert über das System Toll Collect, zur derzeitigen Erfassung der LKW Maut. Sie soll als Einstieg in die Privatisierung der deutschen Autobahnen bzw. der Bundesfernstraßen und möglicherweise auch der Einführung einer PKW-Maut dienen. Eine privatrechtliche Verkehrsinfrastrukturgesellschaft soll zukünftig die Autobahnen und Bundesfernstraßen bewirtschaften. Diese Gesellschaft würde außerhalb der demokratischen Kontrolle agieren.

Quelle: Offener Kanal Kaiserslautern via YouTube

 O Ton Merkel:“mit mir wird es keine PKW Maut geben“

Wir unterstützen das Jugendtaxi
St. Augustin

Beim Feiern schon wieder den Nachtbus verpasst? Ein Taxi nehmen ist zu teuer, aber alleine und betrunken nach Hause torkeln ist wohl nicht die weiseste Alternative… In Sankt Augustin gibt es ein Projekt, das genau dieses Problem ins Auge fasst. – Ein Interview mit dem Gründer des „Jugendtaxis“ Nico Schmied.
Worum geht es genau in deinem Projekt?
Das Projekt heißt „Jugendtaxi Sankt Augustin“ und es dient dazu, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren in den Abendstunden sicher nach Hause zu bringen.http://bonn.fm/interviews/jugendtaxi-sankt-augustin

Tatort Straße – Von der Disco in den Tod

Illegale Autorennen – Der Kick, der Menschen killt
30.11.2016 |
Warum werden Raser oft nur zu Bewährungsstrafen und drei Monaten Führerscheinentzug verurteilt? Die Richter sagen, so sind die Gesetze. Die Länder NRW und Hessen wollen das mit einem neuen Gesetz ändern. Und auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat jetzt angekündigt, härter gegen illegale Autorennen vorzugehen.

Richtiges Verhalten im Kreisverkehr

Der klassische Kreisverkehr wird durch eine Kombination der Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ und „Kreisverkehr“ gekennzeichnet. Die Fahrzeuge im Kreisverkehr haben Vorfahrt. Bei doppelspuriger Zufahrt gilt folgende Regel: Wer links einfährt und auf die innere Kreisbahn fahren möchte, muss beim Verlassen den Vorrang des auf der äußeren Kreisbahn fahrenden Fahrzeuges beachten. Wer vor dem Verlassen des Kreisverkehrs nicht rechtzeitig auf die äußere rechte Spur kommt, muss nochmals eine „Runde drehen“, um dann rechtzeitig auf die äu-ßere Kreisbahn überzuwechseln.

Bei dem unechten Kreisverkehr, der auch kreisförmiger Knotenpunkt genannt wird und vor allem in Wohngebieten vorkommt, gilt die Vorfahrtsregel „rechts vor links„. Hier hat somit der Einfahrende Vorrang.http://www.kanzlei-ek.de/aktuelles/verkehrsrecht/item/richtiges-verhalten-im-kreisverkehr.html

Ist der GAU Verkehrsinfarkt noch auf zu halten ?

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Verkehrslösungen rund um Bonn
In den kommenden zwölf Jahren seien erhebliche Baustelleneingriffe auf den Autobahnen 565 und 562 geplant.

Mobilität in der Krise
Alle Großstädte der Welt haben mit gravierenden Verkehrsproblemen zu kämpfen. Insbesondere in der rush-hour bricht der Verkehr mit großer Regelmäßigkeit zusammen. Stop & go, vergebliche Parkplatzsuche, Lärm und Abgase sind an der Tagesordnung.

Ein Auslöser dieses Szenarios ist die Gleichsetzung von Fortschritt und Mobilität – denn Mobil sein bedeutet Freiheit und Lebensqualität. Und wer will nicht ein Stückchen von diesem Kuchen abbekommen?

Resultat ist der weltweite explosionsartige Anstieg der Autos von 500 Millionen auf bis zu 2,5 Milliarden im Jahr 2030. Beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass fast 90 Prozent der Weltbevölkerung gar kein Auto besitzen…
Auch in Deutschland ist der Autowahn und der Drang nach Mobilität nicht zu stoppen. Während Mitte der 60er Jahre nur jeder fünfundzwanzigste ein Auto hatte, war es wenige Jahre später bereits jeder vierte. Heute kommen auf 1000 Einwohner 700 Autos.

Der Verkehrsinfarkt ist vorprogrammiert, denn dem heißgeliebten Auto steht immer weniger Platz zur Verfügung. Doch ehe man auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigt, bleibt der Großteil lieber im Stau stecken..
http://www.scinexx.de/dossier-87-1.html

Angst vorm Verkehrsinfarkt
Die Oberbürgermeister von Leverkusen und Köln überreichen Dobrindt bei seinem Besuch deshalb ein gemeinsames Schreiben. Darin appellieren sie, „die Region vor einem Zusammenbruch des Verkehrsnetzes und eingehender Folgen für Wirtschaft und Lebensqualität zu bewahren“.
So wie am Rhein sieht es derzeit an vielen Verkehrsschlagadern in Deutschland aus. Egal ob Straßen, Schienen oder Schleusen, das Bild ist eindeutig: Die Infrastruktur in Deutschland zerfällt. Sie zerbröselt, weil die Politik jahrzehntelang andere Prioritäten gesetzt und die Verkehrswege verrotten ließ.
Zwar will die schwarz-rote Bundesregierung fünf Milliarden Euro mehr für Infrastruktur ausgeben, allerdings über die gesamte Wahlperiode. Das reicht hinten und vorne nicht. Doch weil Schwarz-Rot im Jahr 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen will, möchte die Koalition nicht mehr Geld für die Infrastruktur lockermachen.
Privates Kapital soll Sanierung bezahlen
Stattdessen hat die Bundesregierung eine andere Idee: Sie will künftig stärker privates Kapital zur Finanzierung heranziehen. Im Gespräch ist die Gründung einer privaten Betreibergesellschaft für Infrastrukturprojekte, eine streckenbezogene Maut oder mehr öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP). Allerdings birgt jeder dieser Vorschläge eigene Gefahren.
Über viele Jahre hinweg hat der Staat seine Investitionen in die Verkehrswege heruntergefahren. Wurden 1970 noch 4,3 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung in die Verkehrsinfrastruktur investiert, waren es 2013 nur noch 1,2 Prozent.
Die Folge ist ein riesiger Investitionsstau. Insgesamt 2500 Straßenbrücken müssen saniert, 300 davon eigentlich sofort gesperrt werden. Fast ein Drittel aller deutschen Eisenbahnbrücken ist in einem bedenklichen Zustand. Das gleiche gilt für die Schleusen auf den Binnenwasserstraßen.
Besonders deutlich ist die Überalterung beim Schiffs- und Schienenverkehr. Das Durchschnittsalter der Schienenstellwerke liegt bei 93 Jahren. Die Hälfte aller Schleusen in Deutschland ist mehr als 80 Jahre alt.
http://www.welt.de

Den stärksten Zuwachs bei der Verkehrsleistung mit 43 Prozent
werde erstmals die Bahn haben, erklärte der Minister. Hauptgrund sei, dass immer mehr Güter im sogenannten kombinierten Verkehr transportiert werden. Dies bedeutet, dass ein Teil der Strecke beispielsweise mit dem Lastkraftwagen zurückgelegt wird und ein anderer Teil mit der Eisenbahn. Aber auch der Lkw-Verkehr in Deutschland wird der Prognose zufolge noch weiter zunehmen: Die Transportleistung soll um 39 Prozent zulegen, heißt es in dem Bericht des Ministeriums.

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Alexander Dobrindt. Bundesverkehrsminister, will mehr Investitionen in die Infrastruktur.  Foto: dpa

Aber auch der Personenverkehr in Deutschland wächst kräftig weiter, wenn auch nicht so stark wie 2007 vorhergesagt: Größter Gewinner dürfte der Flugverkehr sein, dessen Verkehrsleistung laut Studie um 65 Prozent zunehmen wird. Die Eisenbahn profitiert ebenfalls: Sie kann mit einem Plus von fast 20 Prozent rechnen. Trotz rückläufiger Bevölkerungsentwicklung nimmt auch der Pkw-Verkehr um 13 Prozent zu. Der Grund ist, dass die älteren Generationen in einem größeren Ausmaß als je zuvor das Auto benutzen.
Regional gibt es im Hinblick auf die prognostizierte Verkehrsentwicklung starke Unterschiede: Während im Norden und Süden Deutschlands sowie in den ostdeutschen Ballungsräumen Berlin, Leipzig und Dresden mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen ist, dürfte er in weiten Teilen der neuen Länder sogar spürbar zurückgehen. In denjenigen Zentren der alten Länder, in denen in Zukunft der Verkehrsdruck noch weiter steigen wird, ist die Infrastruktur bereits heute ausgelastet.
http://www.fr-online.de


Bonn/Beuel hats Duisdorf tut sich noch schwer.

Verkehr, Verkehr und nochmals Verkehr – Flüssiges Fahren und ausreichende Parkplätze waren Gestern – Radfahrer raus aus den Fussgängerzonen.

Es ist an der Zeit umzudenken, sagte Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn und Rhein-Sieg: „Vor allem sollte mehr Raum mit Grünflächen für Fussgänger geschaffen werden die leider die letzten Jahre schamlos zubetoniert wurden“
Nachdem den Radfahrern inzwischen sogar eigene Strassen (Radfahrstrasse) gewidmet wurden, sollten die Verantwortlichen der Stadt endlich die lange Jahre vergessenen Fussgänger ins Visier nehmen.

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Siehe die Empfehlungen des Verkehrsministeriums NRW:
Das Zufußgehen ist besonders in den Städten die verbreitetste Art der Fortbewegung. Bis auf wenige Ausnahmen ist jeder Mensch auch Fußgänger: viele Wege lassen sich ganz zu Fuß bewältigen, die übrigen werden in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln zumindest teilweise zu Fuß zurückgelegt.
Im Vergleich zu motorisierten Verkehrsteilnehmern und Radfahrern werden die Belange des Fußverkehrs bisher jedoch wenig beachtet. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, bis 2020 die Anzahl der Getöteten insgesamt um 40 % zu senken, muss der Sicherheit der Fußgänger künftig mehr Bedeutung beigemessen werden. Die Verkehrsunfallstatistik zeigt: Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 537 Fußgänger getötet (15,5 Prozent der insgesamt 3.459 Verkehrstoten). Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder. Jeder zweite getötete Fußgänger war über 65 Jahre alt. Der demografische Wandel stellt die Sicherheit des Fußverkehrs vor besondere Herausforderungen.
Entscheidende Voraussetzung für die Fußgängersicherheit sind die Bereitstellung ausreichender Flächen,  gute Sichtbeziehungen sowie sichere Überquerungsmöglichkeiten. In Untersuchungen zum Unfallgeschehen mit Fußgängern wird deutlich, dass die Gestaltung der Infrastruktur oft nicht den Empfehlungen des aktuellen Regelwerks entspricht.
Gute Rahmenbedingungen für den Fußverkehr steigern aber auch die Aufenthalts- und Lebensqualität im öffentlichen Raum. Sie fördern eine gesunde und umweltfreundliche Art der Fortbewegung und können dazu beitragen, die Belastungen durch den motorisierten Verkehr zu mindern.
Anknüpfend an den 1. Deutschen Fußgängerkongress in Wuppertal in 2014 werden in diesem Jahr vier eintägige Regionalveranstaltungen angeboten, die sich der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Fußverkehr in den Städten widmen. Im Mittelpunkt stehen infrastrukturelle Maßnahmen bzw. die Planung sicherer Fußverkehrsanlagen. Die Vermittlung der Regelwerke und Rechtsvorschriften und von Erkenntnissen aus der Unfallforschung sind wichtige Elemente. Durch die gemeinsame Bearbeitung von Planungsbeispielen und den Erfahrungsaustausch untereinander wird der konkrete Praxisbezug gefördert.

Gehwege, Gehwegbreiten und Grundstückszufahrten
http://www.geh-recht.info/gehwege

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Wie müssen Abwägungsprozesse durchgeführt werden?

Bei der Planung und dem Entwurf von Stadtstraßen in bebauten Regionen ist neben der Befolgung wichtiger Entwurfsvorgaben besonders auf die Bewohnbarkeit und Funktionsfähigkeit der Städte zu achten. Wichtig dabei ist die Berücksichtigung der verschiedenen an den Raum gestellten Nutzungsansprüche. „Dabei wird es vielfach – vor allem in Innenstädten – notwendig sein, die Menge oder zumindest die Ansprüche des motorisierten Individualverkehrs an Geschwindigkeit und Komfort zu reduzieren und den Fußgänger- und Radverkehr sowie den öffentlichen Personenverkehrs zu fördern.“ (RASt, 1.1) Bei der Verkehrsflächenaufteilung und Planung einer Straße sollte des weiteren auf die Verknüpfung der verkehrlichen und städtebaulichen Merkmale geachtet werden. (RASt, 2.1)
Bei der Anlegung von Straßen müssen außerdem viele Gegebenheiten im Voraus einbezogen werden. So muss die Flächennutzung und Siedlungsstruktur genauso wie die Lage, Funktion und Belastung der Straße im Bezug auf Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeugverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr bei Abwägungsprozessen berücksichtigt werden. Mit Einbezogen werden müssen ebenfalls städtebauliche und historische Qualitäten und die Lage in ökologisch bedeutsamen Grün- und Freiraumsystemen. (RASt, 1.1)
Der erste Planungsschritt hat grundsätzlich von außen nach innen zu erfolgen und nicht, wie bisher häufig erfolgt, anders herum: Die Differenz zwischen den Flächen für die Randnutzung, den Flächen für Fußgänger/Radfahrer, der angestrebten Proportionen und der gegebenen Gesamtraumbreite ergibt die mögliche Breite der Fahrbahn. Erst danach wird die verkehrlich notwendige Fahrbahnbreite in den Abwägungsprozess einbezogen. (RASt, 3.4)
Dabei sollte aus Gründen der Straßenraumproportion ein Verhältnis von 30 : 40 : 30 (Seitenraum : Fahrbahn : Seitenraum) angestrebt werden. Allgemein sollte davon ausgegangen werden, das die Entwurfsquerschnitte nicht als eine zwingend über einen gesamten Straßenraum anwendbare Lösung angesehen werden sollten, sondern individuell je nach Straßenverlauf punktuell oder abschnittsweise angepasst werden müssen. Dabei kann man zum Beispiel verschiedene Entwurfsquerschnitte mit einander kombinieren. (vgl. RASt, 5.1.2)

Die praktische Erfahrung zeigt, dass vielfach eine Abwägung zwischen den Ansprüchen des fließenden und ruhenden Kraftfahrzeugverkehrs einerseits und den Ansprüchen des öffentlichen Personennahverkehrs, der nichtmotorisierten Verkehrsarten und der nichtverkehrlichen Straßenraumnutzungen andererseits notwendig ist. Bei der Gewichtung dieser miteinander konkurrierender Ansprüche sind unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Gewichtung aus der Verkehrsentwicklungsplanung und Nahverkehrsplanung (z.B. betriebliche Auswirkungen auf die einzelnen Varianten) insbesondere die Verlagerbarkeit von Nutzungsansprüchen (z.B. Parkmöglichkeiten für den Kraftfahrzeugverkehrs außerhalb des Straßenraums) sowie vertretbare oder zumutbare Belastungen zu prüfen. Dabei sind stets auch Rückkopplungen auf Ziele und Entwurfsvorgaben einzubeziehen.(RASt, 3.5)
Bei der Abwägung sollten stets alle „spezifischen Vor- und Nachteile und Wechselwirkungen aufeinander abgestimmt“(RASt, 5.1.2) werden. (vgl. auch RASt, 3.4) Damit wird erreicht, dass die Kombination von Minimalmaßen vermieden wird. In der Regel resultieren aus den Abwägungsprozessen in der Praxis symmetrische Lösungen, Ausnahmen sind asymmetrische Lösungen. (RASt, 5.1.2)
„Sollte mehr Raum zur Verfügung stehen, so sollte […], die Flächenreserve zunächst immer dem Flächenangebot für Fußgängerverkehr und Aufenthalt und gegebenenfalls auch dem Radverkehr zu Gute kommen. Sollte weniger Raum zur Verfügung stehen, so kann die Eignung eines kleineren Querschnitts oder der Verzicht auf ein Querschnittselement, z.B. Parkstreifen geprüft werden. Die Reduzierung von Elementabmessungen in den empfohlenen Querschnitten ist zu vermeiden“(RASt, 5.1.1)

Welche Nutzungsansprüche werden an den Straßenraum gestellt?
Nutzungsansprüche werden für eine bestimmte Zeit erfasst oder erstellt und müssen nach einiger Zeit aktualisiert werden. Um auf ein aussagekräftiges und richtiges Ergebnis zu kommen sollte man deshalb gegebenenfalls mehrere Beobachtungs- und Stichprobenverfahren vornehmen. Tageszeitliche und wochentägliche Schwankungen sollten dabei in Betracht gezogen werden.
Die straßenräumliche Situation ergibt sich aus der vorherrschenden Begrenzung, der Breite und dem Verlauf des Straßenraums. Umfeldnutzungen können durch bestehende örtliche Bestandskartierungen sowie ergänzende Bestandsaufnahmen ermittelt werden. Durch den Abgleich von Zielen und der Aufdeckung von Mängeln mit den ermittelten Entwurfsgrundlagen wird folglich eine Zustandsbewertung abgegeben werden. (RASt, 3.3)

Städtebauliche Bemessungen erfolgen aus der erforderlichen Fläche für Randnutzungen und der erforderlichen Fläche für Fußgänger- und ggf. Radverkehr. „Damit Fußgänger sich wohl fühlen, müssen die Seitenräume in einem angenehmen Breitenverhältnis zur Fahrbahn stehen; als angenehm wird eine Aufteilung von Seitenräumen zu Fahrbahn von 30 : 40 : 30 empfunden.“ (RASt, 3.4) Durch diese drei Gegebenheiten lässt sich die erforderliche Seitenraumbreite ermitteln, welche wiederum zu einer Abwägung zwischen der städtebaulichen möglichen Fahrbahnbreite und der verkehrlich notwendigen Fahrbahnbreite führt. (RASt, 3.4)
Grundmaße für Verkehrsräume von Kraftfahrzeugen ergeben sich aus der Breite der Fahrzeuge, den Bewegungsspielräumen und der tatsächlichen Fahrweise bei Kurven, Ein- und Ausparken oder geradeaus Fahren. Deshalb sollten in jedem Fall Bewegungsspielräume mit eingeplant werden, die fahrzeugspezifisch zwischen 0,25 m und 0,10 m variieren. Nutzungsansprüche des fließenden Kraftfahrzeugverkehrs lassen sich aus der Erschließungs- und Verbindungsbedeutung des Straßenraumes ermitteln. Bei Notwendigkeit kann der Bewegungsspielraum, gemeinsam mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit herunter gesetzt werden. Zusätzlich muss in diesen Fällen auf eine umsichtige Fahrweise durch eine geeignete Gestaltung des Verkehrsraums geachtet werden.(RASt, 4.3)

Im direkten Bereich neben der Fahrbahn bestehen die Nutzungsansprüche des Fußgängerverkehrs, soziale Ansprüche sowie Barrierefreiheit. Diese Nutzungsansprüche variieren situationsbedingt sehr stark und sind von Randbebauung, Umfeldnutzung sowie der Lage und Bedeutung des Straßenraums innerhalb des Fußgängerverkehrsnetzes abhängig. Grundmaße für den Verkehrsraum von Fußgängern ergeben sich aus der Menge von Fußgängern sowie den erforderlichen Bewegungsspielräumen.(RASt, 4.4)
„Entsprechend den unterschiedlichen städtebaulichen und verkehrlichen Merkmalen von Stadtstraßen variieren auch die Ausprägungen der Nutzungsansprüche hinsichtlich
• qualitativer Aspekte,
• Verkehrsstärke,
• Geschwindigkeit und
• spezifischem Raumbedarf.“(RASt, 4.1)

Wie breit müssen Gehwege sein?
Im Sinne der bereits genannten Planungsvorgaben „von außen nach innen“ (vgl. RASt, 3.4) und „Stärkung des Fußverkehrs“ (vgl. RASt, 1.1) folgen Anmerkungen zu folgenden Stichworten:
• Reguläre Gehwegbreiten
• Platzknappheit
• Abwägung
• Ausnahmen

Reguläre Gehwegbreiten
Gehwegbreiten ergeben sich nicht mehr als Restflächen bei der Straßenaufteilung. Vielmehr stehen im Allgemeinen die Kriterien „Bewegungsfreiheit und Annehmlichkeit“ im Vordergrund, nicht primär das Verkehrsaufkommen (RIN, 5.5), wobei dieses vereinzelt ebenfalls dimensionierungsrelevant sein kann. Die Breite von Fußgängerverkehrsanlagen richtet sich nur bei besonders hohen Fußgängerkonzentrationen nach der Fußgängerverkehrsstärke, ansonsten bilden das normale Gehverhalten (nebeneinander, mit Taschen oder Schirmen), die Geschäftsnutzung und Aufenthaltsfunktion sowie die Nutzung durch Rollstuhlfahrer, Kinder auf Fahrrädern (gemäß StVO) und Kinderwagen die Bemessungsgrundlage (EFA, 1.2). Die Breitenansprüche ergeben sich zumeist aus Art und Maß der baulichen (Rand-)Nutzung. Dabei sind u.a. auch die Gepäckmitführung, Personengruppen, gebietsbezogene Möblierungen und radfahrende Kinder bis zum abgeschlossenen 8. bzw. 10. Lebensjahr zu berücksichtigen (RASt, 5.1.2; EFA, 1.2 und 3.1.2 / Tabellen 1 u. 2).

Gehwegbreiten sollen mindestens betragen:
• in Hauptgeschäftsstraßen: 5,00 m, bei anliegenden Radweg: 4,00 m
• in örtlichen Geschäftsstraßen: 4,00 m, bei anliegendem Radweg: 3,00 m, (vgl. RASt, 5.1.2) und
• an Straßen mit gemischter Wohn- und Geschäftsnutzung: 3,30 m (EFA, 3.2).

Je nach örtlicher Situation sind z.B. für Kinderspiel, Schaufenstervorzonen, Haltestellen-Warteflächen, Aufstellflächen für Auslagen, angrenzende Schräg-/Senkrecht-Pkw-Parkstände, aber auch für viele im Umkreis von ca. 200 bis 500 m gelegene Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Bahnhöfe und Einkaufszentren Breitenzuschläge auf die Mindestmaße zu berücksichtigen (EFA, 3.2.2) .
Bei hohem Fußverkehrsaufkommen müssen die notwendigen Flächen gegebenenfalls rechnerisch ermittelt werden, z.B. bei Fußgängerzonen und „Massenzielen“ wie Großsportstätten (EFA, 2.4 u. 3.2.3; HBS, 11.). „Außergewöhnlich hohe Anteile an Fußgängern mit erhöhten Ansprüchen an Fläche und Ausstattung (mit Traglasten, im Rollstuhl, mit eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten usw.) können eine Ausweitung der Regelentwurfsempfehlungen erforderlich machen. (RASt, 6.1.6.1)

Zusätzlich sollten bei der Gehweg-Dimensionierung auch gestalterische Aspekte eine Rolle spielen, etwa städtebaugeschichtliche Bezüge, Freiraumqualitätsansprüche (z.B. Begrünung) und eine gute Proportionierung zwischen Geh-, Fahr- und Gehbereich, idealerweise ein Verhältnis von 3 zu 4 zu 3 (RASt, 5.1.2; ESGESG

Platzknappheit
Das Grundmaß für den „Verkehrsraum“ des Fußverkehrs ist auf den Begegnungsfall bzw. das Nebeneinandergehen von zwei Personen ausgerichtet und beträgt daher 1,80 Meter. Es ist um je einen seitlichen Sicherheitsraum von 0,50 Metern Abstand zu einer Fahrbahn oder einem Längs-Parkstreifen und 0,20 Meter Abstand zu einer Einfriedung oder einem Gebäude zu ergänzen. Dadurch ergibt sich ein „lichter Raum“ bzw. als „Regelbreite“ das absolute Mindestbreite für Seitenraum-Gehwege von 2,50 Metern (RASt, 6.1.6.1, vgl. 4.7). „Der Breiten- und Längenbedarf von Personen mit Stock oder Armstützen, blinden Personen mit Langstock, Blindenführhunden oder Begleitpersonen bzw. aus den Abmessungen von Rollstühlen ist größer, als diese für den allgemeinen Fußgängerverkehr in Ansatz gebracht werden […].“ (H BVA, 3.1.1) Allgemein sollte der Seitenraum für die Nutzung durch mobilitätseingeschränkte Personen 2,70 m breit sein, zusammengesetzt aus 2 m Begegnungsraum (2 x 90 cm für Verkehrsteilnehmer und 20 cm Sicherheitsabstand), 50 cm Abstand zur Fahrbahn und 20 cm Abstand zu Haus oder Grundstück. (H BVA, 3.3.1) Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Barrierefreiheit.

Abwägung Ist innerhalb bebauter Gebiete zu wenig Platz für eine ausreichende Dimensionierung der Fußverkehrsanlagen vorhanden, so sind folgende Punkte zu prüfen, um die Bereitstellung ausreichend breiter Fußverkehrsflächen mindestens nach dem abgeminderten Regelfall (2,10 Meter) zu ermöglichen:
• Verzicht auf Flächen für ruhenden oder ladenden Verkehr oder den Radverkehr
• Reduzierung der Anzahl der Fahrstreifen, Umstellung auf Einrichtungsverkehr
• Verringerung der Fahrstreifenbreite bei gleichzeitiger Verminderung der Geschwindigkeit
• Verzicht auf gesonderte Radverkehrsanlagen, dafür Anlage von Schutzstreifen (EFA, 3.2.4).
Entsprechende Nutzungsansprüche für den Fußverkehr sind bei der Festlegung der Fahrbahnbreite zu berücksichtigen, wobei sie deren Verschmälerung notwendig machen können. So reicht z.B. eine Fahrbahnbreite von 5,55 Meter aus, um die Begegnung Lkw/Pkw bei einer Geschwindigkeit bis zu 40 km/h zu ermöglichen. Es wird zum Teil auf die Sicherheitsräume verzichtet (RASt, 4.3).
Ausnahmen
Abgesehen von temporären Einengungen (vgl. Baustellen-Umgehungen) können nur in zwei Fällen kleinere Mindestgehwegbreiten angesetzt werden:
• 2,10 Meter bei Wohnwegen mit offenen bzw. niedrigen Einfriedungen (EFA, 3.2.4 und Tab. 2). Dieses Maß sollte grundsätzlich bei keinem straßenbegleitenden Gehweg in angebauten Straßen unterschritten werden, auch nicht auf kurzer Länge an Engstellen (EFA, 3.2.1 und 3.2.4).
• 1,50 Meter bei beengten dörflichen Hauptstraßen mit geringem Fußverkehrsaufkommen (RASt 5.1.2).
Weitere Informationen zum Thema Gehwegbreiten finden Sie in der Rubrik Gehwege, Gehwegbreiten und Grundstückszufahrten.

Quellenangaben
EAÖ – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs EAÖ, Ausgabe 2013.
EFA – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen EFA, Ausgabe 2002.
ERA – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ERA, Ausgabe 2009
ESG – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Empfehlungen zur Straßenraumgestaltung innerhalb bebauter Gebiete ESG, Ausgabe 2011.
H BVA – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen, Ausgabe 2011
HBS – Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen HBS (R 1), Ausgabe 2001, Fassung 2009
Hinweise zum Fahrradparken – Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Ausgabe 2012.
RASt – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen RASt 06, Ausgabe 2006.
RIN – Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.): Richtline zur integrierten Netzgestaltung RIN, Ausgabe 2008.
StVO – Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI (Hrsg.): Straßenverkehrs-Ordnung StVO, in der Fassung vom 6. März 2013

Wir unterstützen:
Fußverkehrsstrategien in Städten und Gemeinden

Mit dem Projekt möchte der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Bedingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern über Befragungen, Fachinterviews sowie Fußverkehrs-Audits und Workshops in ausgesuchten Modellstädten. Ein daraus zu entwickelnder Handlungsleitfaden soll den Städten und Gemeinden durch die Bereitstellung von Praxis-Hinweisen, Erfahrungswerten und Entscheidungshilfen bei der Erstellung einer kommunalen Fußverkehrsstrategie helfen. Eine kurze Projekt-Zusammenfassung können Sie als Flyer ansehen oder herunterladen.
Das Vorhaben wird von einem Fachbeirat begleitet sowie bis Ende März 2018 durch das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Verbändeförderung sowie durch Vereinsspenden an den FUSS e.V. unterstützt.

