Nur noch Memmen und Angsthasen ?

Wie ein ehemaliger RAF Jäger berichtet
Nach den Attentaten und Amokläufen der letzten Monaten muss man sich die Frage gefallen lassen: was ist los in diesem Land, sind wir nur noch von Memmen und Angsthasen umgeben ?

German Interior Minister De Maiziere makesstatement in front Olympia shopping mall in Munich
German Interior Minister Thomas De Maiziere makes a statement in front of the Olympia shopping mall, where yesterday’s shooting rampage started, in Munich, Germany July 23, 2016. REUTERS/Arnd Wiegmann

Damit wir uns nicht falsch verstehen, selbstverständlich ist jeder getötete oder verletzte einer zu viel.
Ob bei einem Attentat, im Strassenverkehr oder in Kabul – wo bekanntlicher Weise auch Deutschland´s Freiheit verteidigt wird (Verteidigungsminister Struck zu Afghanistan) 
Denn fast zeitgleich mit dem Amoklauf in München starben in Kabul mehr als 80 Menschen und es gab über 230 Verletzte durch einen Bombenangriff.

Auch ich hatte damals als junger Polizeibeamter mit ständig vorgehaltener MP und bei jedem „Rote Armee Fraktion“ (RAF) Einsatz ziemlichen Bammel.
Nur als Loyaler Uniformierter im Dienste des Staates hat das niemanden interessiert, jeder einzelne Kollege (es gab noch keine Frauen) musste selbst damit fertig werden.

So wurden (angeblich) Sylvester auf der Kölner Domplatte mehr als 1.000 Frauen sexuell belästig (geschieht seit Jahrzehnten beim Oktoberfest in München und Pützchens Markt in Bonn), und die Masse der Bevölkerung rannte Hals über Kopf in den nächsten Waffenladen, belegten Selbstverteidigung Kurse etc.pp.
und rüsteten auf.(wenn dieser Schuss mal nicht nach hinten los geht?)
Dabei verurteilen wir doch die USA genau dafür – oder ?

A pedestrian hands flowers to a policeman to place it near the Olympia shopping mall, where yesterday's shooting rampage started, in Munich
A pedestrian hands flowers to a policeman to place it near the Olympia shopping mall, where yesterday’s shooting rampage started, in Munich, Germany, July 23, 2016. REUTERS/Michael Dalder

D.h. so lange ich denken kann (inzwischen in Pension) hat es immer irgendwelche Attentate und Anschläge gegeben, ohne sie jetzt einzeln aufzuzählen.
Und es wird weitere geben – versprochen, wogegen sich aber niemand schützen kann.
Viele werden weiterhin panisch reagieren und vor allem die doch so „Bösen Moslems“ dafür verantwortlich machen – was natürlich „völliger Unsinn“ ist.
Nur das ist der Punkt, denn so werden die Menschen weiterhin durch Twitter und co. mit vielen Falschmeldungen bombardiert und verunsichert während die Politik in das gleiche Horn bläst.Mit Aufrüsten, Bundeswehr im Innern, Videoüberwachung möglichst überall usw.u.s.f.

Liebe Landsleute, “schaltet endlich einmal euren gesunden Menschen Verstand ein“!
Wir werden benutzt und instrumentalisiert was genau dem IS in die Hände spielt – da helfen auch keine Panzer, wollt ihr das?

Lebt euer Leben völlig unbeschwert weiter denn es kommt mit Sicherheit noch Schlimmer, da noch viele Gestörte unterwegs sind !
Siehe: Erdogan macht es bereits vor, Brüssel, Washingthon, und Berlin.

Bitte hinterfragen Sie die sogenannten Leitmedien kritisch, besonders die Zeitung mit den großen Buchstaben sowie die schnelle Zeitung am Rhein.
Beenden sie ihre Blauäugigkeit gegenüber den (möchte gern Eliten) und schalten sie einfach mal ab!