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
www.fussverkehrsstrategie.de

BAB Beschleunigungsstreifen richtig nutzen

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Als Beschleunigungsstreifen oder Einfädelungsstreifen (fachsprachlich veraltet auch Beschleunigungsspur) wird die Auffahrt auf eine Autobahn bezeichnet. Sie werden durch dicke – unterbrochene – Leitlinien von der Hauptfahrbahn getrennt.

Der Beschleunigungsstreifen dient dazu, den neu auf die Autobahn auffahrenden Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit zu geben, noch vor dem endgültigen Auffahren auf die Hauptfahrbahn ungefähr dieselbe Geschwindigkeit wie der fließende Verkehr zu erzielen, so dass sie sich möglichst gefahrlos in den Fahrzeugstrom einfädeln können. D.h., sagte W.Wobido von der Verkehrswacht Bonn aus aktuellem Anlass, leider ist es immer öfter anders und falsch zu beobachten.

Nach § 12 Abs. 1 Nr. 3 und § 18 Abs. 8 StVO ist das Halten auf Beschleunigungsstreifen unzulässig. Schon bei der Auffahrt auf die Autobahn verhalten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht regelkonform so Wobido weiter, bitte denken Sie daran: Sie sollten zügig beschleunigen und dabei den gesamten Beschleunigungsstreifen unbedingt ausnutzen. Ideal ist es, wenn Sie vor dem Einfädeln eine ähnlich hohe Geschwindigkeit erreichen wie der übrige Verkehr,dann den Blinker links, um dem nachfolgenden Verkehr Ihr Einfädeln rechtzeitig anzukündigen. Und bitte wechseln Sie nicht zu früh, sondern nutzen Sie den Beschleunigungsstreifen voll aus, um auf das Tempo des fliessenden Verkehrs zu kommen.
Sie dürfen auf dem Beschleunigungsstreifen übrigens schneller fahren als die Fahrer auf der rechten Fahrspur (rechts überholen),
Wichtig ist hier, sich nicht auf Biegen und Brechen noch zwischen zwei Fahrzeuge zu quetschen. Allerdings: Auch wenn es verboten ist, können Sie auf dem Standstreifen zur Gefahrenvermeidung ruhig weiterfahren, rät der Verkehrsexperte Wobido. Dies sei sicherer, als quasi aus dem Stand auf die Autobahn zu fahren.
Auch bei zähfließendem Verkehr oder Stop-and-go-Verkehr – gilt beim Einfahren auf die Autobahn nicht das Reißverschlussverfahren.

Die Nordreportage – Erwischt! Großkontrolle Autobahn

Risiko Autobahn:

Todeszone Autobahn:

Bahnhof in BN/Mehlem

Lautsprecher bleiben künftig stumm

Foto: Benjamin Westhoff
Eine Radfahrerin wartet vor dem Bahnübergang am Mehlemer Bahnübergang, während ein Zug vorbeirauscht. Im benachbarten Bahnhof werden ab Oktober durchfahrende Züge nicht mehr zur Warnung durchgesagt.

27.09.2016 MEHLEM. Die Lautsprecher bleiben stumm. Wenn sich künftig ein IC, ICE oder Güterzug nähert und anschließend durch den Mehlemer Bahnhof rauscht, gibt es an den Gleisen 1, 2 und 3 keine Durchsage mehr. Schon jetzt hagelt es heftige Kritik von Politikern und Kunden.
Die bevorstehende Änderung bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG (DB) aus Düsseldorf dem General-Anzeiger am Dienstag auf Nachfrage. Am Bahnhof Mehlem kündigt die DB keine durchfahrenden Züge mehr an. Ab dem 1. Oktober werden demnach nur noch Züge per Lautsprecher angekündigt, die auch in Mehlem halten.http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Lautsprecher-bleiben-künftig-stumm-article3369236.html

Hand aufs (Autofahrer) Herz, hätten Sie´s gewußt ?

Unfall-Bußgeldgefahr durch Autobahn-Baustellen
Selbst „Kleinwagen“ sind oft zu breit

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Derzeit dürfen beim Fahren durch viele Baustellen nur Fahrzeuge mit einer Breite von bis zu zwei Metern die linke Fahrspur benutzen, geregelt durch das Verkehrszeichen 264. Diese Begrenzung der linken Fahrspur fällt für die Mehrheit der Autos jedoch zu schmal aus. Rund 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter, wie der ADAC jetzt bei einer Messung von 280 aktuellen Fahrzeugen ermittelt hat.

Dass selbst viele Kleinwagen diese Marke überschreiten, ist vielen Pkw-Fahrern nicht bewusst. Auch vermeintlich schmale Pkw wie der Renault Clio oder der Peugeot 308 sind zu breit für Baustellen-Fahrspuren, wo nur maximal zwei Meter breite Fahrzeuge zugelassen sind.

Eingeschränkter Kaskoschutz möglich
Der ADAC rät Autofahrern, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren oder selbst nachzumessen. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro oder sogar die Einschränkung des Kasko-Schutzes bei Unfällen. Bei einem Unfall mit Fremdverschulden kann der Schadenersatzanspruch reduziert werden (Mitverschulden) – vorausgesetzt, das über zwei Meter breite verunfallte Fahrzeug war auf einer Spur unterwegs, die nur für Fahrzeuge mit weniger als zwei Meter Breite zugelassen ist.

Auf den Breite-Wert in den Fahrzeugpapieren kann man sich leider nicht verlassen. Denn hier steht nur die Breite ohneAußenspiegel. Die tatsächliche Breite eines Fahrzeuges schließt die Spiegel aber mit ein.

Daher sind Fahrzeuge oft weniger zierlich als gedacht. Autos wie Audi A3, Citroen C3, Fiat Bravo, Ford Focus, Mercedes A-Klasse, Opel Astra, Seat Alhambra, Toyota Auris, Volvo S40 und der VW Golf VI ragen über die Zwei-Meter-Begrenzung hinaus. Dass sich Nachmessen in jedem Fall lohnt, zeigt sich bei der BMW 3er-Reihe: mit diesen Fahrzeugen kann die auf zwei Meter begrenzte Spur problemlos benutzt werden. Ein neuer 3-er BMW, bekanntlich kein Kleinwagen, ist also mit Außenspiegeln schmaler als gedacht.

Lkw vereinnahmen bis zu 3/4 der rechten Fahrbahnkapazität
Der ADAC fordert daher, dort, wo möglich, die maximal zulässige Fahrzeug-Breite auf bis zu 2,20 Meter auf der linken Spur in Baustellen zu erhöhen. Die derzeitige Regelung mit der Beschränkung des linken Fahrstreifens durch Verkehrszeichen 264 auf zwei Meter Breite ist nicht mehr zeitgemäß. Zumindest sollte die erlaubte Fahrzeugbreite auf 2,10 Meter durch geeignete Maßnahmen heraufgesetzt werden, damit bis zu 80 Prozent der Pkw die linke Spur auch nutzen können.

Dies ist wichtig für den Verkehrsfluss und die Stauvermeidung, denn bei dem heute durchschnittlichen Lkw-Aufkommen auf Autobahnen hat nur mehr etwa ein Viertel aller Pkw Platz auf der rechten Spur.

Kaum taucht die Baustelle vor dir auf, verengt sich deine Fahrbahn auch schon auf Minimalbreite. Wenn jetzt rechts neben dir noch ein LKW fährt, dann ist es verständlich, dass du schwitzige Hände am Steuer bekommst.
Hier sind unsere Tipps, wie du solchen Momenten aus dem Weg fahren kannst!

Das Fahren in Autobahnbaustellen löst bei vielen Autofahrern Stress, Beklemmung und sogar Angst aus. 2012 kamen bei Unfällen in Autobahnbaustellen zwölf Menschen ums Leben, die Zahl der Unfälle mit Personenschäden belief sich auf rund 1 100. Die verringerten Fahrstreifenbreiten erfordern deine volle Konzentration, um seitliche Kollisionen zu vermeiden. Wer da Angst vor Enge hat, ist nahe dem Schweißausbruch.

Besonders unangenehm empfinden viele Autofahrer das Fahren auf der linken Fahrspur. Normalerweise sind Fahrstreifen dreieinhalb Meter breit, in zahlreichen Baustellen schrumpfen sie auf 2,50 Meter Breite. Wegen des vorgeschriebenen seitlichen Sicherheitsabstands von jeweils 25 Zentimetern dürfen diese Fahrstreifen nur von Autos befahren werden, die inklusive Außenspiegel höchstens zwei Meter breit sind.
Wir raten dir deshalb, dich über die tatsächliche Breite deines  Autos zu informieren – zur eigenen Sicherheit, aber auch um ein Bußgeld zu vermeiden. Immerhin sind 70 Prozent der neu zugelassenen Pkw mit Außenspiegel breiter als zwei Meter. Übrigens: Der in den Fahrzeugpapieren eingetragene Wert gibt nur die Breite ohne Außenspiegel an. Eine Liste der Gesamtbreite aktueller Pkw-Modelle gibt es hier.

Hier sind unsere Tipps für das Fahren im Baustellenbereich:
• Du solltest dich vor der Fahrt über Baustellen und etwaige Ausweichstrecken auf deiner geplanten Reiseroute erkundigen. So können auch Staus vor Baustellen umfahren werden.
• Verkehrsvorschriften wie Tempolimit und Überholverbot müssen befolgt werden.
• Versetztes Fahren und der Verzicht auf unnötige Überholmanöver bringen Sicherheit und helfen, seitliche Kollisionen zu vermeiden.
• Die rechte Fahrspur ist grundsätzlich breiter und dir daher zu empfehlen, wenn du dich auf der linken Spur unsicher fühlst.
• Vergrößere den Abstand zum Vordermann.
• In den Verschwenkungsbereichen der Baustelle besonders vorsichtig fahren, denn Lkw brauchen dort mehr Platz.
• Im Falle einer Panne Warnblinker einschalten und möglichst das Fahrzeug außerhalb der Baustelle am rechten Fahrbahnrand abstellen. Alle Autoinsassen sollten den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen.
• In Nachtbaustellen ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Vor allem die Übergänge von beleuchteten zu unbeleuchteten Abschnitten sind kritisch.

Polizei kontrolliert vermehrt Fahrzeugbreite auf Autobahn-Baustellen
Baustelle auf der A1: Auf der linken Spur dürfen nur Autos, die schmaler als zwei Meter sind, fahren. Das kontrolliert etwa die Polizei Dortmund in ihrem Zuständigkeitsgebiet verstärkt. Foto: Philipp Guelland/ddp
Dortmund.   Abzocke? In Baustellen dürfen auf dem linken Streifen nur Autos fahren, die schmaler als zwei Meter sind. Wegen erhöhter Unfallzahlen kontrolliert die Polizei dies verstärkt und verschickt bei Verstoß einen 20-Euro-Bußgeldbescheid an oft überraschte Autofahrer. Umstritten ist auch die Messmethode.

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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/polizei-kontrolliert-vermehrt-fahrzeugbreite-auf-autobahn-baustellen-id6180152.html#plx1023877778

dazu ein Urteil:
Autobahnbaustelle: Wer überholt muss bei Unfall mit …
http://www.rp-online.de/leben/auto/urteile/autobahnbaustelle-wer…
München. Wer sich in Autobahnbaustellen an das Tempolimit hält und in der Spur bleibt, muss dennoch mit einer Teilschuld rechnen, wenn es zu einem Unfall …

Und hier:
http://www.udv.de

Die Nordreportage – Stress, Stau, Straßenbau NDR
https://www.youtube.com/watch?v=tQk5ClPt138


Verscherbelt die Regierung unsere Autobahnen?

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[…] Die Bundesregierung plant, die Autobahnen in eine eigene Gesellschaft auszugliedern, eine Art Autobahn AG. Dafür will sie sogar die Verfassung ändern. Ein Entwurf, der dazu kursiert, sieht vor, dass Versicherungen, Pensionsfonds und Banken bis zu 49 Prozent der Anteile an dieser Gesellschaft übernehmen könnten. Das würde eine echte Privatisierung bedeuten. Völlig unklar ist aber, aus welchem der drei beteiligten Ministerien der Entwurf stammt. Die ZEIT hat im Wirtschafts-, Finanz- und Verkehrsministerium nachgefragt. Alle drei haben nur ausweichend geantwortet, betonen aber, dass die Autobahngesellschaft vollständig im Besitz des Bundes bleiben soll. Die Echtheit des öffentlich gewordenen Entwurfs aber dementieren sie auch nicht.

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Ja, was denn nun?
Selbst gestandene Verkehrspolitiker sind ratlos. Und vielleicht liegt genau darin die Strategie der Bundesregierung. Eigentlich würde man ja erwarten, dass es einen Aufschrei auslöst, wenn der Staat mit dem Gedanken spielt, einen beträchtlichen Teil seiner Infrastruktur zu verscherbeln und dafür sogar Hand an das Grundgesetz legt. Doch außerhalb von Fachzirkeln werden die Pläne kaum diskutiert. Das hat auch mit der Geheimniskrämerei der Bundesregierung zu tun. Obwohl die Verfassung noch in dieser Legislaturperiode geändert werden soll, beantwortet sie die Anfragen von Abgeordneten und Journalisten nur wortkarg. Ihren Beteuerungen, die Autobahnen blieben im alleinigen Besitz des Staates, glaubt nicht jeder. „Ein Verkauf wäre extrem unpopulär, also versichert die Bundesregierung das Gegenteil. Die Frage ist nur, ob sich das dann auch in der Verfassungsänderung widerspiegelt oder ob man dort bewusst so schwammig formuliert, dass eine Veräußerung von Anteilen eben doch möglich ist“, sagt Anton Hofreiter, der Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Die Alternative zum Verkauf von Anteilen der Gesellschaft wäre eine versteckte Privatisierung. Die Autobahn-Gesellschaft bliebe zwar zu hundert Prozent beim Bund, würde aber eigene Anleihen ausgeben und an Versicherungen und Banken verkaufen. Diese würden der Gesellschaft also eine Art Kredit geben – vorausgesetzt natürlich, sie erhielten im Gegenzug eine attraktive Rendite.
Quelle: Zeit

Fahren wir bald auf der Allianz Autobahn ?

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Doku 2015 Die Autobahnpolizei – Der ganz normale Wahnsinn

VERKEHRSPSYCHOLOGIE

Welcher Autofahrertyp sind Sie – Quiz

Von Henryk M. Broder
Die meisten von uns sind nette Menschen – nur nicht hinterm Steuer. Dann mutieren wir zu Besserwissern, Wettkämpfern oder Philosophen. Zum Glück haben Wissenschaftler jetzt unsere Psyche ergründet.

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Foto: Dunlop Goodyear

Der tägliche Straßenkampf: Schleicher, Raser, Aggressive, Entspannte, Aufgeweckte und Träumer – oft sind sie alle gleichzeitig unterwegs

Die sogenannte Konstitutionspsychologie unterscheidet vier Grundtypen von Menschen, wobei eine Verbindung zwischen körperlichen Merkmalen und dem Charakter beziehungsweise Temperament eines Menschen gezogen wird.
Der Sanguiniker, in dessen Adern Blut fließt, ist „kraftvoll, energiereich, schwungvoll und aktiv“. Der Phlegmatiker zeichnet sich durch „Trägheit, Inaktivität und wenig Tatkraft“ aus. Melancholiker gelten als „instabil und introvertiert“, Choleriker neigen zu Wut und Gefühlsausbrüchen, sind „leicht reizbar“ und schwer zufriedenzustellen.
http://www.vorfahrt-fuer-vorbilder.de

Dokumentation Polizei – Den Rasern auf der Spur [2015]

Deutschlands Brücken: Wettlauf gegen den Verfall

Deutschland droht der Verkehrsinfarkt: Die Brücken verschleißen schneller als Behörden sie reparieren. Unsere Analyse zeigt, wie ernst die Lage ist und wie die Bauten auf Ihrer Strecke abschneiden.
Quelle: Welt Online

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Zunehmende Lkw-Unfälle auf Autobahnen

Video: Todesfalle Autobahn – Warum LKW sicherer werden müssen
28.09.16 | 08:01 Min. | Verfügbar bis 28.09.2017
Fahrer, die sich mit Handy und Laptop ablenken, automatische Bremsassistenten, die ausgeschaltet sind. Oft führt das zu verheerenden Unfällen. Mehr Lkw-Kontrollen und bessere Sicherheitstechnik könnten das verhindern.
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/todesfalle-autobahn-warum-lkw-sicherer-werden-muessen-100.html

Dazu:
Auf Grund zunehmender LKW Unfällen der letzten Wochen, sagte Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn und Rhein-Sieg, es ist an der Zeit die „Kapitäne der (Land) Strasse“ an ihre Verantwortung zu erinnern damit sie sich ausschliesslich auf ihre Fahrweise konzentrieren und vor allem genügend Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten – leider schaut die Realität auf den Strassen anders aus.

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Bei einem schweren Auffahrunfall auf der A1 bei Hamburg sind vier Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um eine Familie aus Hamburg, sagte eine Polizeisprecherin.
Am Ende eines Staus vor der Anschlussstelle Billstedt war ein Lastwagen in ihr Auto gerast und hatte es unter den Sattelauflieger eines davor stehenden Lastwagens gerammt. Das Auto wurde durch den Aufprall komplett zusammengestaucht. Der 56 Jahre alte Vater, die ein Jahr ältere Mutter sowie die 13-jährige Tochter und der 17 Jahre alte Sohn starben in dem Auto.Das Wrack der Limousine war nach Angaben der Feuerwehr nur noch anderthalb Meter lang. Ein Notarzt erklärte die Insassen für tot.


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Mönchengladbach: Lkw-Unfall auf der A52 –
Schwerer Unfall in Düsseldorf
Neuss – A 57 – Lkw-Unfall am Stauende – Drei Menschen verletzt –

Mehrere Lkw-Unfälle bei Grünstadt
Lastwagenfahrer erliegt seinen Verletzungen

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Bei einem Lkw-Unfall am Dienstagmittag auf der A6 bei Grünstadt ist ein kroatischer Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Er war mit seinem Laster in ein Stau-Ende gerast.Polizei schätzt den Schaden auf ca. 500.000 Euro

Zwei Schwerverletzte nach Lkw-Crash
Bei einem Lkw-Unfall auf der A 61 bei Niederzissen (Landkreis Ahrweiler) sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Drei Lastwagen waren ineinander gefahren.

A1 in Hamburg
Lkw kracht in Stauende – vier Tote
Auf der A1 in Hamburg übersah offenbar ein Lkw-Fahrer das Ende eines Staus – und prallte in einen Pkw. Für die vier Insassen, vermutlich eine Familie, gab es keine Rettung mehr. mehr…

Auffahrunfall in der Eifel
Fahrer stirbt in brennendem Lkw
Bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Lastwagen auf der A61 ist einer der beiden Fahrer gestorben. Die Autobahn in Richtung Köln war mehrere Stunden gesperrt.

Übermüdung
Abstand
Geschwindigkeit
Übermüdung

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Auf der A 6, Höhe Vogelbach, verlor er morgens gegen 8.30 Uhr infolge Übermüdung die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Bei Unfällen dieser Art wird durch den sogenannten Sekundenschlaf die Umwelt kurzfristig verschwommen oder gar nicht mehr wahrgenommen. In diesem Fall walzte der mit 9,8 Tonnen Kalksteinmehl beladene Lkw Leitplanken nieder und fuhr eine steil abfallende bewaldete Böschung hinunter, wobei mehrere Bäume umknickten. Hinter dem Fahrzeug schloss sich das Gebüsch wieder. Die Unfallstelle war von der Autobahn aus kaum mehr zu sehen, so dass der Unfall wohl nicht gleich entdeckt worden wäre, wenn nicht zufällig ein Pkw-Fahrer auf der anderen Spur den Lkw verschwinden gesehen hätte.

Abstand und Geschwindigkeit
Seit langem zählen Abstand und Geschwindigkeit zu den häufigsten Ursachen von Lkw-Unfällen auf den Autobahnen im Bereich der Autobahnstation Kaiserslautern. Was immer wieder vergessen wird: Der Abstand zum Vorausfahrenden muss so groß sein, dass der Nachfahrende noch anhalten kann, wenn sein Vordermann bremst.
Zu nah und zu schnell – Auf der A 6 bei Kaiserslautern war es zu einem kleineren Stau gekommen. Ein Autotransporter aus Rumänien konnte am Stauende nicht mehr rechtzeitig bremsen, begann zu schleudern und prallte auf einen portugiesischen  Lastzug, der Batterien geladen hatte.

Hinweise zum Sicherheitsabstand
Auf Autobahnen ist für Lkw mit über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bei Geschwindigkeiten über  50 km/h ein Sicherheitsabstand von 50 Meter vorgeschrieben.
• Die Leitpfosten bieten dem Lkw-Fahrer eine zuverlässige Orientierung: Sie sind im  Abstand von 50 Meter aufgestellt.
• Im Stau oder an Baustellen ist bei Stop-and-Go-Verkehr die Einhaltung eines ausreichenden Abstands zum Vordermann und die Anpassung der eigenen Geschwindigkeit eine wichtige Vorbeugemaßnahme gegen Unfälle. Erhöhte Aufmerksamkeit sollte dem Bremsverhalten des Vordermanns gewidmet werden.

Das Problem mit der Geschwindigkeit
Die gesetzlich erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt im Normalfall bei 80 km/h. Bei einer Sichtweite unter 50 Metern ist nur eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h zulässig. Mit angepasster Geschwindigkeit fahren heißt außerdem, bei der Fahrweise dem  Zustand der Straße sowie den Sicht- und Witterungsverhältnissen Rechnung zu tragen.

Aquaplaning und Straßenglätte können zum Totalverlust der Bremswirkung führen. Der Lkw ist unter diesen Bedingungen nicht zu beherrschen.

Je tiefer das Profil (mindestens 1,6 mm!), um so mehr Wasser kann verdrängt werden. Die angepasste Geschwindigkeit und der richtig bemessene Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug stellen also einen erheblichen Beitrag zur Verkehrssicherheit dar.

• Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit verursacht eine vierfache Aufprallenergie!

• Die Aufprallkraft hängt im wesentlichen von der Gesamtmasse des Lkw inklusive der Masse des Ladegutes ab. Die Unfallfolgen sind durch ungesicherte Ladung wesentlich erhöht.

Bremsen
Unerlässlich ist es für den Lkw-Fahrer, über die Länge des Bremsweges sowohl mit als auch ohne Ladung informiert zu sein.

Je schwerer die Zuladung, desto länger ist der Bremsweg. Überladungen haben auch Auswirkungen auf die Funktion der Bremsen.

Bei Bergabfahrten verlängert sich der Bremsweg erheblich, besonders auch dann, wenn schweres Ladegut mitgeführt wird. Hier ist das Fahren in einem niedrigen Gang mit sehr geringer Geschwindigkeit unabdinglich. Die Motorbremse bzw. der Retarder (Wirbelstrombremse) ist bei starkem Gefälle unbedingt anzuwenden.

Bei Bergauffahrten wird der Bremsweg verkürzt. Diese Tatsache sollte aber nicht dazu verleiten, zu dicht an den Vordermann heranzufahren. Der Sicherheitsabstand sollte immer so groß bemessen sein, dass andere Verkehrsteilnehmer die langsameren „Bergfahrer“ überholen und jederzeit wieder einscheren können. Dass dies in der Praxis, gerade bei Bergauffahrten, nur schwer zu realisieren ist, bleibt unbestritten.

Der Anhalteweg eines Lkw aus dem Fahrzustand in den Ruhezustand setzt sich aus dem „Reaktionsweg“ und dem „Bremsweg“ zusammen. Unter Reaktionsweg versteht man die in einer Sekunde Reaktionszeit des Fahrers (sogenannte Schrecksekunde) zurückgelegte Wegstrecke, während der kein Bremsvorgang stattfindet.
• Der Bremsweg ist die zurückgelegte Strecke nach Eintritt des Bremsvorganges bis zum Stillstand des Lkw.  Auf nasser Fahrbahn kann sich der Bremsweg leicht um mindestens 20% erhöhen. Als Faustregel gilt: Doppeltes Tempo = Vierfacher Bremsweg

• Bei erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h muss mit einem Anhalteweg, je nach Beladungsmasse, von bis über 60 Meter gerechnet werden. Die Festsetzung eines Sicherheitsabstandes von 50 Meter ist unter Berücksichtigung dieses Sachverhaltes zweifelsfrei eine gerechtfertigte und keinesfalls überzogene Maßnahme zur Unfallverhütung und somit zur Verkehrssicherheit.

• Selbst innerhalb einer „Schrecksekunde“ wird eine beträchtliche Wegstrecke zurückgelegt . Bei Tempo „80“ führt ein dichtes Auffahren ab ca. 20 Meter Abstand zum Vordermann zwangsläufig zu einem Unfall, wenn der Vorausfahrende unerwartet bremst. Mit der Zunahme der Geschwindigkeit nimmt auch die Wucht des Aufpralles im Falle eines Auffahrunfalls zu.

Ps.Herzlichen Dank an die PD RP

Dazu passend:
Ganze Fuhrparks „umgeflaggt“: Sozialdumping im Güterverkehr
Nicht nur Schiffe können unter Billigflagge fahren – auch im Lkw-Verkehr gibt es inzwischen ähnliche Phänomene. Transport- und Logistik-Experte Professor Karlheinz Schmidt beklagt zunehmendes „social dumping“ im europäischen Güterverkehr. Er fordert, nationale Mindestlohnvorschriften „ohne Wenn und Aber“ anzuwenden.
Quelle: DGB

dazu:
Mehr Auffahrunfälle wegen manipulierter Technik
Von Dirk Planert-12.08.16

th
Immer mehr Lkw krachen auf deutschen Autobahnen in Stauenden hinein. Innenminister Ralf Jäger sieht einen der Gründe dafür in manipulierter Technik. Am Freitag (12.08.2016) wird er deshalb bei einer Lkw-Großkontrolle der Polizei am A1-Rasthof Lennhof dabei sein.

Allein im ersten Halbjahr haben Lastwagenfahrer 94-mal ein Stauende übersehen. Das ist ein Anstieg um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Das Innenministerium macht Manipulationen an den Fahrtenschreibern dafür mitverantwortlich. Diese Geräte zeichnen die Lenkzeiten der Lkw-Fahrer auf. Diese sind gesetzlich geregelt. „Überstunden“ hinter dem Lenkrad können bei Verstößen unter anderem mit Bußgeldern belegt werden. Um das zu vermeiden, greifen manche Lkw-Fahrer in die Trickkiste. Die elektronischen Fahrtenschreiber können mit einen Magneten so manipuliert werden, dass sie die Fahrtzeit nicht mehr registrieren.
Ungewollte Nebeneffekte

Die Manipulation der Fahrtenschreiber hat böse Folgen.
WDR-Recherchen haben ergeben, dass dabei auch unkontrollierbare Veränderungen am Lkw auftreten können. So hat die Beeinflussung des Fahrtenschreibers auch Konsequenzen für andere Bauteile, die mit dem elektronischen System zusammenhängen. Seit drei Jahren ist für Neufahrzeuge auch ein Notbremssystem vorgesehen. Genau das kann durch die Manipulation des Fahrtenschreibers aber außer Kraft gesetzt werden.
Notbremse setzt aus
Im vorderen Bereich des Lkw sind bei neueren Fahrzeugen Sensoren angebracht, die zuerst mit einem Warnton vor einem Stauende oder anderen Hindernissen warnen. Im zweiten Schritt wird dann die Notbremsung eingeleitet. Ist der Fahrtenschreiber mit einem Magneten manipuliert worden, kann es sein, dass weder Warnton noch Notbremsung funktionieren. Das Innenministerium hat das als Ursache für vermehrten Auffahrunfälle ausgemacht und will am Freitag (12.08.2016) Lkw-Fahrer davor warnen, ihre Fahrtenschreiber und damit das gesamte Systems ihres Wagens zu beeinflussen.

Chronologie von Unfällen in RP
Laster krachen häufig in Stauenden
Der Unfalltod einer Familie aus der Westpfalz am Gotthardtunnel schockt viele Menschen. Immer wieder fahren Lkw auf Stauenden auf. Unsere Chronologie zeigt: Auch die Unfallverursacher selbst leben gefährlich.

Die Rettungskräfte am 4

Nach dem Unfall geriet der Lkw in Brand, der Fahrer starb

6. August 2016, A3 bei Nürnberg: Bei einem schweren Unfall nahe Nürnberg kommen drei Menschen ums Leben. Ein Lastwagen war auf der Autobahn 3 bei Altdorf in ein Stauende gefahren. Auch eine Familie aus dem Kreis Kaiserslautern wird dabei schwer verletzt.