Ps. Verlassen sie sich niemals auf diesen Staat – siehe die weiter zunehmenden Wohnungseinbrüche.
Denn es geht den mögl.Tätern in diesen Fällen immer um Aufmerksamkeit sowie einem ganz tief liegenden Hass gegen diese Gesellschaft, der keine definitive Begründung hat. Das heißt, das sind nicht unbedingt Menschen, die gekränkt wurden, aber Menschen, die sich gekränkt gefühlt haben. Da gibt es auch immer ein Moment von Psychopathologie. Das sind immer sehr auffällige Charakterstrukturen.
Denn dem Amoktäter geht es wie gesagt ganz stark um das Moment der Aufmerksamkeit – ganz unabhängig von politischen Überzeugungen. Und vergessen Sie nicht, dass der 22. Juli der fünfte Jahrestag der Amoktat von Anders Breivik in Norwegen war. Amoktäter wählen gerne Daten und bedienen sich immer auch bestimmter Vorbilder.

Ein Lebensversteher

H.A.

Ob die Deutschen mal begreifen, dass sie die Gewalttaten auch ihrer Bundeskanzlerin und den Kriegen ihrer Freunde in den USA etc. zu verdanken haben?

Veröffentlicht in: Innere Sicherheit, Militäreinsätze/Kriege, Terrorismus

Albrecht Müller

Es ist bei uns tabu, darüber zu sprechen, ja sogar darüber nachzudenken, woher Selbstmordattentate und andere Gewalttaten kommen. Da ist die Rede von religiösem und von terroristischem Hintergrund. Aber über den Hintergrund des Terrors spricht man nicht; darüber denkt man nicht einmal nach. Wenn man ein bisschen nachdenkt, dann kommt man schnell zum Schluss: Deutschland muss seine Beteiligung an den Kriegen in Afghanistan, im Irak, in Syrien und wo auch immer beenden, und den USA untersagen, ihren angeblichen Kampf gegen den Terror über Militärbasen in Deutschland zu führen. Albrecht Müller.

Ps. So ist es, herzlichen Dank Herr Müller für diese ehrlich offenen Worte !

Dazu:
AMOKLAUF IN MÜNCHEN
Was man jetzt schon sagen kann
Von MARKUS DECKER

Die Mordserie von München deutet – so oder so – auf eine mangelhafte Integration des Täters in die Gesellschaft hin. Das hat sie mit vorangegangenen Fällen gemein.

Man kann noch immer wenig sagen über die Mordserie von München. Was es ein Terrorakt oder ein Amoklauf? Oder, wie mutmaßlich in Würzburg, irgendetwas dazwischen? Es wird noch ein wenig dauern, bis wir Genaueres wissen. Ein paar Feststellungen lassen sich aber schon jetzt treffen.

Polizeipräsident von München – „Keinerlei Anhaltspunkt für Bezug zum IS“

Erstens: Was da passiert ist, ist schrecklich. Es ist schrecklich unabhängig davon, warum es geschah. Wer den Schrecken politisch auszubeuten versucht, versündigt sich an den Opfern. Das gilt für reflexhafte Rufe nach dem Einsatz der Bundeswehr. Erst recht gilt es für Wahlwerbung der AfD. Letztere kommentiert sich eigentlich von selbst.

Zweitens: Die Polizei hat – nach allem, was man bisher sehen kann – besonnen und professionell gearbeitet. Danke dafür! Sie hat dabei mehr denn je die Sozialen Medien genutzt. Überhaupt haben die Sozialen Medien an diesem Abend eine maßgebliche Rolle gespielt: Als Kanal echter oder vermeintlicher Nachrichten, Medium von Emotionen und Ort für teils maßlose und bewusst verletzende Medienkritik.

Man kann etwa den öffentlich-rechtlichen Anstalten schlecht vorwerfen, über den Anschlag von Nizza und den Putschversuch in der Türkei zu wenig berichtet zu haben – und jetzt des Guten zu viel zu tun. Tatsächlich zeigte dieser Abend freilich ein echtes Problem: Wenn unablässig über laufende Ereignisse in Sozialen Medien berichtet wird, stößt der klassische Journalismus, der Informationen stets noch überprüfen muss, an seine Grenzen. Reporter werden zu Gehetzten von Erwartungen, die sie nicht erfüllen können.

Drittens: Auch die Bevölkerung hat überwiegend sehr gut reagiert, einander geholfen und Ruhe bewahrt. Das war beispielhaft.

Viertens: Auch wenn die Motivation des Täters weiter im Dunkeln liegt, fällt doch eines ins Auge: dass die Urheber der letzten Gewaltverbrechen, die vorwiegend als Terrorakte betrachtet werden, allesamt 18 Jahre oder jünger waren und einen Migrationshintergrund hatten: Safia S., die im Februar in Hannover einem Bundespolizisten in den Hals stach. Mohammed B., Yussuf T. und Tolga I., die im April in Essen einen Sprengsatz in einen Sikh-Tempel warfen. Der 17-jährige afghanische Flüchtling R., der am Montagabend in Würzburg mit einer Axt wahllos auf Menschen einschlug – und nun der Deutsch-Iraner David S., der seinerseits viele junge Menschen tötete.
Und egal, ob München einen Terrorakt oder, was wahrscheinlicher ist, einen Amoklauf erlebt hat: Die tiefere Ursache liegt in beiden Fällen meist und gerade bei Teenagern in einem Mangel an sozialer Integration. Das trifft auch auf Menschen ohne Migrationshintergrund zu – deutsche Rechtsextremisten beispielsweise. Oder die Amokläufer von Erfurt und Winnenden.

Selbst wenn man vieles jetzt also noch nicht weiß, eines weiß man schon: Prävention durch Integration müsste ein viel größeres Thema werden, als es das heute ist. Allein durch eine Stärkung der Sicherheitsbehörden wird weiterer Schrecken wohl nicht zu verhindern sein.

AUTOR
Markus Decker
Politik-Autor

Danke Herr Decker

 

und hier:
Von Orlando bis München: Amok oder Terror?
Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Der Amoklauf von München markiert den vorläufigen Schlusspunkt einer Blutspur, die Terrorakte und Amokläufe in den letzten Monaten durch Europa gezogen haben. In den USA sind Amokläufe beinahe alltägliche Ereignisse. Die Grenzen zwischen Amok und Terror sind unscharf und müssen in jedem einzelnen Fall bestimmt werden. Den Opfern und ihren Angehörigen wird es egal sein, welcher Kategorie die Mörder zugeordnet werden. Einer kritischen Öffentlichkeit kann es indessen nicht gleichgültig sein, wie Verbrechen gesellschaftlich angeeignet und codiert werden. Mit Etikettierungen verbinden sich strategische Interessen, und zwar sowohl auf der Seite der Täter als auch der Gesellschaft. Von Götz Eisenberg[*].
weiterlesen

 

Banken, Demokratie und Täuschung

Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld? Woher kommt es und was gibt ihm seinen Wert? Warum sind Banken so mächtig geworden? Wie sind sie überhaupt entstanden? Und wie kann die „marktkonforme“ Demokratie zu einem System werden, das seinen Bürgern dient? Denn nicht nur in Griechenland scheint es mittlerweile egal zu sein, welche Regierung ein Volk sich wählt, wenn doch in letzter Instanz die Gläubiger entscheiden. Welche Auswege sind möglich?

Zu diesen Fragen erscheint am 1. März 2016 im Westend Verlag das Buch “Wer regiert das Geld? – Banken, Demokratie und Täuschung” von Paul Schreyer. Nähere Informationen dazu hier.

Folgendes Video gibt eine kurze Einführung zum Buch:

 

Fußball in Hessen Teures Polizeiaufgebot beim Fußball
Von Pitt von Bebenburg

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Wiesbaden. –
Hessen gibt pro Jahr rund 6,8 Millionen Euro aus, um Polizeieinsätze bei Fußballspielen zu finanzieren. Das hat Innenminister Peter Beuth (CDU) jetzt in der Antwort auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Wolfgang Greilich mitgeteilt.
Trotz der hohen Kosten plane das Land nicht, die Summe auf Vereine und Verbände abzuwälzen. „Die Polizei ist Garant für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“, sagte Beuth. Diesen „verfassungsrechtlichen Auftrag“ übe sie auch aus, wenn sie bei Großveranstaltungen „mit besonderem Risiko“ eingesetzt werde, etwa bei bestimmten Fußballspielen. Eine Kostenrechnung verbiete sich, „denn die Polizei wird grundsätzlich für die Allgemeinheit tätig und nicht für Vereine oder Fußballverbände“, so Beuth.