26. Juli 2016, Gotthardtunnel bei Quinto: Ein Lastwagen aus Italien prallt auf einen am Ende eines Staus stehenden Wagen. Eine Familie aus Otterberg in Rheinland-Pfalz mit zwei jungen Töchtern wird getötet. Mit enormer Wucht wird ihr Auto gegen einen davor stehenden Lkw gepresst.

8. Juli 2016, A60 bei Ginsheim-Gustavsburg: Ein mit Stahlteilen beladener Laster kracht auf einen stehenden Sattelschlepper. Beide Fahrzeuge fangen Feuer. Der im Fahrerhaus eingeklemmte Unfallverursacher verbrennt und stirbt. Der Fahrer des vorausfahrenden Lkw und der Fahrer eines Kleinlasters, auf den er geschoben wird, werden leicht verletzt.

7. Juli 2016, A61 bei Gundersheim: Ein Lkw fährt auf das Ende eines Staus auf, der wegen eines Schwertransports entstanden ist. Der laut Polizei wohl unachtsame Fahrer wird schwer verletzt. Der Fahrer des Lasters, mit dem er kollidiert, kommt mit leichten Blessuren davon.

5. Juli 2016, A6 bei Mannheim-Sandhofen: Der Lkw-Fahrer, der an einer Baustelle auf ein Stauende auffährt, stirbt noch an der Unfallstelle. Er schiebt sich in einen vor ihm fahrenden Laster und beschädigt vier im Stau stehende Autos. Umherfliegende Trümmerteile beschädigen auch ein Auto auf der Gegenfahrbahn. Zwei Menschen werden leicht verletzt.

Auf der A6 krachte es im Juli gleich zweimal

Unfall mit Todesfolge am Gotthardtunnel

4. Juli 2016, A6 bei Mannheim-Sandhofen: Zwei Menschen kommen ums Leben, vier werden schwer und etliche leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei war auch hier ein Lkw in ein Stauende gefahren. Die Wucht des Aufpralls schob fünf Lastwagen und sieben Autos ineinander.

31. Mai 2016, A63 bei Saulheim: Der Fahrer eines Autotransporters bemerkt den stockenden Verkehr vor sich zu spät. Er fährt auf ein vor ihm stehendes Auto auf, das gegen einen Lkw geschleudert wird. Der Autofahrer wird eingeklemmt und schwer verletzt, der Unfallverursacher bricht nach einem Schock zusammen.

25. Mai 2016, A6 bei Waldmohr: Nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter entsteht ein Stau, an dessen Ende ein Auffahrunfall passiert. Ein Lkw schiebt ein Auto auf einen weiteren Laster. Die Pkw-Fahrerin wird eingeklemmt und schwer verletzt.

Stand: 10.8.2016
ADAC Chrastest:

Fernfahrer: Die neuen Sklaven im LKW

 

Strassenkampf

Aggressivität und Rücksichtslosigkeit im Strassenverkehr
dazu abgelenkt wg. Handynutzung u.a. sind Alltag.

Freundliche Handzeichen waren gestern, heute wird vorwiegend gedrängelt, gerast und gedroht-besonders und oft von jungen Leuten mit PS starken Wagen.
Wie Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn und Rhein-Sieg
berichtet: „wer mit offenen Augen und Ohren durch seine Stadt/Kommune geht kann es an jeder Ecke/Kreuzung beobachten“. Die Verkehrsmoral scheint ziemlich verrottet und Aggressivität und Rücksichtslosigkeit nehmen zu.

Dazu ein paar Beispiele:
So wird kaum noch geblinkt-die Fussgänger werden auf dem Fussgängerüberweg geschnitten-bei vorschriftsmässigem Fahren
wird man vom Hintermann bedroht bzw. es wird ganz nah aufgefahren.
Auf der BAB ist kaum Platz zum wieder einscheren da viel zu dicht aufgefahren wird.
Busse an Haltestellen und eigeschalteter Warnblinkanlage werden ignoriert, Kontrollen finden kaum statt.
Fahrradfahrer sind oft rücksichtslos gegen über Fussgängern und halten sich kaum an Vorschriften (ich wäre dringend für die Kennzeichenpflicht an Fahrrädern)
etc.pp.

dazu passend:
ABGELENKT DURCHS SMARTPHONE
Handy im Straßenverkehr – hier droht Fußgängern Ärger

Sie wurden liebevoll „Smombies“ getauft: Fußgänger, die unentwegt auf ihr Smartphone starren und sich dabei wie Zombies durch die Welt bewegen.
Foto: © michaelheim – Fotolia, © michaelheim – Fotolia

Smartphones sind zwar praktisch, aber: sie bergen auch diverse rechtliche Risiken. Sei es als Kostenfalle durch In-App-Werbung oder als Ablenkung unterwegs auf der Straße. Worauf Handybesitzer achten sollten, erklärt ein Rechtsanwalt.

Aufs Handy starrend wandeln immer mehr Fußgänger durch die Straßen, es sind sogenannte „Smombies“, also Smartphone-Zombies. So amüsant der Anblick auch manchmal ist, so gefährlich ist doch dieser fragwürdige Trend. Denn immer häufiger kommt es wegen der Ablenkung durch Handys zu Unfällen.

Kein Bußgeld, aber Haftung bei Unfällen

Erst kürzlich fand die Dekra-Unfallforschung heraus: Jeder sechste Fußgänger ist von seinem Smartphone abgelenkt. Doch kann man hierfür eigentlich rechtlichen Ärger bekommen? „Eindeutig ja“, betont Clemens Adori, der auch Partneranwalt von Roland Rechtsschutz ist. „Zwar gibt es dafür noch kein Bußgeld, aber auch Fußgänger haben – wie Autofahrer – eine Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr.“

Wer also einen Unfall verursacht, weil die Augen nicht auf die rote Fußgängerampel, sondern aufs Handy gerichtet waren, muss gegebenenfalls für einen entstandenen Schaden haften. Und wie sieht es eigentlich mit Radfahrern aus? Dürfen sie „am Steuer“ telefonieren? „Seit 2013 ist die Handynutzung für Fahrradfahrer ausdrücklich in den Bußgeldkatalog aufgenommen. Telefonieren am Fahrradlenker kostet seitdem 25 Euro.“ Wie beim Auto lohnt sich also auch für den Drahtesel eine Freisprecheinrichtung.http://www.fr-online.de/recht/abgelenkt-durchs-smartphone-handy-im-strassenverkehr—hier-droht-fussgaengern-aerger,21157310,34393776.html

Dazu passend:

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Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ startet
Erste Aktion Plakate und Citycards
Smartphones sind nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken.  Surfen, WhatsApp-Nachrichten, Chats, Facebook, Instagram, Fotografie und Navigation sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Apps sind nur einige der zahlreichen Helfer, die – neben standardisierten Eigenschaften und Funktionen – in ein Smartphone weiterhin integriert und immer und überall genutzt werden können. Allein für Deutschland prognostiziert der Branchenverband Bitkom knapp 28 Millionen verkaufte Smartphones für das Jahr 2016.
Und trotzdem gibt es Zeiten, in denen Eltern sich überlegen sollten, das Smartphone auch mal wegzulassen. So ein Moment sind die schönen Stunden, die Sie mit ihren kleinen Kindern verbringen. Was gibt es Schöneres als den eigenen Kindern beim Spielen zuzuschauen, erste Worte wahrzunehmen oder erste Schritte mitzubekommen?
Bemerkt die Mutter aber auf dem Spielplatz erst nach dem fünften Rufen der Tochter, dass sie beim Lesen einer Mail vergessen hat, die Schaukel anzuschubsen, und streichelt der Vater häufiger über sein Smartphone als dem Sohn über den Kopf, dann fühlen sich Kinder vernachlässigt.
Dies zeigen  verschiedene Umfragen und Studien.
Die Kampagne wird durch die LAKOST MV koordiniert und ist für alle Partner offen, die sich zu dieser Thematik einbringen möchten.

Gaffer und Angriffe auf Helfer gefährden Rettungsarbeiten

Niedersachsens Innenminister Pistorius will härter gegen Gaffer vorgehen, die Einsatzkräfte behindern. Auslöser für den Vorstoß war ein schwerer Unfall in Bremervörde, bei dem ein zweijähriger Junge und ein 65 Jahre alter Mann starben. Damals war eine Autofahrerin in eine Eisdiele gerast. Die Rettungskräfte wurden von Gaffern blockiert, die die Unglücksopfer mit ihren Handys filmen wollten. Auch kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Rettern und Gaffern. https://www.youtube.com/watch?v=CVwI45IKz84

Was tun gegen die Gaffer bei Unfällen?

Handyvideo statt Erste Hilfe. In Freiburg bricht ein Mann mitten in der Stadt zusammen und bleibt reglos liegen. Doch Gaffer filmen, statt zu helfen.https://www.youtube.com/watch?v=ebgcLdAwvBEALLTAGSFRAGE

Abzocke oder Verkehrserziehung? | Die neuen Waffen im Kampf gegen Raser- 22 Min.
Veröffentlicht am 06.05.2015
Beim ersten bundesweiten „Blitz-Marathon“ Mitte Oktober sind mehr als 3 Millionen Autofahrer kontrolliert worden. 83.000 von ihnen waren trotz der umfangreichen Vorwarnung zu schnell unterwegs. Ihnen drohen Geldbußen, Punkte in Flensburg und im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot. Allein etwa 5000 Autofahrer werden pro Woche auf der A2 bei Bielefeld geblitzt – dort steht Deutschlands erfolgreichste Radaranlage. Sie ist fest installiert und bringt der öffentlichen Kasse im Jahr bis zu 9 Millionen Euro ein. Auf der anderen Seite werden Apps für Smartphones immer populärer, die vor Radargeräten warnen. Allerdings ist ihr Gebrauch heikel, da die Rechtslage oftmals unklar ist.
http://www.youtube.com/watch?v=3jQsBNqVPEo

Warum haben Straßenpfosten blaue Reflektoren?
In Gebieten mit vermehrtem Wildwechsel werden Leitpfosten zusätzlich mit blauen Reflektoren ausgestattet.  Foto: dpa

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Auf den meisten Straßenpfosten sind weiße Reflektoren angebracht, die Autofahrern gerade bei schlechten Sichtverhältnissen Orientierung bieten sollen. Doch vermehrt werden nun an Straßenpfosten zusätzliche blaue Reflektoren angebracht. Was steckt dahinter?

Leitpfosten am Straßenrand sind Verkehrszeichen und dienen der Verkehrssicherheit. Die ein Meter großen und zwölf Zentimeter breiten Pfosten aus Kunststoff verfügen über eingelassene weiße Reflektoren. Die sollen in der Dunkelheit, bei Nebel oder Schnee die Orientierung erleichtern. Neuerdings werden sie auf Strecken mit vermehrtem Wildwechsel zusätzlich mit speziellen, blauen Reflektoren ausgestattet, teilt der Tüv Nord mit.
Diese Reflektoren dienen aber nicht der besseren Orientierung auf der unbeleuchteten Fahrbahn. Sondern sie sollen beispielsweise Rehe, Hirsche und Wildschweine davon abhalten, auf die Straße zu laufen, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Das Prinzip: Wenn das Licht der Scheinwerfer auf die Reflektoren der Leitpfosten trifft, strahlen die gekrümmten Reflektoren blaues Licht in einem breiten Winkel ab. Das blaue, in den seitlichen Straßenraum gestreute Licht wiederum schreckt die Wildtiere ab. Sie schätzen es als unruhig und gefährlich ein.
Während herkömmliche Methoden wie das Aufhängen von CDs in Bäumen, Duftzäune oder rote Reflektoren die Tiere nicht von der Fahrbahn fernhalten, scheuen Wildtiere nachweislich vor blauem Licht zurück. Vermutlich weil ihre auf das Sehen in Dämmerung und Dunkelheit spezialisierten Augen nicht über Rezeptoren für rotes Licht verfügen. Ein Forschungsprojekt von ADAC und Deutschem Jagdverband konnte 2011 nachweisen, dass sich Wildunfälle mithilfe der blauen Reflektoren um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen. Entsprechend werden immer mehr gefährdete Straßen damit ausgestattet. (dpa/tmn)
http://www.fr-online.de/auto/alltagsfrage-warum-haben-strassenpfosten-blaue-reflektoren-,1472790,34501180.html

Die Nordreportage – Wildunfall! (04.01.2016)

VERKEHRSSICHERHEIT
Fünf Tipps, um Autounfälle zu vermeiden

Ein Unfall zwischen einem Radfahrer und einem Auto kann üble Folgen für den Radler haben (Symbolfoto).  Foto: dpa
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Auf unseren Straßen herrscht Krieg. Täglich kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autos. Dabei würde oft schon ein wenig Rücksicht die Verkehrssicherheit erhöhen. Fünf Tipps um Autounfälle zu vermeiden.

Das Radwegenetz in Deutschlands Großstädten lässt nach jüngsten Erkenntnissen des ADAC an vielen Stellen zu wünschen übrig. Und auf den Straßen wird es immer enger. Bis sich an dieser heiklen Situation etwas ändert, sind Autofahrer, Radler und Fußgänger gleichermaßen gefordert, Rücksicht aufeinander zu nehmen – nur so lassen sich Autounfälle vermeiden.

„Es darf im Straßenverkehr nur ein Miteinander geben und kein Gegeneinander“, betont Simone Saalmann vom Testzentrum Mobilität des ADAC. Fünf Tipps können dabei helfen:

Unfallschwerpunkt Kreuzung

1. Besondere Unfallschwerpunkte sind Straßenkreuzungen, das sollten sich Autofahrer und Radler ständig vor Augen halten. „Vor allem bei schlechten Sichtbeziehungen durch Bäume, parkende Autos oder weit von der Fahrbahn abgesetzte Radwege ist Vorsicht angesagt“, so Saalmann.

Vorsichtig abbiegen

2. In Abbiegesituationen gilt für Autofahrer: Schulterblick nicht vergessen. Radfahrer können Unfälle verhindern, indem sie Kreuzungen mit gemäßigtem Tempo überqueren, sich an Ampelsignale halten und auffällige Kleidung tragen.

Bremsbereit bleiben

3. Auf kombinierten Rad- und Fußwegen heißt es für Fahrradfahrer: Geschwindigkeit anpassen und bremsbereit sein. Passanten müssen ihrerseits darauf achten, Radlern nicht unvermittelt in die Quere zu kommen – „die können nicht abrupt stoppen und keine plötzlichen Richtungswechsel vornehmen“, gibt Saalmann zu bedenken.
Ergänzung von mir: allerdings müssen Radfahrer dort notfalls absteigen und ihr Rad schieben,was nach meinen Beobachtungen allerdings kaum jemand tut.

In die richtige Richtung fahren

4. Der ADAC warnt eindringlich davor, Radwege als „Geisterradler“ unsicher zu machen: Das Fahren in falscher Fahrtrichtung sei eine der Hauptunfallursachen zwischen Radfahrern.

Falschparker erhöhen Unfallrisiko

5. Autofahrer dürfen Fahrstreifen für Radler am Fahrbahnrand nicht blockieren – auch nicht, um nur mal eben kurz beim Bäcker ein paar Brötchen zu kaufen. Denn das führt dazu, dass Fahrradfahrer gefährlich weit auf die Straße ausweichen müssen. (mit Material der dpa) www.fr-online.de

Gefährliche Rheintour

Rheinauf Rheinab
Heute ist wieder alles auf Trab

Von Sieben bis Siebzig
das ist schon lange nicht mehr witzig

Auf manch schmalen Rheinwegen
kommt man sich gerne ins Gehege.

Radfahrer hier Fussgänger da
dabei sind doch die Wege für alle da

Besonders vor dem oft vollen Restaurant Bahnhöfen
sind die Leute kaum noch höflich

Denn trotz der massiven Menschenmassen
sollten doch die Radfahrer hier schieben und das fahren dort lassen !

Pustekuchen,besondere Rücksicht auf Fussgänger war Gestern
Heute wird nur noch geflucht und gelästert

Manch (Kampf) Radler will es einfach nicht kapieren
denn hier muss er absteigen und sein Rad führen !

Wird erst ein Kind angefahren
sind hoffentlich auch Sanktionen zu erwarten ?

Nur, da leider keine Ordnungshüter vor Ort
setzt sich der Rad (Kampf) Sport fort.

Denn bei Personalnot gibt es kaum mehr Kontrolle
und so lange bleiben die Radfahrer wahrscheinlich weiterhin von der Rolle.

 

Notfalleinsätze in der Region
Rettungsgasse: Konsequenzen für Blockierer

Foto: Günther Schmitt
Udo Schumacher ist Chef aller 2000 Feuerwehrleute im Kreis Ahrweiler.
07.02.2017 KREIS AHRWEILER. Die Feuerwehren im Kreis Ahrweiler wollen künftig bei Verstößen auf der A 61 mit Anzeigen gegen Autofahrer reagieren. Auch für ein höheres Bußgeld setzen sich die Feuerwehrleute ein.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/ahr-und-rhein/bad-neuenahr-ahrweiler/Rettungsgasse-Konsequenzen-für-Blockierer-article3468326.html

Wie die perfekte Rettungsgasse funktioniert:
Video

 

Denunzianten oder Weltverbesserer? – fahrerbewertung.de spaltet die Internetwelt

Bonn, 19.03.2014 – Seit Kurzem ist die Internetseite http://www.fahrerbewertung.de online, auf der man Autofahrer und deren Fahrverhalten bewerten kann. Diese Möglichkeit zu mehr Transparenz im Straßenverkehr wird schon rege genutzt. Und auch die Idee hinter dem Portal wird fleißig diskutiert: Ist das sinnvoll oder verwerflich?

Auf fahrerbewertung.de können Besucher einfach ein beliebiges Kfz-Kennzeichen eingeben und dann eine positive, neutrale oder negative Bewertung abgeben. User können ihr jeweiliges Votum auf Wunsch detailliert verfeinern und aus zahlreichen Kriterien auswählen. Dazu zählen bei einer negativen Beurteilung beispielsweise „Parkt verkehrswidrig“ oder „Missachtet die Vorfahrt“. Bei einer positiven Bewertung hingegen lauten die Einträge unter anderem „Fährt umsichtig“ oder „Hält vorbildlich am Zebrastreifen“. Zusätzlich können Hersteller und Farbe des Fahrzeugs, Ort und Zeitpunkt angegeben werden.

Thema wird kontrovers diskutiert

Kaum online haben schon Tausende User das Portal besucht und Bewertungen hinterlassen. Zudem wird in zahlreichen Internet-Foren über das Bewerten, das Loben, das Maßregeln oder auch das Bashing anderer Verkehrsteilnehmer eingehend diskutiert – das Portal trifft offenbar den Nerv der Zeit. Ist eine solche Plattform im Internet hilfreich oder eher verwerflich? Hilft sie vielleicht, sich einmal abzureagieren, statt wütend hinter dem Steuer zu sitzen? Viele kontroverse Meinungen dazu bestimmen derzeit die unterschiedlichsten Foren im Netz.

Genervte Autofahrer

Wer kennt das nicht – Autofahrer in Deutschland regen sich oft und gerne auf, denn niemand fährt schließlich so gut Auto wie man selbst. Eine Forsa-Umfrage1 benannte kürzlich die Top 10 Verkehrssünden der Deutschen: Rasen und Drängeln lagen dabei an der Spitze. Schnell fühlen sich manche Fahrer davon genervt, gar angegriffen oder sogar gefährdet. „Doch statt zu schimpfen, zu gestikulieren oder Anzeige zu erstatten muss es noch einen anderen Weg geben, gute oder schlechte Fahrleistungen zu benennen“, dachten sich die Macher von fahrerbewertung.de. So war die Idee zu dem Internet-Projekt geboren.

Mehr Miteinander

Das neue Web-Portal möchte zur Deeskalation im Straßenverkehr beitragen. „Etwas mehr Rücksicht und Umsicht würde den täglichen Stress auf der Straße deutlich vermindern“, so das Motiv. Der Anspruch von fahrerbewertung.de ist es, Bewusstsein für die Verantwortung jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers zu schaffen und für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr zu werben. Mehr Transparenz durch Bewertungen von Verkehrsverhalten soll ein erster Schritt dazu sein.
fahrerbewertung.de

Im Internet und als mobile Website unter http://www.fahrerbewertung.de Auch als App für Android und iOS verfügbar.
http://www.fahrerbewertung.de/statistiken/kennzeichen/BN

Aktion der KVB Köln:

Köln steht bei Rot.

Präventionsarbeit von KVB, Stadt Köln und Polizei Köln setzt auf Bewusstseinsänderung – „Ampeln schützen, wenn wir sie beachten“

Die Kölner Verkehrs-Betriebe, Stadt Köln und Polizei Köln haben am Freitag, 15. April 2016, mit der Präventionskampagne „Köln steht bei Rot!“ den Wettbewerb Prima 2016 gewonnen. An diesem deutschlandweiten Wettbewerb haben insgesamt zehn Unternehmen des ÖPNV mit innovativen und nachhaltigen Projekten teilgenommen.

Mit der Präventionskampagne „Köln steht bei Rot!“ wollen KVB, Stadt Köln und Polizei Köln dazu beitragen, Unfälle und Todesopfer durch Missachtung des Rotlichtes an Ampeln zu vermeiden. Die Kampagne, in deren Mittelpunkt rote und grüne Ampelmänner und Ampelfrauen als Pantomime agieren, startete im November 2014. Die Missachtung von Rotlicht entsteht häufig durch Unaufmerksamkeit – sei es, dass die Verkehrsteilnehmer Musik hören, mit ihrem Handy beschäftigt oder einfach in Gedanken sind. Der Einsatz der lebenden Ampelmännern und -frauen ist der erfolgreiche Ansatz, um die Menschen für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Die Kampagne richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer, an Kinder und Jugendliche genauso wie an Berufstätige und Senioren; an Fußgänger und Radfahrer ebenso wie an Autofahrer. Auch in diesem Jahr sind die Akteure an verschiedenen Aktionstagen präsent, wie zum Beispiel am Tag der offenen Tür der KVB im Mai oder am Weltkindertag im September.

Prima ist ein Zusammenschluss von ÖPNV-Unternehmen, die mit ihrem jährlichen Wettbewerb zielführende Ideen und erfolgreiche Projekte voranbringen, indem diese Verbreitung und Nachahmer in der Branche finden. Ein wesentliches Kriterium dabei ist die Einbindung der Mitarbeiter(innen) in den verschiedenen betroffenen Abteilungen.
http://www.kvb-koeln.de

Richtiges Verhalten im Stau

Von Nico Rau

Wer in NRW wohnt und oft mit dem Auto unterwegs ist, der ist Stau ja sowieso gewohnt. Und heute kommt’s noch dicker: Die Osterferien starten und damit viele Menschen in ihren Urlaub. Nicht nur in NRW, sondern auch in sechs weiteren Bundesländern und einigen Nachbarländern. Vor allem auf den Fernstraßen rund um die Ballungszentren wird es heute deshalb voll werden. Wenn es auf der Autobahn mal wieder heißt: Nichts geht mehr, dann sollten Autofahrer ein paar Tipps beherzigen.
Kündigt der Verkehrsfunk einen Stau an, dann sollten Autofahrer hinter jeder Kurve mit dem Stauende rechnen. Also: Tempo anpassen und unbedingt auf den Sicherheitsabstand achten. Ist das Stauende in Sicht, den Warnblinker anstellen, um andere Fahrer zu warnen. So lassen sich gefährliche Auffahrunfälle vermeiden. Die Rettungsgasse im Stau muss übrigens sofort gebildet werden und nicht erst, wenn der Autofahrer Sirenen hört. Bei zweispurigen Autobahnen wird die Gasse in der Mitte gebildet, bei dreispurigen zwischen der linken und der mittleren Fahrspur.

Im Stau am besten locker mit dem Verkehr mitschwimmen und nicht abrupt bremsen oder Gas geben. Rechts überholen ist nur erlaubt, wenn der Verkehr links steht oder maximal 60 km/h schnell fährt. Verkehrsexperten raten davon ab, die Autobahn bei der nächsten Ausfahrt zu verlassen. Das ist meist nicht schneller und verursacht Staus auf den Ausfallstraßen. Die Spur zu wechseln, um schneller voranzukommen, ist unsinnig. Damit verschlimmern Autofahrer den Stau nur, wenn der Hintermann eventuell bremsen oder anhalten muss, um den Spurwechsler reinzulassen. Ist der Spurwechsel unausweichlich, beispielsweise wegen einer Baustelle, dann gilt das Reißversschlussverfahren. Wichtig: Unbedingt bis an das Ende der Spur vorfahren und erst dann wechseln. Frühe Wechsler verursachen noch mehr Stau.
Auch während des Staus darf nicht ohne Freisprecheinrichtung telefoniert werden. Läuft der Motor wird ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.  Aussteigen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Ein menschliches Bedürfnis oder ein zu wickelndes Kind sind für den Gesetzgeber keine Notfälle. Das Betreten der Fahrbahn ist laut Straßenverkehrsordnung nur zur Unfallsicherung erlaubt. Bei einer Vollsperrung drückt die Polizei allerdings in der Regel ein Auge zu, wenn sich Autofahrer die Beine vertreten. Sie dürfen nur keine Rettungskräfte dabei behindern.
Richtiges Verhalten im Stau laut ADAC | mehr
Tipps zur Stauvermeidung laut Automobil-Club Verkehr | mehr

Der Fachhandel macht den Drahtesel fit und sicher

Beleuchtung und Bremsen müssen funktionieren, sonst kann es auf dem Rad rasch gefährlich werden.
10.03.2016 Bald ist es wieder soweit. Wenn der Frühling mit seinen schönen Tagen aufwartet, kommt für viele Familien, Freizeitsportler und Berufstätige die Zeit, um den Drahtesel aus dem Keller zu holen und loszustrampeln.
Nicht selten gibt es dann erst einmal Ernüchterung: die Reifen sind platt, die Kette ist rostig und die Akkus für die Beleuchtung sind leer. „Wichtig ist, dass man nicht erst nach seinem Rad schaut, wenn man losfahren will, sondern schon vorher kontrolliert, ob es in Ordnung ist“, rät Gereon Broil, Leiter des Bereichs Technik und Verbraucherschutz im Bundesvorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). „Vieles am Rad kann man selber machen, aber für einige Dinge ist es richtig, einen Fachbetrieb aufzusuchen. Da der Ansturm im Frühjahr groß ist, sind viele Werkstätten im April hoffnungslos überlastet. So ist es sinnvoll, sich möglichst bald um einen Termin zu kümmern“, sagt der Sankt-Augustiner, der vier Jahre lang Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg war.
„Sicherheit kommt zuerst, deshalb ist es ganz wichtig, die Punkte Bremsen und Beleuchtung zu kontrollieren“, sagt der E-Technikreferent im ADFC. Eine Probebremsung könne jeder Radfahrer selbst machen. Broil empfiehlt, sich dafür einen leeren Parkplatz, etwa eines Supermarktes am Sonntag, zu suchen. „Dann gilt es, richtig Tempo zu machen und dann voll in die Eisen zu gehen. Dann sieht jeder sofort, was passiert“, so der Experte. Möglicherweise erkenne der Radler dann, dass die Bremse schwergängig sei oder die Bremsbeläge verbraucht. Mit etwas Geschick ließen sich die Mängel selbst beheben, außerdem gebe es sehr gute Anleitungsvideos im Internet. „Wer das aber nicht kann, sollte unbedingt die Fachwerkstatt aufsuchen. Denn Sicherheit geht immer vor“, betont Broil.

Zweiter wichtiger Sicherheitsaspekt ist die Beleuchtung. Zum einen sei ein funktionierendes Licht Vorschrift im Straßenverkehr, zum anderen diene es dazu, gesehen zu werden. Auch bei diesem Aspekt gilt: Wer nicht geübt im Reparieren ist, sollte die Fachwerkstatt aufsuchen. „Doch jeder Radfahrer sollte sich vorher anschauen, was gemacht werden muss. Denn die lapidare Ansage an den Fachbetrieb ‚Checken Sie mein Rad mal‘ kann schnell ins Geld gehen. So eine Werkstattstunde kostet schon einmal
60 bis 
80 Euro“, GA Bonn

Ps. Ergänzung und sehr wichtig,
sagte Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn, alles richtig, aber neben der einwandfrei funktionierenden Technik sollten die Radfahrer auch unbedingt an ihre eigene Sicherheit denken und den Fahrrad Helm sowie helle, und am besten reflektierende Kleidung nicht vergessen.

Mehr Verkehrsopfer in Deutschland: „Die Leute fahren immer aggressiver“
Ein Interview von Christoph Stockburger

Autounfall
„Im Verkehr kämpft jeder gegen jeden“

Schon wieder ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen. Für den Fahrlehrer Jörg Holtmann ist diese Entwicklung zwangsläufig: Die größte Gefahr auf der Straße ist schwer zu entschärfen.

SPIEGEL ONLINE: Jahrelang ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland fast ständig gesunken. Jetzt ist sie erneut gestiegen. Warum?

Holtmann: Die Verbesserungen lagen vor allem an der Fahrzeugtechnik, zum Beispiel an Airbags und Assistenzsystemen. Aber die wichtigste Ursache für Unfälle ist vernachlässigt worden.

SPIEGEL ONLINE: Nämlich?

Holtmann: Die Autofahrer sind verantwortungslos. Als Fahrlehrer erlebe ich, dass die Leute immer aggressiver fahren. Im Verkehr kämpft jeder gegen jeden.

Tödlich verunglückte Personen im Straßenverkehr in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt (*Schätzung basierend auf Daten von Januar bis September 2015)

SPIEGEL ONLINE: Warum verhalten sich Menschen im Auto so aggressiv?

Holtmann: Dort fühlen sie sich weniger angreifbar.

SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?

Holtmann: Das Auto verleiht Anonymität. An der Supermarktkasse würde man eher nicht drängeln, selbst wenn man unter Zeitdruck steht – aus Angst vor den unmittelbaren Reaktionen. Im Straßenverkehr wird dagegen dauernd gedrängelt. Man ist abgeschottet.

Zur Person
Michael Behns

Jörg Holtmann, Jahrgang 1962, ist seit fast 30 Jahren Fahrlehrer und Inhaber einer Fahrschule in München. Seine Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag hat er in einem Buch verarbeitet: „Ein Fahrlehrer packt richtig aus!“.
SPIEGEL ONLINE: Sie haben sogenannte Fahreignungsseminare geleitet. Dort wurden Verkehrssünder auf Anordnung der Behörden hingeschickt. Welcher Typ Autofahrer begegnete Ihnen am häufigsten?

Holtmann: Die beruflichen Vielfahrer, also Taxi- und Busfahrer oder Vertreter und Außendienstmitarbeiter. Klar: Wer viel fährt, kann auch häufiger auffällig werden. Aber diese Leute fuhren vor allem wegen des Termindrucks ständig zu schnell und zu riskant.

SPIEGEL ONLINE: Was haben Sie mit ihnen in den Kursen gemacht?

Holtmann: Sie miteinander ins Gespräch gebracht. Im besten Fall kamen sie dann von selbst darauf, dass es sinnvoller ist, fünf Minuten früher loszufahren als unterwegs durch riskantes Überholen Zeit zu gewinnen. Beobachtungsfahrten halfen auch.

SPIEGEL ONLINE: Wie liefen die Fahrten ab?

Holtmann: Ein Teilnehmer fuhr, ich saß daneben und zwei andere Teilnehmer begleiteten uns. Manche sagten dem Fahrer danach, dass sie bei ihm nicht wieder ins Auto steigen würden. Dieses Feedback bringt viel mehr als Kritik vom Fahrlehrer.

Straßenverkehrsunfälle in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt (*Schätzung basierend auf Daten von Januar bis September 2015)

SPIEGEL ONLINE: Wie könnten mehr Autofahrer für die Risiken ihres Handelns sensibilisiert werden?

Holtmann: Im Schnitt sterben in Deutschland täglich zehn Menschen bei Verkehrsunfällen, die Ursachen sind häufig zu schnelles Fahren und Unaufmerksamkeit. Das muss von Politik und Medien häufiger thematisiert werden. Früher gab es die Sendung „Der 7. Sinn“ – so eine Verkehrserziehung wäre wieder nötig. In moderner Form natürlich. Die alte Sendung war ja oft etwas frauenfeindlich.

SPIEGEL ONLINE: Der ehemalige Verkehrsminister Peter Ramsauer hatte die gleiche Idee, er wollte „Der 7. Sinn“ wieder ins Programm bringen.

Holtmann: Ja, leider ist nichts daraus geworden. Ich habe mich mal mit dem Moderator einer bekannten Autoshow unterhalten und ihm vorgeschlagen, dieses Thema aufzugreifen.

SPIEGEL ONLINE: Was hat er geantwortet?

Holtmann: Dass es die Zuschauer nicht interessiert. ‚Die wollen sehen, wie man mit dem Bentley mit 320 Sachen auf der Autobahn fahren kann‘, sagte er. Dass das gefährlich ist, wollen die Leute nicht hören.

SPIEGEL ONLINE: Sie beschreiben in Ihrem Buch „Ein Fahrlehrer packt richtig aus!“ eine Szene aus einer TV-Sendung: Der Moderator Jörg Pilawa sagt, wer keine Punkte in Flensburg habe, „hat entweder viel Glück gehabt oder ist ein Verkehrshindernis“.

Holtmann: Ja, das zeugt von völliger Unkenntnis. Die ARD hat mir auf Anfrage mitgeteilt, dass Herr Pilawa hier halt etwas flapsig gewesen sei. Aber für Leute, die sich im Verkehr regelkonform verhalten, sind solche Äußerungen eine Beleidigung.

SPIEGEL ONLINE: Sie klingen etwas verzweifelt.

Holtmann: Ja, ich hoffe, dass es künftig mehr Aufklärung gibt und das Risikobewusstsein der Autofahrer wächst.

SPIEGEL ONLINE: Werden Fahrlehrer gut genug ausgebildet?

Holtmann: Die Ausbildung ist nicht mehr zeitgemäß. Ein paar Monate Theorieübungen, dann ein Praktikum in einer Fahrschule, und schon hat man die Qualifikation zum Fahrlehrer. Das müsste zwei Jahr dauern, wie bei einem anerkannten Lehrberuf. Davon würden vor allem auch die Fahrschüler profitieren und es würde die Sicherheit im Straßenverkehr fördern.

SPIEGEL ONLINE: Welcher Teil der Fahrlehrerausbildung sollten Ihrer Meinung nach ausgebaut werden?

Holtmann: Die Pädagogik. Die Fähigkeit, Menschen etwas beizubringen. Wie man über Einsicht eine Veränderung erreicht. Das wird momentan noch stark vernachlässigt.

SPIEGEL ONLINE: Viele Fahrzeughersteller entwickeln derzeit selbstfahrende Autos. Werden Fahrlehrer damit überflüssig?

Holtmann: Ja. Aber so weit sind wir vielleicht in 20 oder 30 Jahren. Ich bin dann in Rente. Wenn die Technik den Autofahrern die Verantwortung abnimmt, gibt es garantiert weniger Unfälle.

Jörg Holtmann: „Ein Fahrlehrer packt richtig aus! Über die Gefahren im Straßenverkehr und wie wir alle besser werden können“, Books on Demand, 116 Seiten, 9,95 Euro , http://www.keine-punkte.de

Anm. der RED, bestätigt leider auch unsere Erfahrungen.

Dokumentation Polizei – Den Rasern auf der Spur [2015]
https://www.youtube.com/watch?v=GvTeg6X1sJo


Drängler ohne nötigen Sicherheitsabstand auf der BAB 551

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Bonn: Es ist immer wieder erschreckend zu beobachten, wie auf der Bonner Nordbrücke, Richtung St.Augustin/Flughafen die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange bei mind.
100 km/h ohne nötigen Sicherheitsabstand fahren.Hier ist eine Massenkarambolage vorprogrammiert, sagt Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn.
Es kann nicht sein, das hier der unbedingt nötigste Sicherheitsabstand von mindestens halbem Tacho (wäre hier 50 m) nicht eingehalten wird.Nach meinen Beobachtungen sind es oft deutlich weniger als 30 m Abstand zum Vordermann.
Sicher haben wir es alle eilig um von A nach B zu kommen, allerdings sollte die Sicherheit und Leib und Leben dabei nicht ausser Acht gelassen werden, denn hier hilft auch der Sicherheitsgurt kaum.
Dieser Gesetzesverstoß passiert auf deutschen Autobahnen sicher tagtäglich, sagt Wobido weiter. Autofahrer rücken dem Fahrzeug vor ihnen ganz dicht auf und kleben ihm fast an der Stoßstange. Die sogenannten Drängler üben damit Druck aus, die Botschaft lautet: Platz da.
Nur, die Unterschreitung des Sicherheitsabstands ist strafbar – und zwar genau dann, wenn sie länger als drei Sekunden dauert. 
Diese Zeitspanne hat jetzt das Oberlandesgericht Hamm festgelegt. (Aktenzeichen: 1 RBs 78/13)
Im konkreten Fall war ein 57 Jahre alter Autofahrer zu einer Geldbuße von 180 Euro verurteilt worden, weil er auf der Autobahn bei Tempo 131 über eine Strecke von 123 Metern lediglich einen Abstand von 26 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug einhielt. Bei Geschwindigkeiten über 80 Stundenkilometer müssen Autofahrer laut Bußgeldkatalog einen Sicherheitsabstand von mehr als dem „halben Tacho“ einhalten.
Der Bussgeldkatalog ist hier eindeutig: bei 80 km/h und mehr und einem Abstand von weniger als 1/10 des halben Tachowertes kostet 320,-Euro und 1 Punkt Strafe.
Denn bei schnellerer Fahrt gelten verschärfte Vorschriften, sonst gibt es eines Tages für viele ein Böses erwachen.

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Februar 2016

Verkehrskollaps in Innenstädten

Online-Bestellungen sorgen für Stau
Von Sebastian Auer

Die Innenstädte im Ruhrgebiet sind überlastet, Autofahrer sind den täglichen Stau längst gewöhnt. Doch es könnte noch schlimmer werden. Denn die Lieferwagen der vielen Online-Bestellungen verstopfen die Straßen zusätzlich. Alternativen müssen her.

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Ein Ärgernis – Lieferwagen in der zweiten Reihe

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis einer jetzt vorgestellten Studie des Fraunhofer-Instituts in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Bochum (IHK) wenig überraschend. Der Straßenverkehr in den Innenstädten wird weiter zunehmen, bis zum Jahr 2025 werden 15 Prozent mehr Autos unterwegs sein, bei den Lastern sind es sogar 31 Prozent. Grund für den starken Anstieg des Lieferverkehrs: der Onlinehandel. Beim Fraunhofer-Institut gehen die Wissenschaftler davon aus, dass immer häufiger vor allem kleine Lieferungen über die Straße geschickt werden. Zahlreiche verschiedene Lieferwagen, die in zweiter Reihe parken – das Bild ist schon jetzt bekannt. Gleichzeitig, so die Studie, würde der Einzelhandel in den Innenstädten für die Menschen weiter attraktiv bleiben. Und die meisten würden eben mit dem Auto zum Einkaufsbummel in die Städte fahren.

Andere Städte machen es vor
Lösungen müssen also her und da kann die Verkehrsstudie als Weckruf an Wirtschaft und Politik gewertet werden. „Wir müssen uns alternative Liefermöglichkeiten überlegen. Das Ruhrgebiet traut sich bisher in diesem Bereich wenig“, sagt Christiane Auffermann vom Fraunhofer-Institut. Ein Blick in die Niederlande kann helfen. In Utrecht sind in der Innenstadt sogenannte Cargohopper unterwegs. Sie sehen aus wie eine Bimmelbahn für Touristen. Kleine Lieferwaggons, vorne ein Elektrofahrzeug. Diese Mini-Züge auf der Straße werden in einem großen Warenverteilzentrum am Rande der Stadt befüllt und fahren dann in der Innenstadt die Geschäfte ab. Der Vorteil: Weniger Lkw-Verkehr in den Städten, weniger Staus, weniger Abgase.

„Die letzten Meter sind das Problem“

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Der Lieferverkehr wird zunehmen
„Es geht um die letzte Meile“, sagt Kerstin Groß von der Bochumer IHK. Es sei wenig sinnvoll, wenn jeder Paketdienst mit seinen eigenen Transportern die Straßen verstopfe. Weil die Lagermöglichkeiten vor Ort begrenzt seien, Bestellungen von Händlern und Privatpersonen aber zunehmen würden, könne man damit rechnen, dass bald noch mehr Lieferwagen unterwegs sein werden. Cargohopper für die letzten Meter vom Logistikzentrum in die Innenstadt sind das eine, E-Bikes mit Ladeflächen eine andere Idee. Ein weiterer Vorschlag: Warenanlieferungen auf die Nacht verschieben. „Dazu muss die Politik den Mut haben, die Gesetze zu ändern. Denn bisher ist das in Deutschland kaum erlaubt“, sagt Christiane Auffermann vom Fraunhofer-Institut. Ob Arbeitnehmer und Gewerkschaften davon so begeistert wären – fraglich.

Nahverkehr wichtig

Luft nach oben sieht Auffermann auch beim Nahverkehr im Ruhrgebiet: „Paris plant eine autofreie Innenstadt, einfach weil der Nahverkehr so gut funktioniert. Wenn die U-Bahnen alle drei bis fünf Minuten kommen, bleibe das Auto öfter stehen. So lässt sich ein Verkehrskollaps im Ruhrgebiet in Zukunft auch verhindern.“ Viele gute Ideen, ob es mit der Umsetzung im Ruhrgebiet klappt, da will sich keiner festlegen. „Die Holländer sind experimentierfreudiger. Da werden Sachen einfach mal angepackt und ausprobiert“, sagt Kerstin Groß von der IHK. Zumindest die Hoffnung ist da, dass das im Ruhrgebiet auch einmal so sein wird.

Stand: 11.02.2016, 13.38 Uhr
wdr.de

Anm. der RED, der Nahverkehr sollte auch unbedingt günstiger werden !

Mobilität im Alter – Wie denken Senioren über das Autofahren?

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Automobilität ist auch im hohen Lebensalter für viele Menschen von großer Bedeutung. Sie birgt aber auf Grund physischer Einschränkungen und nachlassender kognitiver Fähigkeiten auch Risiken. Tatsächlich steigt das Unfallrisiko bei älteren Menschen mit zunehmendem Alter an.
Um herauszufinden, ob und von wem ältere Menschen eine Rückmeldung zu ihrem Fahrverhalten erhalten und Hinweise zu einer möglichen Änderung ihrer Pkw-Nutzung akzeptieren, hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) ein Forschungsprojekt durchgeführt.
Das Projekt hatte drei wesentliche Ziele:
• Es sollte untersucht werden, ob ältere Autofahrer und Autofahrerinnen auf Einschränkungen ihrer Fahrfähigkeiten angesprochen werden und wenn ja, von wem das Thema angeschnitten wird. Dabei stellte sich auch die Frage, von wem sich ältere Menschen eine Ansprache wünschen.
• Es sollten Faktoren identifiziert werden, die eine Ansprache und auch die Offenheit gegenüber einer Rückmeldung zu den Fahrfähigkeiten begünstigen oder behindern.
• Es sollte herausgefunden werden, ob das Seminarprogramm „sicher mobil“ eine Form der Ansprache ist, die von den älteren Teilnehmern als angemessen empfunden wird und auch zu Verhaltensänderungen führt.

Unfallforschung der Versicherer (UDV)
http://www.udv.de

KEIN KAVALIERSDELIKT
Wer sein Handy am Steuer nutzt, riskiert ein Fahrverbot

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Wer am Steuer telefoniert, riskiert nicht nur ein Bußgeld – es droht auch ein Fahrverbot.

Ein Fahrverbot droht nicht nur Autofahrern, die betrunken am Steuer sitzen oder viel zu schnell unterwegs sind. Auch wer während der Fahrt öfters mit dem Handy erwischt wird, muss sein Auto stehen lassen.

Jeder vierte Autofahrer telefoniert am Steuer oder liest Textnachrichten – und das, obwohl die meisten wissen, dass es verboten ist und 60 Euro Bußgeld drohen. Was jedoch nur die wenigsten wissen – wer häufiger mit dem Handy im Auto erwischt wird, riskiert auch ein Fahrverbot.

Augen auf die Strasse:

Eimonatiges Fahrverbot nach fünf Verstößen

So schnell kann es gehen: Wer innerhalb von weniger als drei Jahren fünf einfachere Verkehrsverstöße begeht, muss mit einem Fahrverbot rechnen.
Ein heute 29 Jahre alter Mann nutzte bei einer Fahrt in Hamm mit seinem Pkw im September 2014 verbotswidrig sein Handy. Für diesen Verstoß belegte ihn das Amtsgericht mit einer Geldbuße von 100 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot.
Der Hintergrund: Bereits im Januar 2012 und im März 2014 hatte der Autofahrer sein Handy verbotenerweise im Auto genutzt und dafür jeweils Bußgelder zahlen müssen. Damit nicht genug, denn in der Zwischenzeit überschritt er zudem die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts in zwei Fällen um jeweils 22 km/h. Auch für diese beiden Geschwindigkeitsverstöße wurden ihm Bußgelder aufgebrummt.

Rund ein Viertel der Autofahrer nutzt das Handy auch am Steuer. Wer sich öfter erwischen lässt, riskiert ein Fahrverbot.  Foto: dpa

Keine rechtstreue Gesinnung

Der Betroffene legte Beschwerde ein, aber das Oberlandesgericht wies diese als unbegründet zurück und stellte fest, dass gegen den Betroffenen zu Recht neben der Geldbuße auch ein Fahrverbot verhängt worden sei. Der Betroffene habe seine Pflichten als Kraftfahrzeugführer beharrlich verletzt.
Beharrliche Pflichtverletzungen lägen vor, wenn ein Verkehrsteilnehmer durch die wiederholte Verletzung von Rechtsvorschriften erkennen lasse, dass es ihm an der für die Teilnahme am Straßenverkehr erforderlichen rechtstreuen Gesinnung und der notwendigen Einsicht in zuvor begangenes Unrecht fehle.
Dabei könne neben gravierenden Rechtsverstößen auch aus einer Vielzahl kleinerer Rechtsverstöße auf eine mangelnde Rechtstreue zu schließen sein. Dies hat das Gericht im konkreten Fall (OLG Hamm, Az.: 1 RBs 138/15) bejaht und daher das Fahrverbot bestätigt. (mit Material der dpp/rk)

[ Die Entwicklung Frankfurts zum Nachlesen – in fünf Heften. Unsere Sonderreihe FR-Geschichte. ]

Besondere Vorsicht am Bahnübergang

Anbetracht der aktuellen Meldung im Bonner Generalanzeiger (siehe unten)
vom 13. Januar 2016 warnt Wolfgang Wobido von der Verkehrswacht Bonn vor den Gefahren die von Bahnübergängen ausgehen.
Mit den leider zunehmenden Ablenkungen im Strassenverkehr empfehle ich, nicht nur den Fahrzeugführern, „vor jedem Bahnübergang“ die Geschwindigkeit zu senken und unbedingt auch nach Links und Rechts zu schauen ob wirklich kein Zug/Strassenbahn sich nähert.

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Zur Erinnerung:
§ 19 STVO – Strassenverkehrsordnung
Bahnübergänge
(1) Schienenfahrzeuge haben Vorrang
1 auf Bahnübergängen mit Andreaskreuz (Zeichen 201),
2 auf Bahnübergängen über Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwege und
3 in Hafen- und Industriegebieten, wenn an den Einfahrten das Andreaskreuz mit dem Zusatzzeichen „Hafengebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang“ oder „Industriegebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang“ steht.

Der Straßenverkehr darf sich solchen Bahnübergängen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. Wer ein Fahrzeug führt, darf an Bahnübergängen vom Zeichen 151, 156 an bis einschließlich des Kreuzungsbereichs von Schiene und Straße Kraftfahrzeuge nicht überholen.

(2) Fahrzeuge haben vor dem Andreaskreuz, zu Fuß Gehende in sicherer Entfernung vor dem Bahnübergang zu warten, wenn
1 sich ein Schienenfahrzeug nähert,
2 rotes Blinklicht oder gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben werden,
3 die Schranken sich senken oder geschlossen sind,
4 ein Bahnbediensteter Halt gebietet oder
5 ein hörbares Signal, wie ein Pfeifsignal des herannahenden Zuges, ertönt.
Hat das rote Blinklicht oder das rote Lichtzeichen die Form eines Pfeils, hat nur zu warten, wer in die Richtung des Pfeils fahren will. Das Senken der Schranken kann durch Glockenzeichen angekündigt werden.

(3) Kann der Bahnübergang wegen des Straßenverkehrs nicht zügig und ohne Aufenthalt überquert werden, ist vor dem Andreaskreuz zu warten.

(4) Wer einen Fuß-, Feld-, Wald- oder Radweg benutzt, muss sich an Bahnübergängen ohne Andreaskreuz entsprechend verhalten.

(5) Vor Bahnübergängen ohne Vorrang der Schienenfahrzeuge ist in sicherer Entfernung zu warten, wenn ein Bahnbediensteter mit einer weiß-rot-weißen Fahne oder einer roten Leuchte Halt gebietet. Werden gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben, gilt § 37 Absatz 2 Nummer 1 entsprechend.

(6) Die Scheinwerfer wartender Kraftfahrzeuge dürfen niemanden blenden.

Unbeschrankter Bahnübergang: Das Signal im Andreaskreuz leuchtet, doch ein Zug ist weit und breit nicht zu sehen. Wer nun Zeit sparen will, riskiert nicht nur sein Leben. „Das Überfahren der Gleise kann 290 Euro Bußgeld kosten, wenn man dabei erwischt wird“, weiß RA Häcker aus einem aktuellen Fall zu berichten. Auch der Führerschein war dann für einen Monat weg. Wer Schranken oder Halbschranken umfährt, muss übrigens noch viel mehr zahlen: 700 Euro und drei Monate Fahrverbot blühen dem Verkehrssünder für dieses riskante Manöver.

Bei Rot über den Grünen Pfeil: 5 unterschätzte Bußgeldfallen | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/verkehr/auto-mobil/verkehrsrecht/Bei-Rot-ueber-den-Gruenen-Pfeil-5-unterschaetzte-Bussgeldfallen-article1749278.html#plx1396293493

Siehe hier:

Bahnübergang in Bonn-Duisdorf

Störung blieb ohne Folgen
Von Rolf Kleinfeld – 13.Jan 2016

DUISDORF.  Auch die Technik von Bahnübergängen und deren Signalanlagen ist nicht vor Störungen gefeit: Das gilt selbstredend auch für den Übergang am Weck-Werk in Duisdorf, der am Dienstag mit einer technischen Störung ausfiel. Sie blieb ohne weitere Folgen.

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Der Moment der Durchfahrt bei offener Schranke: Während die Ampeln Rotlicht zeigen, passiert der Zug der S-Bahnlinie 23 im Schritttempo den Bahnübergang am Weck-Werk. Auch der Zug in Gegenrichtung musste so verfahren, weil der Antrieb der Schranke defekt war. Foto: CHRISTOPH MEURER

Das Problem führte allerdings dazu, dass mehrere Züge bei offener Schranke durchfuhren. Das lief nach einem strengen internen Betriebsablauf ab. Zu ihm gehört zum Beispiel, dass der Lokführer nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren darf, während der Übergang passiert wird. Außerdem muss gehupt werden.

Aber der Reihe nach: Wie die Bahn bestätigte, trat an dem Bahnübergang gegen 9.40 Uhr eine Störung am Antrieb der Schranken auf. Techniker wurden vor Ort geschickt, die Betriebsstörung dauerte aber länger an, der Schaden konnte offensichtlich nicht so schnell repariert werden.

Probleme trotz Komplettrenovierung

Die technischen Probleme sind umso erstaunlicher, als genau dieser Bahnübergang im vorigen Jahr einer Komplettrenovierung unterzogen wurde. Wegen der Bauarbeiten war er für den Autoverkehr für acht Monate gesperrt gewesen und bekam auf diesem Weg auch eine neue Signalisierung.

Als Grund waren damals Sicherheitsbedenken angegeben worden, weil sich die auf die Rochusstraße/B 56 abbiegenden Fahrzeuge häufiger bis auf den Bahnübergang zurückstauten. Im Zuge der Umstellung der Stellwerkstechnik auf den neuen zweigleisigen Bahnbetrieb und der Erneuerung des Bahnüberganges war außerdem der Bestandsschutz der alten Anlage erloschen, gab die Deutsche Bahn seinerzeit zu bedenken.
Nach den bei Neubauten geltenden Regeln der Technik gehöre hierzu besonders die ausreichende Möglichkeit zur Räumung des Übergangs für Fahrzeuge. „Die Beibehaltung der vorhandenen Räumstrecken ist hiernach nicht mehr zulässig“, sagte ein Bahnsprecher damals, bevor der Umbau begann.

Diese Arbeiten hatten im vorigen Jahr viele Autofahrer Nerven und bis August viele Umwege gekostet, auch viele ortsansässige Betriebe in Duisdorf litten darunter. Dass der neue Bahnübergang mit der ebenfalls neuen Signaltechnik jetzt auch Macken aufweist, mag in diesem Kontext ein reiner Zufall sein.

Gefährlich jedenfalls war die Situation nicht. Auch in der Bonner Südstadt hatte es vor einigen Jahren mal Probleme mit den Bahnübergängen gegeben, sodass mehrere Züge auch dort bei offener Schranke durchfuhren. Das sorgte seinerzeit für Wirbel.

Sicherheit steht im Vordergrund

Die Bahn betonte am Dienstag, dass der Übergang bei offener Schranke nach einem intern vorgegebenem Procedere ablaufe, bei dem die Sicherheit ganz oben steht. Ganz nebenbei: Verspätungen auf der Strecke seien dadurch nicht entstanden.

Gleichwohl sind die Menschen mit dem erneuerten Übergang nicht zufrieden. Das liegt aber daran, dass die Schranken länger als früher unten sind und die Bürger bis zu zehn Minuten warten müssen, bis sie wieder nach oben gehen. Die Hardtberger Politiker hatten erst im November beschlossen, dass die Stadt sich mit Verbesserungen beschäftigen soll.

Angesichts des laufenden Planfeststellungsverfahrens, in dem auch die von der Bahn vorgesehene endgültige Schließung dieses Bahnübergangs untersucht wird, sagte CDU-Ratsherr Bert Moll kürzlich bei einem Ortstermin: „Oberste Priorität hat für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis weiterhin der Erhalt des Übergangs.“

Artikel vom 13.01.2016

Bahnübergang in Duisdorf: Störung blieb ohne Folgen | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/hardtberg/duisdorf/Stoerung-blieb-ohne-Folgen-article1801388.html#plx502428572

Störung am Bahnübergang – 22.Nov.2006

22 Züge fahren in der Bonner Südstadt bei offener Schranke durch – Fehler nicht gefunden

Bonn. Der Vorfall Ende September, als ein Güterzug am Bahnübergang Lessingstraße bei geöffneter Schranke durchfuhr, ist offenbar kein Einzelfall gewesen ( der GA berichtete). Auch am 17. November schloss sich eine Schranke nicht, so dass Züge vor dem Bahnübergang Königsstraße anhielten, Signale abgeben mussten und mit Schrittgeschwindigkeit durchgefahren sind.

Bahnsprecher Gerd Felser bestätigte, dass es eine Störung an der Radaranlage des Bahnübergangs Königstraße zwischen 13.19 und 15.40 Uhr gegeben habe. Deshalb ließen sich die Schranken fast zweieinhalb Stunden nicht schließen.
„Fahren auf Befehl“ ordnete der Fahrdienstleiter daraufhin an, 22 Züge hätten den Übergang bei geöffneter Schranke passiert. Nach Angaben eines Zeugen sollen aber mindestens zwei Güterzüge mit unverminderter Geschwindigkeit durchgefahren sein. Ein Fehler wurde von Technikern laut Bahnsprecher nicht gefunden.

Artikel vom 22.11.2006

Störung am Bahnübergang | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Stoerung-am-Bahnuebergang-article114153.html#plx436445300

Sicher durch Herbst und Winter

Selbstgereimtes:
Alle Jahre wieder überrascht uns die Winterzeit
Auch Mensch und Auto sind davon nicht befreit

Winter2

Die Uhr wird wieder zurückgedreht
der Biorytmus kaltgestellt

Regen, Nebel ,Nässe frühe Dunkelheit
erfordern die volle Aufmerksamkeit

Winterreifen mit mindestens 4 mm und intaktes Licht
ist die Erste Bürgerpflicht

Die Pupillen trübe,der Lichtbedarf steigt
besonders in der Seniorenzeit

Gutes Sehen und gesehen werden
zeigt den versierten Vk Teilnehmer

Klirrende Temperaturen und Schnee und Eis
sind purer Stress wie Man weiß

Zugefrorene Scheiben, klamme Finger
so ist das im Winter

Durchdrehende Räder längere Bremswege
kommen uns ins Gehege

Kühler Frostschutz und Wischerblätter
prüfen lassen ist für den Meister eine gute Sache

Ausserdem gehören:
Eiskratzer
• Abdeckfolie für die Windschutzscheibe
• Schneebesen
• Enteisungsspray
• Warme Decke
• Abschleppseil
• Starthilfekabel
mit an Bord, erst dann sollten Sie fort

Co.WoWo

Die am häufigsten nicht beachtende Verkehrsvorschriften
Es gibt Verkehrsvorschriften die kaum bekannt sind, wenig von der Polizei kontrolliert werden und demzufolge auch nicht Sanktioniert.