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Die Bremer Politik sieht das anders. Dort hatte die rot-grüne Koalition beschlossen, die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für Mehrkosten bei Polizeieinsätzen während Risikospielen des Bundesligisten Werder Bremen zur Kasse zu bitten. Die DFL hatte erwidert, sie werde notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, wenn Bremen eine Rechnung schicken sollte. http://www.fr-online.de/rhein-main/fussball-in-hessen-teures-polizeiaufgebot-beim-fussball,1472796,29226754.html


Buchtip:Der stille Putsch

Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Euro…
von Jürgen Rot
mit 30 Seiten Leseprobe:
http://www.ebook.de/de/product/21779652/juergen_roth_der_stille_putsch.html

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Hier können Banner zum Einfügen auf der eigenen Website heruntergeladen werden. Bitte verlinken mit
http://www.kontext-tv.de/

Aktuell:
Organisierte Einbrecherbanden: Zahl der Wohnungseinbrüche steigt weiter

Die NRW-Polizei bekommt professionelle Einbrecherbanden bislang nicht in den Griff: Wohnungseinbrüche haben im ersten Halbjahr 2013 weiter zugenommen. Innenminister Ralf äger (SPD) will nun mit mehr Ermittlern und einer Erfassung von Intensivtätern Erfolge erreichen. [mehr]
http://www1.wdr.de/themen/panorama/einbrecher130.html