Wie: Verhalten am Warnblinkenden Bus – Keine Schrittgeschwindigkeit
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Im Verkehrsberuhigten Bereich – keine SchrittgeschwindigkeitImage 14.02.16 at 18.34

Grüner Pfeil – nicht angehalten

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Stoppschild nicht angehalten

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Fahrradfahrer – gegen die Fahrtrichtung fahren,rote Ampel ignorieren,in Füssgängerzonen nicht absteigen,auf gemeinsamem Rad/Fussweg rücksichtslos

Bahnübergänge – passieren ohne Geschwindigkeitsreduzierung

Reissverschlussverfahren – falsch anwenden – zu früh einfädeln

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BAB Beschleunigungsstreifen – nicht beschleunigen, nicht (Ausnahmsweise erlaubt) rechts überholen

BAB – zu dichtes Auffahren

Parken – gegen die Fahrtrichtung

Co.WoWo

BN/SU Blitzanlage auf der Autobahn wird zum Kassenschlager:

180 mal am Tag macht es „klick“
Von Tobias Al Shomer
Seit knapp zwei Wochen ist er im Einsatz: der „Super-Blitzer“ auf der A 59 bei Sankt Augustin-Meindorf. An der Stelle ist Tempo 100 vorgeschrieben, nur bislang hat sich kaum einer der wöchentlich 286 000 Autofahrer daran gehalten. Jetzt hat das Straßenverkehrsamt eine erste Bilanz gezogen.

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A 59: Eine erste Bilanz
• Video: „A 59: Eine erste Bilanz“ in größerer Darstellung

Mit bis zu 2000 Fotos pro Woche hatte der Rhein-Sieg-Kreis gerechnet. Und das war nicht zu hoch angesetzt: 1800 Fotos von Rasern hat der neue Blitzer bislang geliefert und somit mindestens 130 000 Euro Einnahmen in nur zehn Tagen „eingespielt“.
Mehr als die Hälfte der Geblitzten war im Bußgeldbereich unterwegs. Das bedeutet, dass sie mindestens 21 Kilometer pro Stunde zu schnell waren. Sie müssen mindestens knapp 100 Euro zahlen. Der schnellste Raser wurde mit Tempo 160 vom Radarstrahl erfasst. Er muss 440 Euro bezahlen und für zwei Monate den Führerschein abgeben
http://www.wdr.de

SMS am Steuer kann tödlich sein

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Polizei und Fahrschulen beschreiben den Zustand als alarmierend :
Von Ann-Kathrin Stracke

Immer wieder lassen sich viele von uns durch ihr Handy ablenken. Auch beim Autofahren. Fahrschulen und Polizei beschreiben den Zustand als katastrophal. Fahrschulen in Bonn weisen deswegen in ihren Theoriestunden zusätzlich auf diese Gefahr hin. Die Fahrschüler wissen das, und doch geben viele zu: Ihre Freunde nutzen das Handy – auch während der Fahrt.
„Meine Freunde holen das Handy einfach während der Fahrt aus der Tasche und schreiben Nachrichten oder hören Musik darüber“, sagt Tommy Wehmeyer. Der 22-Jährige sitzt in der Theoriestunde in Reiners Fahrschule in Bonn. Er weiß, dass es verboten ist. Und trotzdem weist er seine Freunde selten darauf hin, dass sie ihr Handy wegpacken sollen: „Angst habe ich nicht, ich vertraue meinen Freunden.“
Volkssport: Handy am Steuer
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Fahrlehrer Reiner Herfurt mit einer Fahrschülerin
„Beim Autofahren das Handy zu nutzen, ist zum regelrechten Volkssport geworden“, sagt Fahrlehrer Reiner Herfurt und ergänzt : „Es ist eigentlich schon einfacher, mit den Fahrschülern die Leute zu zählen, die kein Handy am Ohr haben.“
Reiner Herfurt ist ein ruhiger Fahrlehrer. Dass das Handy oder auch andere technische Geräte am Steuer nicht genutzt werden, ist ihm ein großes Anliegen. Seinen Fahrschülern rechnet er immer vor: „Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h legt ihr in einer Sekunde ca. 15 Meter zurück. Schaut ihr also nur drei Sekunden auf euer Handy-Display sind es schon knapp 50 Meter. Das kann innerorts sehr gefährlich, ja lebensgefährlich, sein.“
Bei Verstoß: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg
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Auch das Telefonieren während der Fahrt ist verboten
Die Polizei Bonn bestätigt dieses Verhalten. Im vergangenen Jahr hat sie allein in Bonn 3.234 Verstöße wegen Handynutzung am Steuer registriert. Bis Oktober 2014 waren es 2.700 Verstöße. Hinzu kommt die Anzahl derjenigen, die nicht erwischt werden. „Die Handynutzung im Straßenverkehr ist nach meinem Empfinden häufig katastrophal. Die Verkehrsteilnehmer kümmern sich überhaupt nicht um den reinen Verkehrsfluss, sind absolut unaufmerksam und benutzen häufig das Handy“, beobachtet Knut Schmidt, Leiter des Verkehrsdienstes bei der Polizei Bonn.
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SMS schreiben während der Fahrt kann tödlich enden
Erwischt die Polizei Autofahrer mit einem Handy in der Hand während der Fahrt, kostet das 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Inzwischen gibt es Initiativen von Verkehrspolitikern, diese Summe noch zu erhöhen, weil sie ihnen zu wenig abschreckend erscheint. Bei acht Punkten ist der Führerschein weg.
Auch das lernen Tommy Wehmeyer und die anderen Fahrschüler abends in der Theoriestunde. Ihr Handy, sagen sie, wollen sie versuchen, während der Fahrt nicht zu nutzen, wenn sie ihre Führerscheinprüfung bestanden haben und selbst fahren dürfen. Ihr Fahrlehrer Reiner Herfurt ist gespannt, ob sie ihr Wort auch nach der Fahrprüfung wirklich halten.
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http://www1.wdr.de/studio/bonn/themadestages/toedliche_sms110.html

Winterreifenpflicht
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein Sommerreifen wintertauglich ist, wenn er noch ausreichend Profil hat. Zudem gilt in Deutschland seit 2010 die Winterreifenpflicht. Winterreifen haben nicht nur ein besonders tiefes, sondern vor allem ein ganz spezielles Profil: Kleine Rillen in der Lauffläche greifen besonders gut auf Schnee und Eis und leiten Flüssigkeit in große Rillen, durch die das Wasser nach hinten weg geführt wird. Ein Aufschwimmen des Wagens – das gefürchtete Aquaplaning – wird dadurch verhindert. Kleine Lamellen im Profil beißen sich in Schnee und Eis fest und sorgen für noch mehr Halt auf der Fahrbahn. Aber nicht nur das Profil macht den Winterreifen aus. Das Material besteht aus einer speziellen Gummimischung mit mehr Naturkautschuk. Dieses bleibt auch bei sehr niedrigen Temperaturen weich und griffig. Wie ein weicher Radiergummi mehr Abrieb und Griff auf dem Papier hat als ein harter, hat auch ein weicher Reifen mehr Griff auf dem Asphalt.

Der 1-Euro-Test
Vergrößern
Um gut durch den Winter zu kommen, noch ein paar zusätzliche Tipps:
• Schon im Oktober müssen Sie in ganz Deutschland mit erstem Bodenfrost rechnen. Bereits dann sollten also die Winterreifen aufs Auto.
• Sind Ihre Winterreifen noch fit? Nach spätestens vier Jahren sollten Sie sich einen neuen Satz zulegen. Und vorher jedes Jahr das Profil messen. Mit einem 1-Euro-Stück geht das ganz leicht. Einfach ins Profil stecken – wenn der goldene Rand der Münze komplett im Profil verschwindet, sind noch mindestens vier Millimeter drauf und der Reifen kann die kommende Saison noch gefahren werden.
• Prüfen Sie zu Beginn des Winters den Luftdruck im Reifen. Er sollte bei Winterreifen etwa 0,2 bar höher sein als bei Sommerreifen.
• Erst Mitte April ist die Zeit gekommen, wieder auf Sommerreifen zu wechseln – erst dann ist auch die Zeit der Nachtfröste vorbei.
Der Fahrzeugcheck für die dunkle Jahreszeit
Natürlich gehören noch andere Dinge als nur die Winterreifen zu einem winterfesten Fahrzeug. Gerade wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, sollten Sie unbedingt auch die folgenden Punkte regelmäßig überprüfen:
• Sind alle Lampen in Ordnung?
• Stimmen Öl- und Kühlwasserstand?
• Sind Frostschutz in Kühlwasser und Scheibenwaschanlage ausreichend (beides kann die Tankstelle messen)?
• Stimmen Säuregehalt und Spannung der Batterie?
Erst wenn alles in Ordnung ist, ist ihr Auto bereit für Schnee und glatte Straßen.
Lars Tepel, Stand vom 07.08.2014

Gefährdungsbeurteilung und Riskobewertung organisierter Mobilität.

Sicherheit fördern – Unfälle vermeiden
GUROM ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Projekt GUROM strebt an, Sie darin zu unterstützen, Unfälle auf dem Arbeitsweg, auf dem Weg zur Schule und auf dienstlichen oder betrieblichen Wegen zu verhindern.

Damit dient GUROM als unterstützendes Instrument für:
Arbeitgeber, die ihrer Verpflichtung zu einer Gefährdungsbeurteilung im Bereich der betrieblichen Verkehrssicherheit nachkommen
Beschäftigte in Unternehmen / Organisationen, die die Gefährdungen der Verkehrssicherheit ihrer Organisation sowie ihrer eigenen Person erkennen und vermindern wollen
Privatpersonen, die ihr persönliches Gefährdungsprofil bezüglich Verkehrssicherheit ermitteln und Unterstützungsmaßnahmen kennen lernen möchten
Eltern, Lehrer und Schulkinder, die die Sicherheit des Schulweges erhöhen wollen
Genaue Diagnose – passende Maßnahmen

Projekt:http://gurom.de/

WM-Dekoration Nicht alle Fahnen sind beim Auto erlaubt


Von René Kohlenberg Schön anzusehen, aber eigentlich verboten. Große Fahnen, die den Verkehrsteilnehmern die Sicht nehmen könnten, sind tabu. Foto: dpa
In wenigen Tagen geht es los. Am 12.6. startet die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Auch in Deutschland steigt das WM-Fieber. Viele werden auch ihre Autos wieder mit Fahnen und Schals schmücken. Dabei ist jedoch einiges zu beachten. Lesen Sie hier, was erlaubt ist.

Die gute Nachricht zu erst: Die farbenfrohe Deko ist erlaubt. Allerdings nur, solange sie die Sicht beim Fahren nicht behindert oder andere gefährdet. Generell gilt: Der Fahrer muss sicherstellen, dass seine Sicht und sein Gehör durch die Mitfahrer und die Dekoration („Ladung“) nicht beeinträchtigt werden (§23 StVO).
Doch Vorsicht: „Fähnchen können leicht abreißen und Unfälle verursachen, wenn sie auf die Frontscheibe eines dahinter fahrenden Fahrzeugs oder das Visier eines Motorradfahrers fliegen“, sagt Karl Walter, Kfz-Experte beim Infocenter der R+V Versicherung.

Er rät deshalb, die Befestigung zwischendurch zu überprüfen und die Fähnchen vor Autobahnfahrten besser abzunehmen. Laut Straßenverkehrsordnung ist Flagge zeigen grundsätzlich erlaubt. Besonders verbreitet sind Fähnchen, die ins Fenster geklemmt werden.
Im Stadtverkehr sind sie in der Regel sicher. Bei hoher Geschwindigkeit auf Schnellstraßen und Autobahnen können sie sich aber selbstständig machen und nachfolgende Autofahrer gefährden. Zudem sollten Fans bei sommerlichen Temperaturen daran denken, nicht das Fenster herunterzukurbeln – die Fähnchen können wegfliegen.
Anders ist die Situation bei großen Flaggen mit langen Stangen: Sie sind im und am Auto verboten. „Auch im Autokorso bei niedriger Geschwindigkeit ist das Schwenken tabu. Die Fahnen behindern die Sicht, lenken ab und die Fahnenstange kann andere Fans und Verkehrsteilnehmer verletzen“, so Walter. Autofahrer sind selbst dafür verantwortlich, mögliche Gefahrenquellen abzuschätzen.
Wer Riesenbanner an einer langen Stange aus dem Fenster ragen lässt, muss Ärger mit der Polizei einkalkulieren. Laut § 22 der StVO dürfen Fahrzeug samt „Ladung“ – also Fahne – nicht breiter als 2,55 Meter sein.
Walter empfiehlt, beim Kauf von Wimpeln, Flaggen und Co. unbedingt auf gute Qualität zu achten. „Insbesondere bei der Halterung gibt es große Unterschiede. Um Billigware aus dem Ausland sollten Fans besser einen großen Bogen machen.“

Die Vuvuzela war bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika das Fanutensil schlecht hin. Wohl nur die wenigsten Anhänger würden sie bei dieser WM vermissen. Foto: dpa
Neben Fahnen sind auch Spiegelüberzieher – sogenannte Car-Bikinis – für das Auto in Schwarz-Rot-Gold während der Fußball-WM sehr populär. Fahrer dürfen sie aber nur anbringen, wenn dadurch nicht die Blinkleuchten verdeckt werden. Darauf weist der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) hin. http://www.fr-online.de/auto/wm-dekoration-nicht-alle-fahnen-sind-beim-auto-erlaubt,1472790,27336074.html

Bundestrainer: Joachim Löw muss Führerschein für sechs Monate abgeben

Bundestrainer Löw: „Ich habe meine Lektion gelernt und werde mein Fahrverhalten ändern“

Der Bundestrainer hat Fahrverbot: Joachim Löw musste wegen wiederholter Tempoverstöße seinen Führerschein abgeben. „Es gibt da nichts schönzureden“, sagt der 54-Jährige.
Hamburg – Zu viele Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei: Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw hat seinen Führerschein für sechs Monate abgeben müssen. „Selbstverständlich stehe ich dazu, dass ich manchmal leider zu schnell gefahren bin; ich weiß, dass ich mich hier zügeln muss“, sagte der 54-Jährige laut einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
http://www.spiegel.de

Führerscheinentzug bei Jogi Löw: „Eine beachtliche Negativleistung“
Ein Interview von Michail Hengstenberg

Joachim Löw muss seinen Führerschein abgeben. Der Verkehrssoziologe Alfred Fuhr erklärt, wie ernst man die Verkehrsverstöße des Bundestrainers nehmen muss – und dass seine Vorbildfunktion empfindlich beschädigt ist.

DPA
Bundestrainer Joachim Löw am Steuer.
SPIEGEL ONLINE: Herr Fuhr, was können Sie aus Sicht eines Verkehrssoziologen dazu sagen, dass unserem Bundestrainer, Joachim Löw, sein Führerschein wegen wiederholter Verkehrsverstöße abgenommen wurde?

Fuhr: 18 Punkte zu erreichen, also das Maximum, das ist schon eine beachtliche Negativleistung. Gleichzeitig ist ein derartiges Verhalten in dem Arbeitsumfeld, in dem sich Herr Löw aufhält, durchaus verbreitet. Oliver Kahn hat es einmal geschafft, an einem Tag mehrfach geblitzt zu werden. Für mich ein echtes Phänomen. Bei den meisten Autofahrern hält so ein Schuss vor den Bug zumindest mal einen Tag an und führt zu einer Änderung in ihrem Fahrverhalten. Aber im gehobenen Management ist eine gewisse Überheblichkeit Dingen wie der Straßenverkehrsordnung gegenüber nicht unüblich.
SPIEGEL ONLINE: Aber es begehen ja nicht nur Manager Tempoverstöße.
Fuhr: Man muss hier differenzieren. Zwischen moderaten Tempoverstößen, bei denen die Fahrer bewusst schneller fahren als erlaubt, aber in einem Bereich, der nicht mit Punkten geahndet wird. Dann gibt es die drastischen Tempoverstöße. Ein typisches Beispiel: Der verantwortungsvolle Familienvater, dessen Kind im Kindergarten von der Schaukel gefallen ist und der deswegen meint, jetzt moralisch im Recht zu sein und sich über Regeln hinwegsetzen zu dürfen. Weil er schnell nach Hause will, um das Kind zu trösten. Bei hochbezahlten Managern ist diese Neigung, sich über Regeln zu erheben oder sich eigene Regeln zu schaffen, ausgeprägt – das zeigen empirische Untersuchungen. Der Ausnahmezustand des Familienvaters ist bei ihnen der gefühlte Normalzustand. Herr Löw ist als Aushängeschild des DFB und Hoffnungsträger von vielen Deutschen in einer „Über-Funktion“. Zudem ist er sicher mit einem randvollen Terminkalender belastet und damit für ein derartiges Verhalten prädestiniert.
ZUR PERSON

DPA
Alfred Fuhr, 54, ist Verkehrssoziologe. Von 1998 bis 2010 leitete er das AvD-Institut für Verkehrssoziologie und veröffentlichte verschiedene Forschungsarbeiten. Seit 2011 ist er freiberuflich als Berater mit dem Spezialgebiet Verkehr, Mobilität und Verkehrssicherheit tätig.
SPIEGEL ONLINE: Auf Herrn Löw übertragen würden Sie also sagen, er hat die Warnhinweise, die es bei derartigen Delikten gibt, nicht ernst genommen?
Fuhr: Das muss man annehmen, denn so ein drastischer Schritt wie der Führerscheinentzug kommt ja nicht überraschend. Jede Eintragung in Flensburg wird dokumentiert, in einem Brief dem Delinquenten auch mitgeteilt. Bei den meisten Menschen setzt spätestens nach dem zweiten oder dritten Vergehen die Erkenntnis ein, dass hier etwas schief läuft und sie gegensteuern müssen. Bei Herrn Löw hat es diese Erkenntnis offensichtlich nicht gegeben. Das finde ich besonders verwunderlich, wenn man bedenkt, in welcher Position Herr Löw sich befindet.
SPIEGEL ONLINE: Was meinen Sie damit?
Fuhr: Als Vertreter des DFB hat er eine besondere Sorgfaltspflicht. Er sollte ein Vorbild sein. Es gibt doch so viele hehre Grundsätze, die er als Fußballer verkörpern soll. Kein Foulspiel, kein Rassismus, null Gewalt – all das sind ja Slogans, die der Sport für sich beansprucht und die zu Herrn Löws Verhalten im Straßenverkehr offenkundig nicht passen. Es wundert mich allerdings auch, dass der DFB dort nicht früher eingegriffen hat.
SPIEGEL ONLINE: Welche Möglichkeit hätte der Verband denn gehabt?
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Fuhr: Ich gehe davon aus, dass Herr Löw zumindest einige seiner Verkehrsverstöße in einem Dienstwagen begangen hat. Derlei Dinge werden aber in vielen Firmen heute genau im Blick behalten. Wenn ein Dienstwagen in die Strafverfolgung kommt, werden die Fahrer in der Regel zum Fahrdienstleiter oder Vorgesetzten bestellt und müssen sich erklären. Das ist inzwischen Usus.
SPIEGEL ONLINE: Der DFB scheint die Sache, sicher auch im Hinblick auf die bevorstehende WM, eher herunterspielen zu wollen. In seinem Statement sagt Löw, er „stehe zu seinen Verfehlungen“, als sei das Zugeben allein schon Ehrenrettung, und er „habe seine Lektion gelernt“. Glauben Sie ihm?
Fuhr: (lacht) Nein, leider nicht. Wenn Herr Löw bereit wäre, Lektionen zu lernen, dann hätte er gar nicht erst 18 Punkte angesammelt. Das muss man ganz klar so sagen.

Ps.Was Wir immer schon wussten?

Foto als Mutprobe: Polizei warnt vor Handyfotos an Bahngleisen

13.05.2014 14:03   –   Diana Niedernhöfer und Peter Zschunke, dpa
Das BKA schlägt Alarm: Immer mehr Mädchen setzten für eine Handy-Aufnahme im Gleisbett das Leben aufs Spiel. Bereits vier Todesfälle junger Mädchen ließen sich in den vergangenen drei Jahren auf diesen Trend zurückführen.
Bild: Bundespolizei
Um ihre Freundschaft in sozialen Netzwerken möglichst dramatisch zu inszenieren, fotografieren sich Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren immer häufiger mit ihren Handys auf den Gleisen. Vor allem bei Mädchen sei dieses Phänomen verbreitet. Darauf hat die Bundespolizei auf einer Fachkonferenz zur Vorbeugung von Kriminalität und Gewalt in Karlsruhe aufmerksam gemacht. Zum Auftakt des an zwei Tagen veranstalteten Deutschen Präventionstags in Karlsruhe berieten rund 3000 Teilnehmer über aktuelle Fragen der öffentlichen Sicherheit.
Gefahren unterschätzt
„Sie sind sich der Gefahr nicht bewusst“, sagte Michaela Hofmeister von der Bundespolizei zu den riskanten Fotos auf dem Gleis. So seien die Züge schneller da, als die Jugendlichen sich das vorstellen könnten: Bei einer Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern seien es für 100 Meter nur 2,27 Sekunden. Viele Züge wie etwa Güterzüge stünden zudem nicht auf den Fahrplänen.
Vier Todesfälle junger Mädchen in den letzten drei Jahren ließen sich auf diesen Trend zurückführen, sagte die Polizeiobermeisterin aus Rosenheim. Die Bundespolizei geht daher in die Schulen, um Schulklassen vor den Gefahren zu warnen. „Wir hoffen, dass sich die Informationen wie ein Schneeball durch Mund-zu-Mundpropaganda unter den Jugendlichen verbreitet“, sagte Hofmeister.
Untersucht wurde das Phänomen vom Sprachwissenschaftler und Soziologen Martin Voigt. Bei der Arbeit an seiner Disseration stieß er bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken auf gleichartige Bilder von Mädchen auf Gleisanlagen. (keh)
• Mehr zum Thema:
http://www.heise.de/foto/meldung/Foto-als-Mutprobe-Polizei-warnt-vor-Handyfotos-an-Bahngleisen-2188039.html

Kommunalwahl-Thema Verkehr
Politiker setzen vor allem auf die Stärkung des ÖPNV

Von Cem Akalin
BONN. Nicht nur Autofahrer merken es bei der kleinsten Störung im Verkehrsnetz der Region: Die Hauptstraßen sind längst an der Kapazitätsgrenze angekommen. Auch viele Linien des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) fahren an der Belastungsgrenze.
Welche Wege aus dem Stau sehen die Parteien? Die Ansätze sind unterschiedlich. Foto: Max Malsch (GA-Archiv)
Welche Wege aus dem Stau sehen die Parteien? Die Ansätze sind unterschiedlich. Foto: Max Malsch (GA-Archiv)

Und die Prognosen sagen Bonn und der Region weiteren Zuwachs voraus. Laut aktuellem Zensus des Statistischen Landesamts verlassen 27,1 Prozent der Bonner die Stadt, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, 51,6 Prozent der in Bonn Beschäftigten kommen aus dem Umland.

Wie geht es also in Zukunft weiter mit dem Verkehr? Wo liegen die Lösungen? Gutachter mahnen schon seit Jahren eine weitere Rheinbrücke an. In einem Gutachten wird eine für Bahn- und Autoverkehr gekoppelte Rheinquerung zwischen Wesseling und Niederkassel angeregt.
Weitere Links

Hier schlägt das Herz der Stadt
Wahlamt ist für den 25. Mai gut gerüstet

Laut Experten fehlen den NRW-Kommunen für ihre Stadt-, Straßen- und U-Bahnen in den kommenden Jahren 1,1 Milliarden Euro – und das nur für dringende Sanierungsmaßnahmen. Dabei besteht gerade in Ballungsgebieten eine dringende Notwendigkeit, den ÖPNV auszubauen.

Ein Gutachten von Ende 2010 empfahl unter anderem eine Streckenführung der Stadtbahnlinie bis Mehlem. Das würde 67 Millionen Euro kosten. Und es schlug vor, die Bahnlinie 62 (Dottendorf-Beuel-Oberkassel/Römlinghoven) in zwei Linien zu teilen. Eine würde wie bisher fahren, die zweite aber über die Südbrücke nach Bad Godesberg. Die Fahrzeit von Beuel Bahnhof bis Bad Godesberg würde so nur 16 Minuten dauern. Auch einen Linientausch von 66 und 16/63 schlugen die Gutachten vor: Die Linie 66 würde dann nicht mehr wie heute von Siegburg über Bonn nach Ramersdorf, sondern bis Bad Godesberg durchfahren. Dafür würde die Linie 16/63 von Köln über Tannenbusch und Hauptbahnhof bis Ramersdorf beziehungsweise Bad Honnef verkehren.

Was hilft der Region aus dem Verkehrsproblem? Ist es doch der alte Plan von der Südtangente? Was sind die dringlichsten mittelfristigen und langfristigen regionalen Verkehrsprojekte aus Sicht der Politiker? Wie stehen sie zu einem flächendeckenden Tempo 30 in Bonn?
Das sagt die CDU

„Wir setzen vor allem auf eine weitere Stärkung des ÖPNV und des Schienenverkehrs. Mit der S 13, der RB 23, aber auch den beidseitigen Taktverdichtungen auf der DB-Strecke nach Köln und dem Bau eines neuen Haltepunktes »Regierungsviertel« wird eine Verbesserung zutage treten. Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und ein Busbahnhof in Beuel tragen zur Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten bei“, sagt CDU-Kreisverbandschef Christos Katzidis.

„Wir befürworten eine weitere Rheinquerung nördlich oder südlich von Bonn. Dies würde uns von überregionalem Verkehr stark entlasten. Ein Ennertaufstieg und auch eine Nordspange zwischen Flughafenautobahn und A 3 könnten den überregionalen Verkehr kanalisieren und die Ortslagen entlasten. Die Umsetzung der Südtangente sehen wir zurzeit nicht als vordringliche Aufgabe – wollen aber langfristig die Möglichkeit dazu offenhalten. In der Verkehrsentwicklungsplanung gibt es viele konkrete Verbesserungsvorschläge. Diese wollen wir konsequent umsetzen. Wir haben flächendeckend Tempo-30- Zonen in Wohngebieten eingeführt. Auf Hauptverkehrsstraßen mit Buslinien hat sich Tempo 50 bewährt.“
Das sagt die SPD

„An vorderster Stelle rangieren für uns klar die S 13, eine bessere Vertaktung linksrheinisch, eine bessere Anbindung für den Hardtberg und der mehrspurige Ausbau der bestehenden Autobahnen, der A 59 und der A 565. Die Südtangente lehnen wir ab. Sie ist nicht finanzierbar, ökologisch nicht verträglich und spaltet Wohngebiete. Alternative ist der Autobahnausbau“, so Werner Esser, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

„Eine zweite Rheinquerung sollte auch eine für den Schienenverkehr sein. Sie müsste in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Wir brauchen intelligente Verknüpfungen zwischen Rad, ÖPNV und Auto (zum Beispiel Car-Sharing und Bike & Ride). Durch Radwegebau kann viel Mobilität für wenig Geld geschaffen werden. Mehlem sollte über den Bahnhof, der Beueler Süden über eine neue Line 64 angebunden werden. Die 62 ist ausgelastet. Ein Tausch der 66 und 16/63 hätte Vorteile. Uns ist ein Ausbau des Schienenverkehrs lieber als eine bloße Umverteilung der Kapazitäten. Tempo 30 in Wohngebieten hat sich bewährt. Die überörtlichen Hauptverkehrsstraßen sollten nicht generell mit Tempo 30 ausgestattet werden.“
Das sagen die Grünen

„In Bonn muss die Verkehrswende gelingen, hin zu den umwelt- und menschenfreundlichen Verkehrsmitteln. Dass es so nicht mehr weitergeht wie bisher, kann man in Bonn jeden Tag erleben. Mehr Straßen helfen da nicht weiter; sie wären in kurzer Zeit wieder voll. Das von uns propagierte Konzept der Fahrradhauptstadt, das bisher vom OB ausgebremst wird, muss von der Verwaltung umgesetzt werden“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Ratsfraktion, Rolf Beu.

„Auch ist der öffentliche Nahverkehr auszubauen, damit er für die Menschen als bessere Alternative erkennbar ist. Die Südtangente ist ein Verkehrsprojekt aus der Mottenkiste der 1960er-Jahre. Weder finanziell, ökologisch noch stadtgestalterisch vertretbar. Es würde nicht nur wertvolle Naturräume zerstören, sondern auch die Stadt zerschneiden. Als Bundesfernstraße würde sie die Autobahnen A 3 und A 61 verbinden und internationalen Lkw-Fernverkehr mitten durch die Stadt führen. Ob die Region wirklich eine weitere Rheinquerung benötigt, ist strittig, und wenn, dann als kombinierte Straßen-/Bahnbrücke. Realisierungszeitraum: 20 bis 30 Jahre.“
Das sagt die FDP

„Die FDP setzt sich für den Autobahnbogen Bonn ein. Wir fordern, die A 565 und die A 59 sechsspurig auszubauen. Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Anschluss Bonns an das S-Bahn-Netz (S 13). Aufgrund der enormen Kosten sind die linksrheinischen Tunnelüberlegungen nur langfristig umsetzbar und damit für eine kurzfristige Lösung der Verkehrsprobleme nicht geeignet. Der Ennertaufstieg würde eine wesentlich leichter zu finanzierende Lösung der rechtsrheinischen Verkehrsprobleme bieten“, sagt der FDP-Planungssprecher Frank Thomas.

„Die FDP sieht die Notwendigkeit einer weiteren Rheinquerung in der Region. Wir wollen das Stadtbahnnetz ausbauen und modernisieren. Zum Beispiel wollen wir die Stadtbahnlinie 63 nach Buschdorf verlängern. Die Linie 61 soll über Dottendorf weiter nach Friesdorf fahren. Die Stadtbahn von Bad Godesberg wollen wir oberirdisch Richtung Mehlem fortsetzen. Wir fordern, die Planungen zur Hardtbergbahn aus städtebaulichen und finanziellen Gründen sofort zu stoppen. Eine Tieferlegung der Stadtbahn vor dem Hauptbahnhof lehnen wir aus gleichen Gründen ab. Ein ideologisches Tempolimit von 30 Stundenkilometer lehnen wir ebenfalls ab.“
Das sagt die Linke

„In der Region sollte der Autoverkehr minimiert werden und der Ausbau des Schienennetzes Vorrang haben. Der Ausbau der RB 23, die durchgehende Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Linie 66 und gut getaktete S-Bahnverbindungen beiderseits des Rheins zwischen Köln und Bonn sind unter anderem umzusetzen. Den Aus- oder Neubau von Autobahnen lehnen wir ab, diese Mittel (zum Beispiel Südtangente derzeit geschätzt 500 Millionen Euro) sollen in die Schieneninfrastruktur investiert werden“, so Holger Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion.

„Schon jetzt sind manche Stadtbahnlinien überfüllt, ohne Ausweitung der Kapazitäten haben etwa Linienverlängerungen daher nur eingeschränkt Sinn. Über ein Förderprogramm für die Schiene in Bonn müssen diese neuen beziehungsweise zusätzlichen Bahnfahrzeuge und Verlängerungen finanziert werden. Dazu gehört auch die Hardtbergbahn. Zu einem gesamtstädtischen Verkehrskonzept gehört auch die Fahrradförderung. Tempo 30 innerstädtisch erhöht die Verkehrssicherheit, reduziert den Lärm und begünstigt den Umstieg auf ÖPNV und Fahrrad.“
Das sagt der Bürger Bund

„Der sechsspurige Ausbau der A 565 zwischen Hardtberg und Beuel sowie der A 59 zwischen Bonn-Ost und Dreieck Bonn-Beuel gehört zu den dringenden regionalen Verkehrsprojekten. Aber auch mehr Regionalzüge auf der DB-Strecke Bonn-Köln und S-Bahnen bis Mehlem, der Bau des DB-Haltepunktes Regierungsviertel, die Stadtbahn-Verbindung des WCCB mit dem Flughafen über Bonn Hauptbahnhof unter Nutzung der DB-Strecke“, so Stadtverordneter Marcel Schmitt.

„Die Südtangente lehnen wir ab, weil durch die neue Autobahn der Erholungspark Rheinaue mit zusätzlichem Durchgangsverkehr unzumutbar belastet würde. Alternativen sind ein verbesserter ÖPNV und der sechsspurige Ausbau der A 565 und 59. Eine Rheinquerung bei Wesseling muss schnellstens in das Ausbauprogramm des Bundes aufgenommen werden. Vom Linientausch halten wir nichts. Verlängerungen nach Süden sind wünschenswert, aber nicht realisierbar. Priorität haben für uns die Anbindung Buschdorfs und schnellere Stadtbahnen zwischen Bonn und Siegburg. Die Tieflage der Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof lehnen wir ab. Ein flächendeckendes Tempo 30 ist für uns eine Schnappsidee.“
Artikel zum Thema

Kommunalwahl-Thema Verkehr: Politiker setzen vor allem auf die Stärkung des ÖPNV | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/kommunalwahl/Politiker-setzen-vor-allem-auf-die-Staerkung-des-OePNV-article1342150.html#plx253155077

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/kommunalwahl/Politiker-setzen-vor-allem-auf-die-Staerkung-des-OePNV-article1342150.html

Ps:Trotz leerer Kassen und der „Posse Seilbahn zum Venusberg“ ist es an der Zeit Flagge zu zeigen!
Wobei der ÖPNV nicht nur gestärkt sondern auch unbedingt billiger und noch pünktlicher werden muss,zweifel sind allerdings bei dieser miesen Bezahlung und dem Arbeitsdruck dem das Fahrpersonal ausgesetzt ist angbracht.

Neuerungen für Radfahrer: Strafen für Kampfradler kommen

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Unglaubliches plant die Bundesregierung auch in diesem Jahr: Sie will eine Umerziehungspflicht für Autofahrer einführen – Brüssel stimmt zu: Frank Christian Starke mit den (nicht ganz ernst zu nehmenden) Einzelheiten.

Morgenecho |
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Zum 1. April kommen harte Zeiten auf Radfahrer zu: Wer Fußgänger gefährdet oder Autofahrer behindert, soll eine Geldbuße im Gegenwert seines Rades zahlen, mindestens 500 Euro. Fahrrad und Führerschein können bis zu 12 Monate eingezogen werden. Wiederholungstäter sollen in bis zu 150 Sozialstunden als „Einstiegshelfer“ ältere Menschen mit Rollator in Bussen und Bahnen unterstützen, ihre Einkäufe nach Hause tragen. Und jugendliche Kampfradler müssen an Kreuzungen Autoscheiben reinigen. Als zusätzliche erzieherische Maßnahme kann die Zwangspflege von Straßenabschnitten angeordnet werden, also fegen, Verkehrsschilder reinigen Schlaglöcher ausbessern. Verkehrsschnellgerichte sollen dafür sorgen, dass die Strafen binnen einer Woche vollstreckt werden.
Neuerungen für Radfahrer – WDR 5

Ps. was jedermann/Frau nicht nur bei schönem Wetter am Wochenende und am 1.April, links und rechts des Rheinufers und ohne Rücksicht auf Verluste beobachten kann.

Neue Umfrage Deutsche sind zweitbeste Autofahrer Europas

Laut einer Umfrage sind Deutsche die zweitbesten Autofahrer auf Europas Straßen. Foto: dpa
Eine neue Studie unter europäischen Verkehrsteilnehmern bringt überraschende Ergebnisse: Deutsche Autofahrer sind die zweitbesten in Europa. Dabei haben sie dieses gute Image nur bedingt verdient.

Für 47 Prozent der befragten Europäer sind die Schweden die beispielhaftesten Fahrer. Auf Platz zwei folgen die Deutschen (26 Prozent). Als Fahrer mit dem geringsten Verantwortungsbewusstsein werden die Italiener beurteilt (50 Prozent).
Das geht aus einer Ipsos-Umfrage unter 7000 Europäern über ihr Fahrverhalten hervor. Veröffentlich wurden die Ergebnisse von der Autobahngesellschaft Vinci Autoroutes, die über die Hälfte der französischen Autobahnen betreibt.
Dabei verdienen die deutschen Fahrer das gute Image nur bedingt. Tatsache ist, dass sie die meisten gefährlichen Verhaltensweisen am Steuer zugeben (im Durchschnitt 5,4 von 13) und damit auf gleichem Niveau wie die Italiener liegen. Auch beim Risikoverhalten liegen die Deutschen bei elf Punkten von 13 über den europäischen Durchschnitt.

Viel zu dicht. Viele Deutsche geben zu, den Mindestabstand nicht immer einzuhalten.
Foto: dpa
Deutsche sind selbstkritisch
Überraschend ist vor allem, dass die deutschen Autofahrer öfter ein Fehlverhalten zugeben als der Durchschnitt. 88 Prozent der Deutschen geben zu, das Tempolimit manchmal zu überschreiten. Im Durchschnitt sind es nur 86 Prozent.
62 Prozent geben an, den Sicherheitsabstand nicht einzuhalten, 29 Prozent fahren absichtlich dicht auf. Bei den deutschen Fahrern räumen das 71 bzw 34 Prozent ein. 50 Prozent vergessen den Blinker zu setzen, bei den Deutschen geben es 60 Prozent zu.

Alkohol gilt als ein Hauptgrund für tödliche Unfälle.
Foto: dpa
Ihr eigenes Fahrverhalten schätzen die Europäer mit einer Durchschnittsnote als sehr positiv ein. Die Deutschen beurteilen sich zu 81 Prozent als „aufmerksame“ und zu 65 Prozent als „ruhige“ Fahrer. Bei der Beurteilung ihrer Landsleute sind die Deutschen – wie die übrigen Europäer – sehr streng: 36 Prozent geben an, sie empfänden andere deutsche Autofahrer als „aggressiv“.
• 19 Prozent gestehen, manchmal ohne Sicherheitsgurt zu fahren (gegenüber 20 Prozent der Deutschen)
• 31 Prozent bekennen, am Steuer ohne Freisprechanlage zu telefonieren (gegenüber 32 Prozent der Deutschen)
• 26 Prozent senden oder lesen SMS/Mails beim Fahren (gegenüber 25 Prozent der Deutschen)
• 56 Prozent bekennen, dass sie andere Fahrer gelegentlich beschimpfen (gegenüber 67 Prozent der Deutschen)
• 47 Prozent gestehen, andere Fahrer, die sie nerven, aggressiv anzuhupen (gegenüber 29 Prozent der Deutschen)48 Prozent der Deutschen
Beim Thema Alkohol am Steuer verstehen die Deutschen keinen Spaß. 51 Prozent schätzen Alkohol- und Drogeneinfluss als Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle ein. Im europäischen Vergleich schneiden sie beim Alkohol am Steuer besser ab. Acht Prozent geben zu, sich auch oberhalb der zulässigen Promillegrenze ans Steuer zu setzen – bei den Europäern sind es elf Prozent. (dmn)

Gefahr durch Smartphones am Steuer
Polizei möchte Geräte kontrollieren

Sonntag, 02. Februar 2014, 19:30 – 20:00 Uhr
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Mehr zum Thema
• WESTPOL – Ihre Meinung: Höhere Strafen für Handy am Steuer? [WDR]
Verkehrskontrolle im Kölner Norden. Die Beamten halten gezielt Ausschau nach Handysündern. Laut Polizei steigt die Zahl der Telefonierer am Lenkrad stark an. Die meisten, die erwischt werden, wissen, dass das gefährlich ist. „Ich habe Sie angehalten, weil ein Kollege von uns gesehen hat, dass Sie ins IPhone gesprochen haben. Mit der linken Hand haben Sie das vor Ihren Mund gehalten und dann reingesprochen“, erklärt ein Polizist einem bei einer Verkehrskontrolle. „Ich hätte gern Führerschein und Fahrzeugschein, bitte.“ Der Fahrer gibt sich einsichtig: „Ich habe den Friedhof nicht gefunden, wir sind zu spät zur Beerdigung. Da habe ich da angerufen, wo das genau liegt. Durch das Telefon ist man abgelenkt, das ist ganz klar. Da muss man aufs Handy gucken oder man konzentriert sich auf die andere Leitung. Pech gehabt, da kann man nichts machen.“

Noch gibt es keine eindeutigen Daten darüber, wie viele Unfälle durch Handys am Steuer verursacht werden. „Wir haben ein Indiz, indem wir festgestellt haben, dass in den letzten Jahren die Anzahl der ungeklärten Ursachen deutlich zugenommen hat: von 5.000 auf 8.000 Unfällen, die wir im Stadtgebiet hatten, wo wir nicht wissen, warum ist dieser Unfall passiert. Und da ist die Annahme, dass das Handy eine wesentliche Rolle spielt“, erklärt Helmut Simon von der Kölner Polizei.
Unfallrisiko steigt stark an

Der Automobilclub Auto Club Europa e.V. (ACE) und die Uni Salzburg haben untersucht, wie stark Telefonieren und SMS Autofahrer ablenken. Die Wissenschaftler haben Augenbewegungen der Fahrer gemessen und ausgewertet. Ergebnis: Das Unfallrisiko steigt stark an, erklärt Rainer Hillgärtner vom ACE: „… weil eben der Blick häufig wandert auf das Display, die Konzentration wechselt vom Fahrgeschehen hin zum Handy, zum Display. Und daraus folgt dann häufig eine Blindfahrt mehrere Hundert Meter lang und damit verbunden ist eine ausgesprochen hohe Unfallgefährdung.“ Das belegen auch aktuelle Zahlen der Allianz-Versicherung: Bei drei von vier Unfällen spiele Unaufmerksamkeit eine Rolle. Verkehrspsychologen der Uni Braunschweig meinen: Das Smartphone sei ein Killer wie Alkohol am Steuer. Beim Telefonieren steige das Unfallrisiko um das Fünffache. Beim Schreiben einer SMS sei die Unfallgefahr sogar 23mal so hoch.

Mounia Izantrane ist Opfer eines Handysünders. Bis heute leidet sie unter Schmerzen. „Ich kann nicht aufrecht sitzen, muss wirklich einen Buckel machen, um mich hinzusetzen. Ich kann gehen, aber ich merke abends habe ich richtige Krämpfe an den Beinen. Ich kann gar nicht schlafen dadurch“, berichtet Izantrane. Vor vier Monaten war sie mit dem Fahrrad unterwegs, als ein 19jähriger Autofahrer sie rammte. Er soll in dem Moment telefoniert haben. „Ich wurde auf meine linke Seite runtergeschleudert. Mit der ganzen Wucht auf meinen Kopf. Ich dachte, mein halber Kopf wäre weg. Und dann lag ich da blutend, schmerzend, heulend. Das war echt grauenvoll“, erinnert sich Mounia Izantrane.

ACE: Appelle an die Fahrer reichen nicht
Unfallrisiko Handy. In Großbritannien versucht die Polizei schon seit Jahren, mit drastischen Schockvideos auf das Problem aufmerksam zu machen. Laut Allianz-Studie schreiben in Deutschland 20 Prozent der Autofahrer SMS am Lenkrad. Und sogar 30 Prozent lesen SMS während der Fahrt. Schuld an schweren Unfällen sind laut ACE-Studie nicht nur Smartphones, sondern auch Navis und Infotainmentsysteme. Der Automobilclub glaubt nicht, dass allein Appelle an die Fahrer das Problem lösen. „Zum anderen müssen die Autohersteller schauen, dass möglicherweise Schranken eingebaut werden, was die Bedienung betrifft. Das heißt, unterbunden wird, dass während der Fahrt beispielsweise das Handy oder das Navigationsgerät bedient wird“, schlägt Rainer Hillgärtner vom ACE vor. „Wenn das nicht gelingen sollte, das heißt, wenn die Autohersteller sich nicht in eine Selbstverpflichtung begeben, muss möglicherweise der Gesetzgeber oder Verordnungsgeber hier sanktionieren und Schranken einbauen.“

Polizei will Handys auswerten
Die Kölner Polizei hat jetzt Konsequenzen gezogen. Bei schweren Unfällen werden die Handys der Beteiligten beschlagnahmt. Die Polizei prüft, wer telefoniert hat. „Wir gehen hier nicht an den Provider heran, wir durchsuchen keine Verbindungsdaten, sondern es geht nur darum: Hat zum Zeitpunkt des Unfalls das Handy eine Funktion gehabt, Telefonieren oder SMS?“ erklärt Helmut Simon von der Kölner Polizei. Handys auswerten, ohne richterlichen Beschluss – das ist umstritten. Die Gewerkschaft der Polizei fordert jetzt landesweit solche Handyüberprüfungen. Ob das Kölner Beispiel Schule macht, hängt davon ab, ob Gerichte das Vorgehen für zulässig halten.
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Der anfangs mit dem Telefon am Steuer angehaltene Autofahrer hat zwar keinen Unfall gebaut, doch unangenehm wird das Telefonieren während der Fahrt trotzdem für ihn. „Im Normalfall 40 Euro zuzüglich 28 Euro 50 Bearbeitungsgebühr der Stadt Köln, ein Punkt in Flensburg. Bei Ihnen wird wahrscheinlich eine Nachschulung dazu kommen. Sie sind noch in der Probezeit“, erklärt der Polizist dem angehaltenen Autofahrer. Dieser ist zerknirscht, aber Telefonieren am Steuer – das hätte noch schlimmer ausgehen können.
Mehr zum Thema
• Smartphones am Steuer: Gefährliche Ablenkung (31.01.2014) [WDR 2]
• Praxisstudie: Reden ist Silber
Informationen zur Studie beim ACE (Auto Club Europa e.V.)
• Webvideo zum Datenschutztag: Rollende Daten-Kraken (28.01.2014) [WDR]

http://www1.wdr.de/fernsehen/regional/westpol/sendungen/smartphone222.html

CRASH KURS NRW – Realität erFAHREN.

Emotionale Bilder, erschreckende Geschichten, eindringliche Musik – das ist der Stoff, aus dem zeitgemäße Unfallprävention gemacht ist.
„Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart“ richtet sich an Jugendliche der 10. und 11. Klasse und zeigt ihnen die Gefahren zu schnellen Fahrens auf.

In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550000 Verkehrsunfälle. Über 600 Menschen werden dabei pro Jahr getötet. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Das ist alarmierend und inakzeptabel. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim „Crash Kurs NRW“ neue Wege. Die Anregungen stammen aus Staffordshire in England, wo man mit einem vergleichbaren Programm bereits seit Jahren gute Erfahrung gemacht hat.

Crash Kurs NRW
Crash Kurs NRW ging im Jahr 2010 an den Start. Bei den Veranstaltungen in Schulen stehen die Emotionen im Vordergrund. Ziel ist es, bei den jungen Teilnehmern ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderungen zu bewirken.
Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Notärzte, Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige berichten von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können. Die Akteure verdeutlichen aber auch schonungslos ihre eigenen Grenzen. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil die Fahrer Regeln missachten. Das heißt auch, dass man etwas dagegen tun kann. Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie Verantwortung tragen, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen. Dies gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für diejenigen, die sich zu ihm ins Auto setzen. Alle tragen Verantwortung für sich selbst und Andere

Crash Kurs NRW macht den Zuschauern eindringlich klar, dass innerhalb weniger Sekunden alle Lebensträume zerplatzen können. Damit dies nicht geschieht, sollen die Jugendlichen aufgerüttelt werden und die Überzeugung verinnerlichen: Das Leben ist viel zu wertvoll, als das man es durch eine risikoreiche Fahrweise aufs Spiel setzen sollte. Weniger Jungendliche Verkehrsopfer sind der Erfolg, auf den Crash Kurs abzielt.
Um möglichst alle Schüler zu erreichen, wird das Konzept „Crash Kurs NRW“ bis 2012 in ganz NRW eingeführt. Aktuell werden die ersten Erfahrungswerte evaluiert, um die Kampagne weiter zu verbessern.
Das Projekt wird durch die Universität zu Köln und die Universität Zürich wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
So kommt Crash Kurs NRW auch an Ihre Schule:
Informieren Sie sich über das Präventionsprojekt und finden Sie Nachbereitungsmaterial unter:
http://www.crashkurs-nrw.uni-koeln.de/
Schauen Sie sich an, was Crash Kurs NRW ist:
http://www.feuerwehrverband-rbk.de/Filme/index.htm
Nehmen Sie Kontakt auf:
E-Mail: crashkurs@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/artikel__157.html

Alltäglich-und oft ärgerliches im Strassenverkehr

Hand aufs Herz, oder haben Sie sich noch nie über Ihren Vorder- Hinter-Nebenmann/Frau geärgert der sich „deutlich undeutlich“ im ohnehin dichten und stressigen Verkehr verhält und z.B.urplötzlich rechts anhält?

Ich plädiere für ein deutlicheres Fahren,d.h.gerade in der dunklen Jahreszeit ruhig etwas früher als gewöhnlich das Fahrlicht einschalten.

Dem Hintermann und dem Fussgänger am Fussgängerüberweg der die Fahrbahn überqueren möchte deutlich signalisieren/anzeigen wo Sie hinwollen-also Blinker bzw.den Fahrtrichtungsanzeiger rechtzeitig setzten wenn Sie rechts anhalten oder Parken wollen-und der Fussgänger kann somit die Strasse gefahrlos überqueren.

Unterlassen Sie bitte die aüßerst ärgerliche und gefährliche Unsitte „das dichte Auffahren“
In einer Notsituation können Sie nicht nur „nicht mehr rechtzeitig bremsen“, sondern der Vordermann pustet Ihnen auch noch seine Auspuffgase in Ihren Innenraum.

Lassen Sie die Finger nicht nur vom Handy, sondern auch die Navi Bedienung (ist kaum bekannt) und andere Ablenkungen sind während der Fahrt unter Strafe gestellt.

Schalten Sie immer am Stauende die Warnblinkanlage ein um dem Nachfolgenden Verkehr die Gefahrensituation anzuzeigen.

Fahren Sie wirklich langsam auf Supermarktparkplätzen (Schrittgeschwindigkeit)
die Regel Rechts vor Links gilt hier nicht“ und ist nur ein leider sehr tief in den Köpfen verankertes Gerücht.

Weiteres ärgerliches und nicht ungefährlich:
In zweiter Reihe parken-oder die Fahrertüre (mit Handy am Ohr)weit öffnen ohne den fliessenden Verkehr zu beachten.
Ebenso parken gegen die Fahrtrichtung ist verboten-auch wenn kaum bestraft.

Radfahrer: sollten ruhig öfter ihre Klingel benutzten.
Besonders auf dem gemeinsamen Rad/Fussgängerweg bei Herannahung von hinten
unbedingt die Fussgänger per Klingelzeichen warnen-leider tun dies viele Radfahrer nicht und/oder sind zu bequem (zurückhaltend)diese auch zu betätigen und schlängeln sich lieber ohne Rücksicht auf Verluste (immer wieder besonders bei schönem Wetter am Rheinufer zu beobachten-habe Fotos) durch die spazierenden Menschenmassen von Kindern und Älteren ohne abzusteigen durch.
Ps. Sie müssten eigentlich absteigen und schieben bis sie wieder freie (Rad) Bahn haben.
Wobei ein Bekannter einwarf,“und wenn ich dringend zur Arbeit muss“?
O.Ton, das kann also gar nicht sein.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit
wünscht die RED allzeit gute und sichere Fahrt.

Verkehrsteilnahme von Senioren

Ob als Auto- oder Fahrradfahrer, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß: Die Generation 50+ ist mobil und möchte weiterhin mobil bleiben
Gleichzeitig wächst bei den meisten älteren Menschen das Bewusstsein für die eigenen Grenzen. Während dem einen das Autofahren in der Dämmerung zunehmend Probleme bereitet, empfindet der andere die wachsenden Verkehrsströme als Belastung.

Ab einem gewissen Alter erlebt jeder Mensch Veränderungen in seinem Leistungsvermögen und seiner Gesundheit. Eine nachlassende Sehkraft
oder eingeschränkte Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit sind erste Anzeichen dafür. Sie haben, wenn auch oft lange nicht bemerkt, Auswirkungen auf die eigene Mobilität: Sie verlangsamen ein zügiges Erkennen und Reagieren oder leiten zu Fehleinschätzungen im Verkehrsgeschehen.

Viele ältere Menschen sind sich der eigenen Grenzen durchaus bewusst: Sie erleben ihre verminderte Sehkraft,
ihr nachlassendes Hörvermögen
oder ihre verlangsamte Reaktionsfähigkeit als Unsicherheitsfaktor.
Solche Einschränkungen werden häufig durch erhöhte Vorsicht und eine defensive, langsamere Fahrweise kompensiert.

Viele ältere Menschen vermeiden deshalb auch Fahrten bei Nacht oder bei schlechten Wetter- und Straßenbedingungen.
Ein solcher Entscheidungsprozess setzt allerdings voraus, dass die Betroffenen ihre krankheits- oder altersbedingten Defizite wahrnehmen, die eigene Fahrtüchtigkeit realistisch einschätzen und Alternativen zum Autofahren kennen und akzeptieren.
Die Verkehrswachten begegnen individuellen Schwierigkeiten mit vielfältigen Angeboten. Um die Mobilität älterer Menschen so lange wie möglich zu sichern und sicherer zu machen, zielt ihre Arbeit mit dieser Altersgruppe vor allem auf zweierlei ab: auf Informations- und Wissensvermittlung und auf die Veränderung von Einstellungen und Verhaltensweisen.

Programm Sicher mobil
Wie fahre ich bei ungünstigen Sicht- und Wetterbedingungen sicher Auto?
Wie bin ich als Fußgänger auch im Dunkeln gut sichtbar und sicher?
Und wie kann ich mich in dem wachsenden Verkehrsaufkommen sicher fortbewegen?

– Diese und viele weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der „sicher mobil“-Veranstaltungen, die von speziell ausgebildeten Moderatoren der örtlichen Verkehrswachten angeboten werden.

So vielschichtig die Bedürfnisse der Zielgruppe sind, so breit ist die Palette der Themen, die das Programm „sicher mobil“ aufgreift. Dank des inhaltlich sehr flexibel handhabbaren Programms sind die Verkehrswacht-Moderatoren auf sehr unterschiedliche Aspekte und Fragestellungen vorbereitet – gleich, ob es sich um Pkw-,
Motorrad- oder Fahrradfahrer handelt,
um Fußgänger oder Nutzer von öffentlichen Nahverkehrssystemen.
Das können Fragen danach sein, wie man als Radfahrer nach der Winterpause wieder seine alte Bestform erreicht, welche Fahrerassistenzsysteme nützlich sind oder wie man Wege sinnvoll plant.
Bestandteil aller Veranstaltungen sind die Themen Leistungsfähigkeit,
Gesundheit und das soziale Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen.
Zu den weiteren Schwerpunkten gehören – je nach Interesse der Teilnehmer
Sicht und Wetter,
Technik und Ausstattung verschiedener Verkehrsmittel
und neue rechtliche Regeln.

In Gesprächsrunden vermitteln die Moderatoren den Teilnehmern Kenntnisse zur sicheren Verkehrsteilnahme. Dabei können die Teilnehmer mehr über die individuellen Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erfahren. Sie setzen sich aktiv mit ihren konkreten Problemen und Ängsten im Straßenverkehr auseinander und diskutieren und erarbeiten gemeinsam Lösungen.
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Bitte wenden Sie sich an Ihre Verkehrswacht vor Ort, wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung haben.
Fahreignung im Alter
Der demographische Wandel wird eine signifikante Zunahme älterer Verkehrsteilnehmer zur Folge haben, da ältere Menschen aufgrund der länger währenden Mobilität in Zukunft verstärkt aktiv als Autofahrer am Straßenverkehr teilnehmen werden. Daher stellt sich die Frage, wie die Verkehrssicherheit hiervon beeinflusst wird und wie ältere Autofahrer in den Straßenverkehr integriert bleiben können. Während ältere Fahrer einerseits über Routine und Fahrerfahrung verfügen, vorsichtiger und defensiver fahren, sind sie andererseits v.a. aufgrund der alterbedingten physischen, psychomotorischen und sensorischen Defizite beeinträchtigt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Entwicklung arbeitet die Industrie daran, altersbedingte Leistungsschwächen durch Fahrassistenzsysteme zu kompensieren.

Vor diesem Hintergrund sowie anlässlich der Umsetzung der dritten EU-Führerscheinrichtlinie in nationales Recht wird derzeit geprüft,
• ob in der Bundesrepublik Deutschland an die jeweilige Erneuerung der Fahrerlaubnis Prüfungen zur körperlichen und psychischen Fahrtauglichkeit gekoppelt werden sollten,
• welche Auswirkungen diese Prüfungen haben können,
• wie diese gestaltet sein sollten und
• ab welchem Alter sowie in welchen Abständen sie durchgeführt werden sollten.
Problematik
In unserer modernen Gesellschaft ist Mobilität Ausdruck und Merkmal von Lebensqualität, die es möglichst lange zu erhalten gilt. Dabei steht dem Recht des Einzelnen auf seine persönliche Mobilität das Recht aller Verkehrsteilnehmer auf Sicherheit gegenüber. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich, Risiken zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Reduzierung zu ergreifen. Dabei gerät auch die Gruppe älterer Verkehrsteilnehmer immer wieder in den Fokus des Interesses.
Statistisch betrachtet sind Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre unterproportional an Unfällen mit Personenschäden beteiligt: Ihr Anteil liegt bei 9,2%, obwohl sie 19% der Bevölkerung stellen. Da sie jedoch eine geringere Widerstandsfähigkeit besitzen, haben sie ein höheres Risiko, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Sie stellen daher über 22% der tödlich Verunglückten.
Von älteren Verkehrsteilnehmern geht laut Statistik bis zum 75. Lebensjahr kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr aus. Danach steigt das Risiko kontinuierlich an: Bei einem Fahrer Ende 70 ist das allgemeine Unfallrisiko doppelt so hoch wie bei Fahrern zwischen 30 und 60 Jahren. Bei einem Fahrer mit Ende 80 ist das Unfallrisiko mit demjenigen von Fahranfängern vergleichbar.
Für den in absoluten Zahlen geringen Anteil älterer Fahrer an Unfällen mit Personenschäden werden oftmals die geringe Anzahl von älteren Fahrern und deren niedrige Fahrleistung verantwortlich. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass alle Verkehrsteilnehmer mit geringer Fahrleistung ein statistisch gesehen höheres Unfallrisiko haben – nicht nur die älteren Fahrer, die sich vielfach auf kurze Fahrten in vertrauter Umgebung konzentrieren. Dies ließe also eine höhere Unfallbeteiligung älterer Fahrer erwarten. Tatsächlich scheint der alters- und erfahrungsbedingt defensive und ruhige Fahrstil die Unfallgefahr positiv zu beeinflussen.
Bei älteren Menschen können allerdings Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten das Fahrvermögen negativ beeinflussen. Gerade im Falle von Mehrfacherkrankungen besteht die Gefahr, dass ein kompensatorisches, die Sicherheit gewährleistendes Verhalten, nicht in dem erforderlichen Maße gegeben ist.
Eine Analyse der Unfallursachen bei älteren Fahrern deutet darauf hin, dass Unfälle oftmals auf altersbedingte Einschränkungen zurückzuführen sind: Ältere Verkehrsteilnehmer verunglücken – im Vergleich zur Gesamtbevölkerung – häufiger infolge von Vorfahrtsverletzungen und von Abbiegefehlern und weniger aufgrund von Abstandsfehlern, nicht angepasster Geschwindigkeit, Fehlern beim Überholen und Alkoholeinfluss.
Die typischen Unfallursachen älterer Menschen lassen sich zum einen durch entsprechende technische Hilfsmittel gut kompensieren. Zum anderen können Aufklärungs- und Informationskampagnen für diese Defizite sensibilisieren und Wege aus der Gefahr zeigen.
Forderung
Altersbedingten Leistungsdefiziten stehen langjährige Fahrerfahrung und Routine gegenüber sowie eine defensive und vorausschauende Fahrweise. Hierdurch können Risiken, die auf körperliche Einschränkungen zurückzuführen sind, kompensiert werden. Die Unfallzahlen belegen, dass ältere Fahrer nicht auffälliger sind als jüngere. Erst Fahrer, die über 75 Jahre alt sind, zeigen verstärkt körperliche oder psychische Schwächen, die sich negativ auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr auswirken können. Hier jedoch können entsprechende Maßnahmen ansetzen und Risiken minimieren helfen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Fahrassistenzsysteme, die eigens dazu entwickelt wurden, körperliche Defizite auszugleichen, um ein sicheres Fahren zu ermöglichen.
Obgleich bereits in vielen EU-Ländern regelmäßige Führerschein-Tests obligatorisch sind, liegen keine eindeutigen Belege dafür vor, dass diese einen positiven Einfluss auf die Verkehrssicherheit besitzen. Die Unsicherheit, ab wann welche Tests und in welchen Zeitabständen durchgeführt werden sollten, spiegelt sich in den sehr unterschiedlichen Regelungen in den verschiedenen Ländern wieder.
Anstelle von diskriminierenden medizinischen und psychischen Tests sollten ältere Menschen ermutigt werden, ihre körperliche und psychische Verfassung selbstkritisch einzuschätzen. Freiwillige Tests und Untersuchungen helfen dabei, eine objektive Einschätzung ihrer Fähigkeiten und des Ausmaßes bestehender Leistungsdefizite zu erhalten. Bei körperlichen Defiziten kann eine Beratung durch den Arzt Wege und Gegenmaßnahmen zeigen, die älteren Menschen helfen, eine sichere Verkehrsteilnahme zu bewahren.

Verhaltensbeeinflussung durch Führerscheinentzug

Es ist eine zunehmende Missachtung der Straßenverkehrsordnung (StVO) durch die Verkehrsteilnehmer zu beobachten. Grund dafür ist unter anderem das relativ geringe Risiko, „erwischt“ zu werden in Verbindung mit wenig abschreckenden Sanktionen. Dabei besteht eine Korrelation zwischen diesen beiden Punkten: Je geringer die Entdeckungswahrscheinlichkeit für ein Delikt ist, desto höher muss die Strafandrohung sein. Ein weiteres Problem bei Ordnungswidrigkeiten und Bußgeldern ist die soziale Ungerechtigkeit: Der eine zahlt das Bußgeld „aus der Hostentasche“, den anderen trifft der gleiche Betrag tatsächlich hart. Als besonders wirksam gegenüber allen Kraftfahrern hat es sich erwiesen, wenn diese ihren Führerschein abgeben müssen.
Problematik

Der Entzug der Fahrerlaubnis ist ein einschneidendes Ereignis. Dazu kommen beacht¬liche Kosten zur Wiedererlangung (unter anderem MPU). Dies geschieht heute beispielsweise im Regelfall bei Fahrten unter Drogeneinfluss. Besonders wirksam sind solche Sanktionen, wenn sie gleich am Ort des Delikts geschehen. Bekanntlich hat die unmittelbare Strafe („zu Fuß gehen“) den größten erzieherischen Effekt. Eine juristische Expertise im Auftrag des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat jedoch kaum Möglichkeiten zur Sicherstellung der Fahrerlaubnis vor Ort aufgezeigt.
Möglich ist die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB z.B. wegen eines Verstoßes gegen 315 c StGB. Dieser regelt u.a.: Wer im Straßenverkehr …..
1.[…]
2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos
a) die Vorfahrt nicht beachtet,
b) falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,
c) an Fußgängerüberwegen falsch fährt, d) an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt,
e) an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält ….
und dadurch Leib und Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft.
Empfehlung
1. Die Deutsche Verkehrswacht hat als ein wesentliches Ziel den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer definiert. Deshalb werden die Gerichte aufgefordert, bei grob verkehrswidrigem und rücksichtslosem Verhalten von der Sanktion des Führerscheinentzugs bei Verstößen gegen § 315 c StGB regelmäßig Gebrauch zu machen.
2. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen für Unfälle mit schweren Personenschäden. Deshalb sollte der § 315 c StGB durch folgenden Satz ergänzt werden:
f) […]
g) […]
h) wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit erheblich überschreitet, …
(und weiter, wie schon im bisherigen Gesetz: … und dadurch Leib und Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet…), so dass auch bei einem solchen Vergehen die Fahrerlaubnis entzogen werden kann.

Aggressiv am Steuer: Tagung der Polizeigewerkschaft,Tatwaffe Auto:

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW befasst sich am Donnerstag (21.11.2013) bei einer Tagung in Düsseldorf mit dem Thema „Aggressionen im Straßenverkehr“. Polizisten, Richter, Juristen und Psychologen sprechen über das Problem mit Rasern und Dränglern.

Nach Ansicht von Fachleuten geht ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf aggressives Fahrverhalten zurück. Dazu zählen hohe Geschwindigkeit, riskantes Überholen und geringer Abstand. Die Gewerkschaft der Polizei befürwortet höhere Strafen, wenn ein solches Verhalten nachgewiesen werden kann.

Nach Ansicht von Fachleuten geht ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf aggressives Fahrverhalten zurück
Mehr zum Thema
• Audioplayer schließen: X Audio: Audio: Interview mit Verkehrspsychologe Michael Haeser
Michael Haeser / Helmut Rehmsen, WDR 2
________________________________________
Stand: 21.11.2013, 08.54 Uhr
http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt22562.html

Polizei bremst Motorradraser.Drängler und Raser

Umfrage: Viele Autofahrer telefonieren am Steuer

KÖLN. Männer tun es häufiger als Frauen: Telefonieren am Steuer. Das zeigt eine Umfrage. Insgesamt greift mehr als jeder Dritte im Auto zum Handy – obwohl es verboten ist. Wer erwischt wird, muss zahlen und kassiert einen Punkt. mehr…
Viele Autofahrer in Deutschland (41 Prozent) telefonieren während der Fahrt mit ihrem Handy. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ergeben. Männer greifen demnach häufiger am Steuer zum Telefon als Frauen (46 zu 36 Prozent). Wer im Verkehr mit einem Handy am Ohr erwischt wird, zahlt derzeit 40 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Auch die elektronischen Systeme an Bord kosten viel Aufmerksamkeit: Gut ein Drittel der Befragten (35 Prozent) gab an, sich im Auto durch Radio oder Navigationsgerät ablenken zu lassen. Jeder fünfte Befragte (22 Prozent) erklärte, durch Essen und Trinken während der Fahrt nicht ganz bei der Sache zu sein. Auch Kinder auf dem Rücksitz und die Körperpflege fordern ihren Tribut (jeweils 19 Prozent).

Bei jedem Zweiten (54 Prozent) ist die Suche nach dem richtigen Weg ein weiterer Grund für Unachtsamkeit. Viele lassen sich außerdem von Dingen außerhalb des Autos ablenken: Dazu gehören andere Verkehrsteilnehmer (30 Prozent) und Baustellen (29 Prozent) – für jeden vierten Mann (24 Prozent) aber auch gut aussehende Passanten. Letzteres gilt nur für 7 Prozent der Frauen. Im Auftrag des Kfz-Versicherers DA Direkt wurden 1012 Personen befragt.

Artikel vom 15.11.2013

Umfrage: Viele Autofahrer telefonieren am Steuer | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/verkehr/auto-mobil/berichte/Umfrage-Viele-Autofahrer-telefonieren-am-Steuer-article1196701.html#plx1380677011
General-Anzeiger Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/#plx2110831138

Wildunfall-Tipps Wenn Wild vor den Wagen läuft

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Der Herbst ist die Jahreszeit, in der in den Morgen- und Abendstunden vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen ist.
Nebel erschwert im Herbst oft die Sicht, und Autofahrer fahren häufig in der Morgen- und Abenddämmerung. So kommt es vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren. Wie lassen sich Wildunfälle vermeiden? Und was ist im Fall des Unfalls zu tun?
Schlechte Sicht, überhöhte Geschwindigkeit und das Ignorieren von Warnschildern führen vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren. „Gerade jetzt im Herbst kommt es durch die früh einsetzende Dämmerung und erhöhten Wildwechsel vermehrt zu Wildunfällen“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Er mahnt zur Vorsicht: „Wo das Warnschild ‚Achtung Wildwechsel‘ steht, hat es in der Vergangenheit häufig gekracht. Wer diese Gefahr einfach ignoriert, geht ein unnötiges Risiko ein.“

Wildunfall-Statistik 2012
Die Statistik belegt: 2012 wurden bei Wildunfällen 3.000 Menschen verletzt und 27 Menschen getötet. Die Versicherungen beziffern den Sachschaden auf eine halbe Milliarde Euro. Fast 230.000 Wildtiere, davon über 170.000 Rehe, verendeten so im Straßenverkehr.
Besonders auf mit Warnschildern gekennzeichneten Straßenabschnitten gilt: Geschwindigkeit reduzieren und den Waldrand im Blick behalten
„Wenn Autofahrer das Warnschild für Wildwechsel sehen, sollten sie die Straßenränder im Auge behalten und bremsbereit fahren. Dann lässt sich ein Wildunfall eher vermeiden“, rät Dr. Andreas Kinser. „Besonders gefährlich sind die Übergangsbereiche zwischen Wald und Feld.“

Wann zahlt die Versicherung?
Die Hauptzeit für Wildunfälle liegt abends zwischen 17:00 und 0:00 Uhr und morgens zwischen 5:00 und 8:00 Uhr. Bianca Boss, Sprecherin des Bundes der Versicherten (BdV): „Besonders im ländlichen Raum kann es durch Wildwechsel zu unangenehmen Begegnungen mit Rehen und Wildschweinen kommen. Bei einem Wildunfall zahlt die Teilkaskoversicherung.“

Steht plötzlich ein Tier auf der Fahrbahn, lässt sich je nach Geschwindigkeit ein Aufprall kaum noch vermeiden
Nur bei der Beteiligung von Haarwild (alle Säugetiere, die dem Jagdrecht unterliegen, zum Beispiel Dammwild, Rehwild und Schwarzwild, also Wildschweine)zahlt die Teilkaskoversicherung. Weichen Autofahrer großen Tieren aus, muss die Versicherung auch zahlen, weil damit möglicherweise ein erheblicher Personen- oder Sachschaden vermieden werden kann. Allerdings muss der Versicherungsnehmer bzw. der Fahrer des Pkw beweisen, dass das Ausweichmanöver wegen eines Tieres und nicht aufgrund eines Fahrfehlers notwendig war – gut, wenn ein Mitfahrer anwesend ist.
Mittlerweile bieten viele Versicherer eine Erweiterung ihrer Verträge an. Über die Wildschadenklausel sind dann auch Schäden, die durch Kollision mit Tieren jeder Art versichert, also auch mit Kühen, Schafen oder Hunden.
Verhalten im Fall des Wildunfalls
Im Fall eines Wildunfalls muss zunächst die Unfallstelle gesichert werden. Rufen Sie die Polizei und/oder den für den Unfallort zuständigen Jäger. Sie kommen zur Unfallstelle und stellen eine Wildunfallbescheinigung aus und erlösen gegebenenfalls ein verletztes Tier von seinem Leid.

Ein Test des ADAC zeigt die Wucht eines Zusammenpralls mit einem Wildschwein-Modell.
Bei Wildunfällen sollte sich der Mensch unbedingt vom verletzten Tier fernhalten. Der Anblick des Menschen versetzt die Tiere zusätzlich in Panik. Außerdem besteht eine Verletzungsgefahr für den Menschen; beispielsweise durch das Schlagen der Tiere mit den Läufen.
Beseitigen Sie Blut- und Haarspuren am Fahrzeug nicht, bevor die Versicherung den Schaden begutachtet hat. So können Sie beweisen, dass tatsächlich ein Zusammenstoß mit einem Haarwild stattgefunden hat. Können Sie den Nachweis nicht erbringen, wird die Versicherung voraussichtlich nicht zahlen. (dmn)
Was bei einem Wildunfall zu tun ist
Bildergalerie (12 Bilder)
Verhalten bei Wildunfällen: Aus dem Wald und vor den Kühler
Nebel, Dunkelheit und Regen: Im Auto sicher durch den Herbst
Meiste Todesfälle: Landstraßen können lebensgefährlich sein
Verhaltenstipps: Was am Unfallort zu tun ist
Crash-Test-Video: Lebensgefahr auf der Rückbank

Hinweis/Erinnerung: wie jedes Jahr auf Winterreifen und Lichtaktion!
http://www.fr-online.de/auto/-wildunfall-tipps-wenn-wild-vor-den-wagen-laeuft,1472790,24419994.html

Wildunfälle im Herbst: Kollision mit der Natur

Von Frank Wörner
Die Tage werden langsam kürzer. Da kann es schon mal passieren, dass auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause über die dämmerige Landstraße plötzlich ein Tier auf der Straße steht. Autofahrer sollten einiges beachten – damit es am besten gar nicht erst zum Unfall kommt.

Hinweise ernst nehmen
Auch wenn es banal klingt: Die Schilder, die vor Wildwechsel warnen, haben ihren Sinn. Hier sollten Autofahrer vorsichtig fahren – selbst wenn sie die Strecke gut kennen. Das gilt grundsätzlich ganztags, besonders aber in den Morgenstunden (etwa zwischen 5 und 8 Uhr) und abends ab etwa 17 Uhr bis in die Nacht hinein. Wenn dann tatsächlich Tiere am Straßenrand auftauchen: Fernlicht aus, abbremsen – denn viele Wildtiere verlieren die Orientierung, wenn sie geblendet werden, und laufen schlimmstenfalls direkt auf die Lichtquelle zu.
Nicht ausweichen!http://www.wdr2.de/service/quintessenz/wildunfaelle112.html

Duftzäune und Reflektoren Neuer Schutz vor Wildunfällen

Bis zu 80 Prozent weniger Unfälle
Die besten Mittel gegen Zusammenstöße mit Tieren, da sind Jäger und Forscher sich einig, sind Duftzäune und Reflektoren. Das Forschungsprojekt soll nun in erster Linie klären, was auf welchen Strecken am besten funktioniert.
Erstes Ergebnis: Auf den 25 Teststrecken in Schleswig-Holstein ging die Zahl der Wildunfälle um bis zu 80 Prozent zurück – im Idealfall. Auf manchen Strecken tat sich aber auch gar nichts, wie Christian Trothe vom Göttinger Institut einräumt. Die Duftzäune nutzen die Angst vor dem Feind. „Der Zaun soll nach dem Fressfeind riechen, nach allem, was für Reh und Hirsch eine Bedrohung darstellt.“
Rehe und Hirsche brauchen spezielle Lichtreflexe
Die Lichtreflektoren senden bei Gefahr durch ein nahendes Auto einen blauen Lichtreflex aus, für den das Rehauge besonders empfindlich sein soll. Jahrelang waren die Reflektoren rot. Aber Rehe und Hirsche sind rotblind – und rotes Licht ist für sie nicht viel mehr ist als eine weitere unauffällige Grau-Schattierung. Ziel des 2011 gestarteten Projektes ist es nun, einen Katalog zu erstellen nach dem Muster: Eine Straße mit Wald links und Feld rechts erfordert einen Duftzaun, eine Straße durch einen Wald braucht eher Reflektoren.
Die detailierten Empfehlungen stehen nach Angaben Trothes noch aus. Denn es soll eine Tabelle für Jäger geben, die Mensch, Tier und Auto in ihrem Zuständigkeitsgebiet voreinander schützen und dafür auch Geld in die Hand nehmen wollen. Ganz billig ist das nicht, betont Jagdverbandspräsident Fischer, der dafür auch die Autoversicherer in die Pflicht nehmen will: Bei Schäden von mindestens einer halben Milliarde Euro im Jahr durch Wildunfälle sollten die doch ein gesteigertes Interesse daran haben, ihre Zahl einzudämmen. ADAC-Chef Meyer findet die Idee auch gut, ist aber skeptisch, ob die Versicherungen das wirklich zahlen wollen.
http://www.sueddeutsche.de

Die blauen Reflektoren an den Leitpfosten sollen das Wild abschrecken
Die Jäger kennen das Problem. Deshalb befestigen sie an einigen unfallträchtigen Stellen blaue Reflektoren an den Leitpfosten. Das blau reflektierte Licht nehmen Wildtiere mit einem Schreckmoment auf. Durch die Zylinderform entsteht eine Art Lichtvorhang, der die Wildtiere am Wechsel hindern soll.
Die Reflektoren werden von den Jägern finanziert. Pro Kilometer kostet das etwa 200 Euro. Der Jagdverband fordert deshalb Unterstützung.
http://www.swr.de

Zukunft der Mobilität: Der PS-Skeptiker
Thomas Rabsch
Martin Randelhoff träumt von einer Zukunft ohne Autos. Seine Visionen sind der Horror für die deutsche Blech-Industrie. Für den Studenten und Blogger sind sie ein einträgliches Geschäft.
Der Deutsche bewegt sein Auto durchschnittlich etwa eine Stunde am Tag. Den Rest der Zeit steht das Blech still: morgens in der Einfahrt, mittags im Parkhaus, abends auf dem Parkplatz. Meist bringt das Auto im Laufe eines Tages genau eine Person von A nach B und wieder zurück. Bald sei es damit jedoch endlich vorbei, sagt Martin Randelhoff: „Der private Pkw-Besitz wird zurückgehen. In 20 bis 30 Jahren verschwindet er in den Städten nahezu.“
Es ist eine steile These, die Randelhoff da verkündet. Eine der innigsten Liebesgeschichten, die dieses Land in den vergangenen hundert Jahren erlebt hat, soll vorbei sein? Was redet der Mann da bloß?
Randelhoff, 24, schreibt einen Blog mit dem Titel „Zukunft Mobilität“, in dem er täglich Nachrichten, Kommentare und Hintergrundtexte veröffentlicht. Er hat für diese Seite 2012 den „Grimme Online Award“ gewonnen und zählt pro Monat etwa 80.000 Leser. Er arbeitet neben dem Studium als Berater und Entwickler für Unternehmen wie die Bahn, Daimler-Benz oder die Stadtwerke Nordhausen, er hält Vorträge und bekommt für all das schon mehr Geld, als viele seiner Kommilitonen jemals verdienen werden.
Man ist versucht, ihm zu glauben.
Wohin bewegen wir uns?
http://www.zukunft-mobilitaet.net/

Verkehrssünden im Ausland werden bestraft: Knöllchen aus den Ferien

Von Moritz Seidel
Wer im Urlaub gegen die Verkehrsregeln verstoßen hat, muss künftig eher damit rechnen dafür auch eine Strafe zahlen zu müssen. Seit dem Frühjahr können die Behörden der EU-Länder Halterdaten ausländischer Sünder mit Hilfe einer neuen Datenbank ermitteln. Das macht es ihnen leichter, den Besitzer eines Fahrzeugs ausfindig zu machen und zur Kasse zu bitten.

Ignorieren können Verkehrssünder zugestellte Knöllchen schon seit 2010 nicht mehr. Seitdem unterstützen sich die Länder gegenseitig dabei, die Strafen einzutreiben. Wer nicht zahlt, kann in Deutschland schlimmstenfalls Besuch vom Gerichtsvollzieher bekommen.
Für welche Verstöße gelten diese Regelungen?http://www.wdr2.de/service/quintessenz/knoellchen118.html

Tunnel auf der B42
Wieso Autofahrer dort nur 80 km/h fahren dürfen

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Von Constantin Blaß
KÖNIGSWINTER. Die Straße ist gut ausgebaut. Die Fahrbahnen in den Tunneln auf der B42 in Niederdollendorf sind zwei- teilweise sogar dreispurig. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit beträgt allerdings „nur“ 80 km/h. Was viele Autofahrer nicht wissen: Der Grund dafür liegt in der Schweiz – und ist im speziellen Fall auch von der Beleuchtung abhängig.

Einer der Tunnel auf der B42. Hier gilt Tempo 80. Foto: Frank Homann
Im Kalenderjahr 2010 wurde damals erst die Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln, kurz „RABT“, angepasst und wenig später das Tempolimit auf der B42. Zuvor betrug es 100 km/h und hatte für den Streckenabschnitt zwischen Beuel und Bad Honnef Gültigkeit. Seit August 2010 heißt es jedoch Tempo 80 – die Standardgeschwindigkeit für Tunnelbauwerke.

„Die Richtlinie ist überarbeitet worden, nachdem es in den Alpen zu mehreren schweren Unfällen in Tunneln gekommen war“, erklärt Laurenz Braunisch vom Landesbetrieb Straßen NRW am Montag. Aus der Novellierung hätten sich neue, schärfere Sicherheitsbestimmungen ergeben, etwa im Hinblick auf die Anzahl und Lage der Fluchtwege.
Weitere Links

Tunnel zwischen Bonn und Königswinter sollen ab 2014 saniert werden
Tunnel der B42: Eine Sanierung für 25 Millionen
Neues Tempolimit am Siebengebirge überrascht Autofahrer

Hauptproblem sei allerdings die Beleuchtung. Braunisch: „Wenn man wieder Tempo 100 ermöglichen möchte, müsste auch die Helligkeit der Lampen in den Tunneln deutlich erhöht werden.“ Das wiederum sei kostenintensiv. Dauerhafte Kosten, die das Land NRW nicht zahlen will. Für die gut 30 Jahre alten Tunnel auf der B42 heißt es daher weiter: 80 statt durchaus möglichen 100 km/h.
Tunnel sind bereits gut 30 Jahre alt
Hinzu kommt allerdings, dass die Tunnel in die Jahre gekommen sind. Der Tunnel Oberkassel wurde zwischen 1980 und 1982 gebaut, die Galerie Oberdollendorf sowie der Tunnel Oberdollendorf zwischen 1981 und 1984. Den aktuellen RABT-Richtlinien entsprechen die Tunnel daher nicht. „Heute muss man sie ganz anders bauen“, so Braunisch.
Seit dem seien zwar im Jahr 2007 neue Fluchtwege mit Treppenhäusern entstanden – einer im Tunnel Oberkassel, zwei im Tunnel Oberdollendorf -, umfassende Baumaßnahmen stehen allerdings noch an. Ursprünglich sollten bereits 2012 beide Tunnel den Vorschriften entsprechend technisch und baulich auf den neuesten Stand gebracht werden.
Modernisierung in 2015 geplant
Dazu gehören unter anderem die Installation von Lautsprecheranlagen, Tunnelentwässerung, Brandmeldesystemen, Überwachungskameras, Erneuerung der Fahrbahn und der Seitenstreifen, Fluchtwegeanzeigen, Einbau von Wechselverkehrszeichen und Absperrschranken. Rund 25 Millionen Euro sollten vom Land NRW investiert werden. Die Gesamtbauzeit sollte zwei bis drei Jahre dauern. Passiert ist allerdings noch nichts.
„Der Betrag in Höhe von 25 Millionen Euro für die Nachrüstung ist noch immer im Gespräch“, sagt Laurenz Braunisch. Allerdings habe sich der Start deutlich nach hinten verschoben. „Es wurden noch einmal die anstehenden Großprojekte analysiert und neu priorisiert“. so Braunisch. Die Sanierung des Tausendfüßlers in Bonn oder auch der Rheinbrücken seien derzeit wichtiger. Neuer, möglicher Beginn für die Tunnel-Bauarbeiten auf der B42 ist die zweite Jahreshälfte 2015.

Artikel vom 30.09.2013
Tunnel auf der B42: Wieso Autofahrer dort nur 80 km/h fahren dürfen | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/koenigswinter/Wieso-Autofahrer-dort-nur-80-km-h-fahren-duerfen-article1160366.html#plx470139355

Winterreifen-Mythen Viele Vorurteile gegen Winter-Pneus

Es wird Zeit, die Winterreifen zu bestellen. Noch gibt es freie Werkstatt-Termine und keine Lieferengpässe bei den Pneus. Foto: dpa
Um Winterreifen ranken sich viele Mythen und Vorurteile. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Reifenhersteller Goodyear Dunlop in Auftrag gegebene Umfrage unter 1.400 Autofahrern. Wissen Sie über Ihre Winterreifen Bescheid?

So glauben 80 Prozent aller Befragten, dass Winterreifen lauter seien als Sommerreifen. Und mehr als die Hälfte glaubt, mit Winter-Pneus einen geringeren Fahrkomfort zu haben als mit Sommerreifen. Diese Irrtümer stammen noch aus vergangenen Jahrzehnten und sind längst überholt: Heute sind Winterreifen weder messbar lauter noch verderben sie den Fahrkomfort. Gravierender sind allerdings die sicherheitsrelevanten Denkfehler. So glauben 40 Prozent der Befragten, mit der gesetzlich vorgeschriebenen Restprofiltiefe von 1,6 Millimetern auch bei Winterreifen noch über ausreichend Traktion zu verfügen.
Reifen-Experten empfehlen tieferes Restprofil
Tatsächlich empfehlen Reifen-Experten, Winter-Pneus nur mit bis zu vier Millimeter Restprofil zu nutzen. Entsprechend verarbeitet die Industrie auch bei der Reifenproduktion mehr Gummi: Während Sommerreifen üblicherweise mit einer Profiltiefe von maximal 7,5 Millimetern aus der Produktion kommen, haben Winterreifen ab Werk 8,5 Millimeter Profil.
M+S ist kein Winterreifen-Kennzeichen

Das Eiskristall-Symbol weist den Reifen als Winterreifen aus. Die DOT-Nummer lässt auf das Alter des Reifens schließen
Bei einem weiteren Aspekt irrt ebenfalls eine Mehrheit der Autofahrer: Denn über 70 Prozent glauben, dass Winterreifen an der M+S-Kennung an der Reifenflanke zu erkennen sind. M+S steht für „Matsch und Schnee“.
Tatsächlich aber handelt es sich bei der Kennung nicht um ein gesetzlich definiertes Symbol. Die Markierung M+S findet sich somit auch an Reifen, die keinerlei Eignung für den Wintereinsatz haben. Nur das Schneeflockensymbol auf dem Reifen bürgt für Winterqualitäten.
Lesen Sie hier Tipps und Wissenswertes rund um den Winterreifen-Kauf.
Mehr dazu
Tipps für den Kauf der Winterreifen
Winterreifen rutschen bei Nässe
Winterreifen nicht nur für Schnee

Winterreifen sind bei Schnee und Eis die vorgeschriebene Bereifung. Aber man sollte sie nicht erst auf letzten Drücker aufziehen.

Über ein Drittel der Befragten glaubt zudem, dass Winterreifen nur in Gegenden benötigt werden, in denen es häufig schneit. Dazu TV-Wetterexperte Thomas Ranft: „Die typische Glättesituation des Winters ist nicht der Schnee, sondern die Nässe, gefolgt von Reif, Raureif oder überfrierender Nässe. Erst dann folgt die typische Schneedecke.“
Der Grund, warum ein Fünftel der Autofahrer erst bei Schnee und Eis auf Winterreifen umrüstet, liegt in der Macht der Gewohnheit begründet. Zu der Einschätzung kommt Professorin Andrea Gröppel-Klein von der Universität Saarbrücken. Aus ihrer Sicht wird das Aufziehen von Winterreifen als lästig empfunden. (dmn)
Ratgeber Winterreifen: Mythen und Wahrheit

Ratgeber Winterreifen: Mythen und Wahrheit (4:51)
Lesen Sie hier weitere Tipps: Was Sie über Winterreifen wissen sollten.
Tipps rund um Winterreifen

Bildergalerie (12 Bilder)

http://www.fr-online.de/auto/-winterreifen-mythen-viele-vorurteile-gegen-winter-pneus,1472790,25032692.html

Kauf-Tipps Tipps für den Kauf der Winterreifen

Es wird Zeit, die Winterreifen zu bestellen. Noch gibt es freie Werkstatt-Termine und keine Lieferengpässe bei den Pneus. Foto: dpa
Von Oktober bis Ostern, also von „O bis O“, sollen Winterreifen gefahren werden. Wer bald umrüstet, fährt sicherer, denn morgens kann es schon glatt sein. Noch sind Werkstatt-Termine frei. Auch Liefer-Engpässe gibt es noch keine.

Wer neue Winterreifen braucht, steht einem kaum überschaubaren Angebot in Autohäusern, beim Reifenhandel und im Internet gegenüber. Leistungen und Preise unterscheiden sich erheblich, wie aktuelle Testberichte zeigen.
Generell lässt sich sa¬gen: Wer zu großen Herstellern wie Bridgestone, Continental, Dunlop, Good¬year, Michelin, Pirelli greift, zahlt zwar am meisten, kann aber kaum etwas falsch machen. Ihre Reifen werden häufig positiv beurteilt. Ebenfalls gute Leistungen zu deutlich geringeren Preisen bieten weniger verbreitete Marken wie Nokian, Firestone oder Vredestein.
Zweitmarken der Top-Reifenhersteller
Einen guten Kompromiss bieten die Zweitmarken gro¬ßer Hersteller, zum Beispiel Fulda (Goodyear-Konzern) oder Barum, Semperit, Uniroyal (Conti). Von unbekannten Reifen fernöstlicher Herkunft sollte man besser die Hände lassen. Testberichte entdecken bei ihnen immer wieder erschreckende Defizite auf nasser Straße – und im Win¬ter sind Fahrbahnen häufig nass.

Die Vielzahl der Reifen-Typen im Handel ist verwirrend. Besser, man informiert sich vorher und lässt sich beraten.
In Versuchen verlängerte sich der Bremsweg aus Tempo 100 auf Nässe um 17 Meter. Wenn es im Ernstfall beim Bremsen mit guten Reifen gerade reicht, prallt das mit solchen Reifen ausgerüstete Auto mit fast 50 km/h auf. Die Folge: ein Totalschaden.
Große Reifenhändler bieten außerdem manch¬mal Eigenmarken an. Sie sind in keinem Testbericht aufgeführt und können doch Schnäppchen sein, wenn sie bei einem der seriösen Hersteller produziert wurden.
Gebraucht-Reifen prüfen
Neue Automodelle haben fast immer andere Reifen- und Räder-Größen. Der Neuwagenkäufer kann seine bisherigen Winterräder nicht weiter verwenden; er muss für neue zusätzlich in die Tasche greifen – und versucht wenigstens, die alten günstig loszuschlagen. Im Internet, am Anschlagbrett im Supermarkt und in Kleinanzeigen werden derzeit massenweise Winterreifen angeboten.

Das Eiskristall-Symbol weist den Reifen als Winterreifen aus. Die DOT-Nummer lässt auf das Alter des Reifens schließen.

Käufer sollten trotz verlockender Preise genau hinsehen: Sinn haben nur Reifen bewährter Marken mit Profiltiefen deutlich über vier Millimeter. Auch das Alter ist wichtig, abzulesen an der DOT-Nummer: 3709 beispielsweise heißt 37. Woche des Jahres 2009. Der Reifen ist heute also bereits vier Jahre alt. Lebt er auf dem ei¬genen Auto weitere vier, so ergeben sich am Ende acht Jahre: Die besten Zeiten hat ein Reifen dann hinter sich, auch wenn das Profil noch ausreicht.
Was sagt die Reifen-Kennzeichnung aus?
Winterbereifung ist vorgeschrieben, sobald Reif, Schnee und Eis auf der Fahrbahn sind – auch für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Verzichten auf Winterreifen können höchstens Zweitwagen, die an glatten Tagen stehen bleiben. Wer sicher fahren will, achtet zusätzlich auf den Schneekristall. Er garantiert Mindestleistungen auf Glätte.
Die Buchstaben M+S allein sagen nämlich nichts über die Wintertauglichkeit des Reifens aus. Sie finden sich auch an vielen Reifen für Geländewagen, die mit Sommerprofil bei Schnee sofort versagen. Wer zu seinem Reifen jedoch genaue Informationen über die Traktion bei Schnee und Eis oder den Bremsweg auf nasser Straße wissen will, sollte Testberichte lesen oder sich beim Händler beraten lassen.
Hier lesen Sie alles zum aktuellen ADAC-Winterreifen-Terst 2013.
ADAC Winterreifentest 2013

ADAC Winterreifentest 2013 (2:11)
Wie funktioniert das Winterreifen-Profil?
Moderne Winterreifen breite und vor allem tiefe Rillen. In den Blöcken befinden sich zahlreiche feine Einschnitte, so genannte Lamellen. Vor allem aber besteht der Profilstreifen aus einer vergleichsweise weichen Gummi¬-Mischung. Sie bleibt auch bei Kälte elastisch und verzahnt sich besser mit den feinen Unebenheiten der Fahrbahn. Die Lamellen bilden beim Abrollen Greifkanten, die sogar auf Eis Wirkung haben.

Das Profil macht’s: Sind statt der acht bis neun Millimeter beim Neureifen nur noch vier Millimeter vorhanden, verlängert sich der Bremsweg auf Schnee um etwa zehn Prozent.

Winterreifen bieten zudem hohe Sicherheit gegen Aquaplaning. Ihre tiefen Rillen können viel Was¬ser aufnehmen. In diesen Rillen setzt sich im Winter Schnee fest. Dieser lässt zusammen mit dem Schnee auf der Straße unter günstigen Bedingungen eine regelrechte Zahnschiene entstehen, die den Wagen sicher bergauf fahren und ebenso sicher bremsen lässt.
Die Zahnschiene reißt allerdings, sobald Räder blockieren oder durchdrehen. Die übertragbare Kraft verringert sich, oft bleibt der Wagen stecken, wenn Antriebsräder durchdrehen. Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) in modernen Autos verhindert dies. Ältere Modelle aber haben ihn oft noch nicht, es gibt sogar noch Autos ohne ABS auf den Straßen.

Wie wirkt sich die Profiltiefe aus?
Winterreifen sind bei Schnee und Eis die vorgeschriebene Bereifung. Aber man sollte sie nicht erst auf letzten Drücker aufziehen.

Die Fähigkeit eines Reifens, in seinen Profilrillen Wasser und Schnee aufzunehmen, verringert sich naturgemäß, wenn sich das Profil abnutzt und die Rillen flacher werden. Zuerst ist der Abfall nur gering: Sind statt der acht bis neun Millimeter beim Neureifen nur noch vier Millimeter vorhanden, verlängert sich der Bremsweg auf Schnee um etwa zehn Prozent.
Danach aber geht es laut Messungen des Herstellers Continental steil abwärts: Mit zwei Millimetern hat der Reifen seine Winter-Qualitäten weitgehend eingebüßt. Fachleute empfehlen dringend vier Millimeter als Mindestprofil, in Österreich sind sie sogar vorgeschrieben. (Ampnet, dmn)

ADAC-Test 2013 Winterreifen rutschen bei Nässe

Der ADAC hat gemeinsam mit Stiftung Warentest 32 Winterreifen-Modelle getestet. Foto: ADAC
Viele Winterreifen finden zwar im Schnee guten Halt, schwächeln aber auf nasser Fahrbahn. Das haben Stiftung Warentest und ADAC bei einem gemeinsamen Test von 32 Winterreifen-Modellen herausgefunden.

Auf Schnee finden viele Winterreifen besser Halt als bei nasser Fahrbahn. Das haben Stiftung Warentest und ADAC bei einem gemeinsamen Test von 32 Winterreifen-Modellen herausgefunden.
Aufgrund deutlicher Schwächen auf nasser Fahrbahn rät der ADAC vom Kauf des Kormoran Snowpro b2, des Maragoni 4 Winter E+, des Interstate Winter IWT-2 und des Sailun Ice Blazer WSL-2 ab. Nur elf Kandidaten kamen dabei mit allen Fahrbahnverhältnissen zurecht und erhielten dafür die Note „Gut“.

Das schlechteste Ergebnis bei den 15-Zoll Reifen hat der Maragoni 4WinterE+k erhalten.
Foto: ADAC
Getestet wurden Reifen in zwei Größen: 17 Reifen im Kleinwagenformat 185/60 R15T (z.B. für Audi A 1, Citroën C3, Fiat Punto Renault Clio, VW Polo) und 15 Reifen in der Größe 225/45 R17H für die Kompaktklasse (z.B. für Audi A 3, Mercedes C-Klasse, Opel Astra, Skoda Oktavia).
Für einen mit „Gut“ bewerteten Reifensatz für Kleinwagen müssen Autofahrer etwas mehr als 300 Euro investieren. Eine Nummer größer gibt es „gute“ Modelle ab etwa 600 Euro, die Testsieger kosten um 770 Euro.
Gute Winterreifen für Kleinwagen
Gleich sieben gute Reifenmodelle gibt es in der kleinen Dimension mit der Größe 185/60 R15T. Testsieger mit Bestnoten auf nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und auf Eis ist der Continental ContiWinterContact TS850.
Der neu entwickelte Dunlop Winter Response-2 überzeugt die Tester besonders auf nasser Fahrbahn, auf Schnee und beim Kraftstoffverbrauch. Ebenfalls sparsam ist der Semperit Speed-Grip 2. Der Michelin Alpin A4 glänzt beim Verschleiß und der Nokian WR D3 überzeugt auf trockener Fahrbahn.
Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse für Reifen der Größe 185/60 R15T.
Gute Winterreifen für Kompakte

Der ContiWinterContact liegt im Test bei beiden Reifengrößen vorne.
Foto: ADAC
Bei den größeren Reifen (225/45 R17H) schneiden vier Produkte mit „gut“ ab. Drei Modelle setzen nach Ansicht der Tester besondere Akzente: Der Continental ContiWinterContact TS850 mit der Topbewertung auf Schnee, der Bridgestone Blizzak LM-32S mit der Bestnote auf Nässe und der Michelin Alpin A4 mit dem geringsten Verschleiß.
Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse für Reifen der Größe 225/45 R17H.
Unterschiede beim Bremsweg
Die Qualitätsunterschiede der Reifen im Test zeigten sich auch beim Bremsen: Die besten Reifen brauchen den Angaben nach durchschnittlich etwa 35 Meter bis zum Stillstand, mit schlechteren Pneus rollt das gleiche Auto noch etwa 15 Meter weiter.
Hier sehen Sie das Video zum aktuellen ADAC-Winterreifen-Test.
ADAC Winterreifentest 2013

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11 Gedanken zu “Verkehr und Sicherheit

  1. Sicher Bonn sagt:

    Blitzmarathon: 21.000 Autofahrer in NRW zu schnell: (12.11 Uhr)

    NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat am Freitag (11.10.2013) eine positive Bilanz des ersten bundesweiten Blitz-Marathons gezogen. „Das war ein guter Tag für die Verkehrssicherheit in Deutschland“, sagte Jäger in Düsseldorf. Bundesweit hat die Polizei mehr als 3,1 Millionen Autofahrer kontrolliert. Gut 82.500 davon fuhren zu schnell. In NRW überprüfte die Polizei 782.000 Autofahrer, 21.200 waren zu schnell. Bundes- wie landesweit entspricht das einer Quote von etwa 2,7 Prozent. Das ist die niedrigste Quote in NRW bei einem Blitzmarathon. Minister Jäger sprach deshalb von einem Lerneffekt.
    322 Autofahrer in NRW waren so schnell, dass ihnen ein Fahrverbot droht, vier Führerscheine wurden an Ort und Stelle eingezogen. Spitzenreiter in NRW bei der Geschwindigkeitsübertretung war ein Fahrer in Düsseldorf, der mit Tempo 109 statt der erlaubten 50 km/h erwischt wurde.
    Biltz-Marathon
    Bild 1 vergrößern

    15.000 Polizisten kontrollieren seit Donnerstagmorgen Temposünder
    Mehr zum Thema
    Bilanz des Blitzmarathons: 21.200 Raser, ein Lama und lahme Ausreden

    Stand: 11.10.2013, 12.11 Uhr
    http://www.wdr.de

  2. Sicher Bonn sagt:

    ADAC warnt Todesgefahr auf Landstraßen

    60 Prozent der Verkehrstoten in Deutschland sind 2012 auf Landstraßen ums Leben gekommen. Foto: ACE
    Immer wieder kommen Autofahrer von der Landstraße ab und verunglücken schwer. Viele kommen so jedes Jahr zu Tode. Dabei könnte mit einfachen Mitteln die Zahl dieser Unfälle verringert werden, sagt der Automobilclub ADAC.
    Das Abkommen von der Landstraße gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Autounfällen. Im vergangenen Jahr gab es laut statistischem Bundesamt über 90.000 Unfälle mit Personenschaden außerhalb von geschlossenen Ortschaften, über 2.000 Menschen starben dabei.
    In jedem dritten Fall mit verletzten Personen ist das Abkommen von der Fahrbahn die Unfallursache. Dabei könnte dieses lebensgefährliche Risiko laut ADAC mit drei einfachen Mitteln deutlich reduziert werden: mit strukturierten Seitenmarkierungen (Rumpelstreifen), durch ein stabiles Bankett (unbefestigter Seitenstreifen) auf gleicher Höhe mit der Fahrbahn und durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen im Auto.
    Studie zu Unfallursachen
    Die Idylle der Landschaft täuscht: Landstraßen sind oft unfallgefährliche Strecken.
    Die Idylle der Landschaft täuscht: Landstraßen sind oft unfallgefährliche Strecken.
    Foto: ACE
    Knapp 1.800 der schweren Unfälle durch das Abkommen von der Landstraße hat die Unfallforschung des ADAC in einer neuen Studie untersucht. Auslöser für Unfälle waren häufig unangepasste Geschwindigkeit oder Unaufmerksamkeit. Jeder fünfte Autofahrer landet im Bankett, kommt dadurch ins Schleudern oder kollidiert durch übertriebenes Gegenlenken mit dem Gegenverkehr.
    Sind Straßenmarkierungen vorhanden, kommen Autofahrer deutlich seltener von der Straße ab. Deshalb fordert der ADAC insbesondere an Unfallschwerpunkten Seitenmarkierungen mit Profil, die sogenannten Rumpelstreifen. Dann spürt der Fahrer unmittelbar, wenn er vom Straßenverlauf abweicht, und kann frühzeitig reagieren.
    Im Bankett sanft bremsen
    Nach der Disco vor den Baum: Hier stellt der ADAC einen typischen Unfall auf Landstraßen nach.
    Nach der Disco vor den Baum: Hier stellt der ADAC einen typischen Unfall auf Landstraßen nach.
    Foto: ADAC

    Gerät ein Auto mit dem rechten Reifen ins Bankett, sollte der Fahrer darin zunächst weiterfahren, moderat bremsen und erst bei niedriger Geschwindigkeit wieder zurück auf die Fahrbahn lenken. Deswegen fordert der ADAC, dass die Bankette höhengleich zur Fahrbahn ausgeführt und zudem befestigt werden. Wird der Seitensteifen nur mit losem Schotter aufgefüllt, ist er in kürzester Zeit wieder instabil.

    Der ADAC rät Autofahren außerdem zu Spurverlassenswarnern und/oder Spurhalteassistenten – eine Investition von rund 500 Euro beim Neukauf. Diese Assistenzsysteme verringern das Risiko von der Straße abzukommen ebenfalls deutlich. (dmn, ADAC)

    Lesen Sie hier mehr zu Unfallgefahren auf Landstraßen.
    http://www.fr-online.de/auto/-adac-warnt-todesgefahr-auf-landstrassen,1472790,24597208.html

    Lesen Sie hier: So gefährlich lenken sich Autofahrer ab.
    ADAC: Todesrisiko Landstraße entschärfen
    ADAC: Todesrisiko Landstraße entschärfen (2:37)

  3. Sicher Bonn sagt:

    Grünpfeil
    Bei Abbiegen ohne Halt droht Bußgeld
    Das schwarze Blechschild mit grünen Pfeil ist ein Relikt aus der ehemaligen DDR und erlaubt nach vorherigem Anhalten das Rechts-Abbiegen auch bei rotem Ampel-Licht. Foto: dpa

    Mit dem sogenannten „Grünpfeil“ gibt es heute noch ein Element ostdeutscher Verkehrsgeschichte. Der grüne Pfeil auf dem schwarzen Blechschild erlaubt das Rechtsabbiegen an einer roten Ampel. Trotzdem sollte man kurz anhalten, sonst droht ein saftiges Bußgeld.

    Auch wenn die Kreuzung gut einsehbar ist und kein Querverkehr naht, ist der Stopp an der Haltelinie Pflicht. Wer sich nicht daran hält, riskiert saftige Geldstrafen und Punkte in Flensburg, warnt der ADAC. Allein für die Missachtung der Stopp-Regel werden 70 Euro und drei Punkte fällig. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, steigt das Bußgeld auf bis zu 150 Euro.
    „Grünpfeil“ ist Teil ostdeutscher Verkehrsgeschichte

    Mit dem sogenannten „Grünpfeil“ ist vier Jahre nach der Wiedervereinigung ein Stück ostdeutscher Verkehrsgeschichte wiederbelebt worden. In der DDR bedeutete er ein Stück Freiheit, der grüne Pfeil. Trotz roter Ampel durfte man etwas Verbotenes tun, nämlich die Haltelinie überfahren, wenn auch nur zum Rechtsabbiegen.
    Die Regeln hinter dem grünen Pfeil

    Gestern wie heute ist die Idee einfach: Der grüne Pfeil – in der Straßenverkehrs-Ordnung wird er zur Abgrenzung von grünen Ampelpfeilen „Grünpfeil“ genannt – soll den Verkehr flüssiger machen. Nach Stopps an Halte- und Sichtlinie darf der Autofahrer trotz Rotlicht rechts abbiegen, wenn es der Verkehr zulässt. (dpa)

    Welche Regeln muss ich bei einem grünen Pfeil an einer Ampel beachten? Darf man dauernd auf der Mittelspur fahren? Darf ich dem Stau entfliehen und bis zur Abfahrt auf dem Standstreifen fahren? Autofahrer haben viele Fragen – und geben sich selbst oft falsche Antworten. Lesen Sie die häufigsten Autofahrer-Irrtümer.
    http://www.fr-online.de/auto/-gruenpfeil-regeln-beim-ueberfahren-der-roten-ampel,1472790,24654590.html

    1. Sicher Bonn sagt:

      SOLL ICH FAHREN?“
      50 Sätze, die jedes Paar aus dem Auto kennt

       Von RENÉ KOHLENBERG

      Wenn man mit der ganzen Familie fährt, kommt noch mehr „Stimmung“ auf.  
      Foto: Auto News
      Viele Paare haben ihre ganz eigenen Kosenamen für einander. Im Auto hingegen hört man nahezu überall die selben Sätze. Hier gibt es eine Auswahl der typischen Pärchen-Sprüche.

      Zugegeben, je länger man mit seinem Partner zusammen ist, desto kritischer beäugt man auch dessen Fahrstil. Da bleibt es nicht aus, dass auf einer Autofahrt der eine oder andere blöde Kommentar fällt. Denn wer auch immer am Steuer sitzt, man kann es dem anderem kaum recht machen. Hier gibt es die Sprüche, die wohl jedes Pärchen aus dem Auto kennt – es wird dabei natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

      1. „Schatz, fahr nicht so nah auf!“
      2. „Sag mal, siehst du nicht, dass der bremst?“
      3. „Ähm… es regnet nicht mehr.“ (wenn die Scheibenwischer an sind)
      4. „In die Parklücke passt du drei mal rein.“
      5. „Klar, stell deine Handtasche ruhig auf den Rücksitz, da kommst du während der Fahrt super dran.“
      6. „Musst du immer so aggressiv fahren?“
      7. „Die Ampel war rot!“
      8. „Aaah, Vorsicht, ein Eichhörnchen!“
      9. „Musst du so rasen? Wir haben doch Zeit.“
      10. „Du kannst den doch nicht Arschgeige nennen, wenn die Kinder dabei sitzen.“

      Niemand kann den Fahrer so sehr auf die Palme bringen wie der eigene Partner.  
      Foto: dpa

      11. „Ja, ich mag auch keine Radfahrer in zu engen Radlerhosen, dafür musst du sie aber nicht von der Straße titschen.“
      12. „Es ist grün.“
      13. „Siehste, Stau! Hab ich doch gesagt!“
      14. „Erzieh lieber deine Kinder als die anderen Autofahrer.“
      15. „Meinst du, der merkt, wenn du ihm fast in den Kofferraum reinfährst? Der ist doch sicher 80 und sieht nichts mehr.“
      16. „Wie wär´s mal mit Blinken?“
      17. „Nicht so schnell in die Kurven, sonst kotze ich.“
      18. „Mir ist immer noch schlecht.“
      19. „Du lenkst jetzt nicht ernsthaft nur mit den Knien!“
      20. „Du isst einen Joghurt, während du fährst?“
      21. „Mach doch mal das Licht an.“
      22. „Das Navi spinnt.“
      23. „Du willst jetzt nicht während der Fahrt die Landkarte studieren, oder?“
      24. „Karnevalsmusik geht immer. Ich bin hier der DJ.“ (zumindest im Kölner Raum sehr verbreitet)

      Gemeinsam im Auto unterwegs: Vor allem dem eigenen Partner kann man es eigentlich nie recht machen.  
      Foto: Auto News

      25. „Jetzt lass doch mal einen Sender.“
      26. „Echt übel, dass du allein im Auto heimlich Schlager hörst.“
      27. „Pass auf! Da vorne… Zu spät.“
      28. „Soll ich besser fahren?“
      29. „Da passt du doch locker rein.“
      30. „Jetzt einschlagen!“
      31. „So wichtig kann das nicht sein, dass du WÄHREND der Fahrt antworten musst.“
      32. „Halt an!“
      33. „Ich kann hier nicht anhalten…“
      34. „Ja, ich muss wirklich schon wieder pinkeln. Nein, wir fahren nicht noch zehn Kilometer, Schatz!“
      35. „Warum bist du nicht vorher aufs Klo?“
      36. „Na toll. Stau. Und ich hab dir noch gesagt, lass den Verkehrsfunk an…“
      37. „Kannst du bitte aufhören, deine Lippen anzumalen/Nachrichten auf den Handy zu lesen/mit Leuten zu chatten, während du fährst?“

      Häufiger Streitpunkt: Die Geschwindigkeit ist dem Partner eigentlich immer zu hoch oder zu niedrig.  
      Foto: dpa

      38. „Ich habe hier Frikadellen, Käsebrote, Weintrauben… Was möchtest du essen, ich füttere dich. Lass bloß die Hände am Steuer.“
      39. „Mist. Mutter ruft an. Du musst rangehen, du bist Beifahrer. Hähä.“
      40. „Hä? Warum bist du denn jetzt hier lang gefahren? Der andere Weg wäre doch viel kürzer gewesen?“
      41. „Wechsel mal auf die rechte Spur, hier dauert’s immer länger.“
      42. „Das Auto hat auch noch einen fünften Gang.“
      43. „Kannst du bitte mal ein bisschen sanfter abbremsen?“
      44. „Schönen Gruß ans Getriebe!“
      45. „Fahr nicht so schnell!“
      46. „Kannst du dich mal bitte auf die STRASSE konzentrieren?“
      47. „Wenn da einer raus gekommen wäre.“ (beim Passieren einer Ausfahrt)
      48. „Siehst du nicht, dass der vorbei will?“
      49. „Pass auf mit der Tür, wenn du aussteigst
      50. „Überhol den doch mal.“
      http://www.fr-online.de

      1. Sicher Bonn sagt:

        Autobumser lauern an Kreuzungen, um in letzter Sekunde loszufahren und einen Unfall zu provozieren.
        PROVOZIERTE UNFÄLLE
        So lassen es die Betrüger krachen
        Immer wieder kommt es in Deutschland zu manipulierten Unfällen. Betrüger provozieren Zusammenstöße mit anderen Autos, um die Versicherungsleistungen zu kassieren. Autofahrer sollten die Methoden der sogenannten Autobumser kennen, um sich vor ihnen zu schützen. Mehr…www.fr-online.de

    1. Sicher Bonn sagt:

      Neuer Bußgeldkatalog & Bußgeldrechner 2015

      Auf unserem Portal bussgeldkatalog.org finden Sie alle wichtigen Informationen über Bußgelder im Straßenverkehr. Unser aktueller Bußgeldkatalog 2015 inkl. Bußgeldrechner zeigt Ihnen übersichtlich, welche Bußgelder, Punkte oder gar Fahrverbote für welche Verstöße gegen das Verkehrsrecht (StVO, StVZO, StVG etc.) ausgesprochen werden.
      http://www.bussgeldkatalog.org

  4. Sicher Bonn sagt:

    Rauchmelder
    Was taugen Melder für unter fünf Euro?

    „Rauchmelder retten Leben“ – so heißt der Titel einer Kampagne, mit der die kleinen Geräte eine höhere Verbreitung in Deutschland bekommen sollen. Denn längst nicht jeder Haushalt hat Rauchmelder installiert, obwohl sie tatsächlich bei einem Brand lebensentscheidend sein können. In den meisten Bundesländern sind Rauchmelder inzwischen Pflicht. Dass die Melder nicht teuer sein müssen und was billige Rauchmelder aus dem Baumarkt taugen, zeigt unser WISO-Tipp.

    Video
    WISO-Tipp: Billige Rauchmelder


    Video
    Feuerwehreinsätze wegen Rauchmeldern

    WISO-Tipp: Billige Rauchmelder
    Mindestens in jedem Schlafzimmer und jedem Flur als Fluchtweg sollte ein Rauchmelder hängen. Wir testen günstige Rauchmelder. Sind diese so zuverlässig wie Markenprodukte? Das zeigt der WISO-Tipp.
    (17.11.2014)
    von Sven-Hendrik Hahn

    Für mehr Sicherheit im Haus sorgen: Sabrina Siefert hatte das schon lange vor, spätestens seit sie Kinder hat. Jetzt endlich will sie Rauchmelder kaufen: „Hier fährt häufiger mal die Feuerwehr vorbei, da hat man schon ein mulmiges Gefühl. Gerade mit kleinen Kindern kann da ja immer was passieren, aber wir haben es bisher aufgeschoben.“
    Regelmäßig testen
    Bei Rauchmeldern sollte man regelmäßig einen Funktionstest durchführen, mindestens einmal im Monat. Das muss nicht aufwendig sein: Rauchmelder haben einen Testknopf auf der Oberseite, um den Alarm zu simulieren. Es gibt auch ein Testspray für rund zehn Euro im Fachhandel. Schauen Sie auch regelmäßig, ob die Eingänge zur Rauchkammer am Melder sauber sind und nicht durch Staub und Dreck verstopft. Sabrina Siefert ist zufrieden: „Ich bin froh, dass ich es endlich mal erledigt habe. Das war nicht viel Arbeit, aber ich habe für ein bisschen mehr Sicherheit bei uns daheim gesorgt.“
    http://www.zdf.de/wiso/billige-rauchmelder-im-wiso-test-35835284.html

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