Report München
Wie Opfer von Einbrüchen unter den Folgen leiden

In Deutschland gibt es immer mehr Wohnungseinbrüche. Und gleichzeitig werden immer weniger Taten aufgedeckt. Das hat fatale Folgen. report München zeigt, wie die Opfer unter den Folgen eines Einbruchs leiden. Mehr
Sekunden dauert es, ein normales Fenster mit einem Schraubenzieher aufzubrechen.
Und nach dem Einbruch ist nichts mehr, wie es war.
„Es ist ein komisches Gefühl und das bleibt.“
„Meine vier Wände, in denen ich mich einfach immer sicher gefühlt habe, diese Sicherheit ist halt einfach beraubt, ist weg.“
„Die Schlafstörungen, die psychischen Belastungen, das Problem, dass man mit den Kleidern nichts mehr anfangen möchte, in denen der Täter rumgewühlt hat.“
Alle vier Minuten wird in Deutschland in Wohnungen eingebrochen. Tendenz steigend.
Wir sind unterwegs mit dem Kriminaldauerdienst in München. Ein Einbruch wurde gemeldet. Jetzt muss es schnell gehen, der Einbrecher könnte noch vor Ort sein. Erst vor einer Stunde hat die Bewohnerin den Einbruch bemerkt. Ihr fehlt Bargeld, sie ist schockiert.
Einbruchsopfer: „Ich habe überall geschaut, bin auch gleich mit der Nachbarin durch, weil ich Angst hatte, dass noch jemand herinnen ist.“
Tage nach dem Einbruch hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Keine Selbstverständlichkeit: Denn in Deutschland werden nur rund 16 Prozent der Wohnungseinbrüche überhaupt aufgeklärt
Niedersachsen. Das Ehepaar Schlossarek glaubt nicht, dass die Einbrecher in ihrem Fall noch ermittelt werden. Vor wenigen Monaten wurden ihnen Schmuck und andere Gegenstände geklaut. Das ganze Haus durchwühlt.
Lioba Schlossarek, Einbruchsopfer: „Das Materielle, was geklaut worden ist, oder ideelle Sachen ist auch schlimm. Aber, dass Fremde hier im Haus waren, wo man an sich sicher fühlt, dass die alles durchgewühlt haben und in jedem Zimmer waren, also ich habe die erste Zeit nicht hierbleiben mögen.“
Die Schlossareks hängen an ihrem Haus. Seit 40 Jahren leben sie hier. Trotz der Einbrecher möchten sie wohnen bleiben, haben nun einiges Geld in die Sicherheit gesteckt. Und sind vorsichtig.
Joachim Schlossarek, Einbruchsopfer: „Schließen alles ab. Die Fenster haben wir schon immer abgesperrt, zugemacht, das ist ganz klar. Auch Türen, und so weiter. Aber man ist vorsichtiger geworden.“
Seit 2007 ist die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruch gesunken – mit fatalen Folgen.
Professor Christian Pfeiffer, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: „Dort, wo die Aufklärungsquoten in den Keller gegangen sind, steigt die Zahl der Vorfälle. Die Täter informieren sich und gehen besonders gerne dorthin, wo sie schon wissen: Hier ist unser Risiko, erwischt zu werden, sehr niedrig.“
Christian Pfeiffer arbeitet momentan an einer Studie, wie schlimm die Folgen für Einbruchsopfer tatsächlich sind. Mit im Team ist auch Studentin Elena Sommerfeld, selbst ein Einbruchsopfer.
Elena Sommerfeld, Einbruchsopfer: „Gerade das Geschehen, was die Opfer erlebt haben und das Drumherum, das ist für mich einfach besser nachzuvollziehen als vielleicht für andere, die selber nicht betroffen sind. Ich weiß, was da für Ängste dahinter stehen.
Besonders bedenklich: Die Situation in Berlin. Mehr als 12.000 Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr. Auch bei Einbrechern begehrt: Kioske. Fünfmal wurde in diesen Kiosk hier die letzten Jahre eingebrochen, außerdem gab es zwei Raubüberfälle am hellichten Tag.
report München: „Wie viele der Taten wurden denn aufgeklärt?“
Witold Budzinski, Kioskbesitzer: „Also momentan bis heute keine. Täter sind unbekannt.“
report München: „Von allen Taten?“
Witold Budzinski, Kioskbesitzer: „Ja.“
Wir fragen bei der Berliner Senatsverwaltung nach, warum so wenig aufgeklärt wird.
Bei den Wohnungseinbrüchen sei „im ersten Halbjahr 2013 ein rückläufiger Trend und bei den Einfamilienhauseinbrüchen zumindest eine Stagnation zu verzeichnen. Genaue Zahlen zur Aufklärungsquote liegen noch nicht vor.“
Die Aufklärungsquote für dieses Delikt letztes Jahr in Berlin: nur 6,5%.
Relativ wenig aufgeklärt wird auch in Brandenburg. Wir besuchen Max Keller. Diesen Zaun haben Einbrecher vor kurzem aufgebrochen, sind dann durch die Scheibe ins Gebäude. Eine Alarmanlage verhinderte Schlimmeres.
Max Keller, Einbruchsopfer: „Das ist ein materieller Schaden. Und ich finde es nicht besonders klug, dass die Polizei hier keine Spurensicherung macht. Also ich weiß ja nicht, ob es Spuren hat, das weiß ich nicht. Aber wenn sie sagen; sie haben gesagt, sie hätten niemanden am Samstagabend für Spurensicherung.“
Beim Wohnungseinbruch sei eine qualifizierte Tatortarbeit gewährleistet, schreibt uns das Innenministerium in Brandenburg.
Dagegen sieht der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei durchaus Probleme.
Oliver Malchow, Bundesvorsitzender Gewerkschaft der Polizei: „Das zeigt, dass wir da eigentlich Arbeitskapazitäten reinstecken müssten, wir müssten vielmehr Zeit investieren, den Sachbearbeitern Zeit für Spurensuche und auch Sicherung lassen, wir müssen ihnen die Möglichkeit einräumen, Analysen durchzuführen.“
Das Heft selber in die Hand genommen haben die Menschen in Hattorf, einem Stadtteil von Wolfsburg. In dem kleinen Ort wurde in einem halben Jahr 26 Mal eingebrochen. Kein Zustand, fanden die Bürger.
Regina Zimmermann: „Wir gehen Streife, wir passen auf, und wir gehen einfach mal spazieren. Und dafür haben wir diese Initiative Nachbarschaft ins Leben gerufen.“
Die Tour erfolgt immer in Absprache mit der Polizei. Heute laufen die beiden Initiatoren selbst durch Hattorf und schauen, ob sie etwas Verdächtiges bemerken. Seit ihren Wachgängen gab es immerhin nur noch zwei Einbrüche im Ort. Aber die Situation in Deutschland momentan ist ernüchternd.
Professor Christian Pfeiffer, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: „Bundesweit gilt, von 100 Fällen, die angezeigt worden sind, gibt es nur zwei Verurteilte. Das heißt, 98 der Täter, können sich erfolgreich freuen, darüber, dass sie die Beute verkaufen können, dass sie Erfolg haben. Das geht so nicht weiter, das ist ein Bankrott des Rechtsstaates, dass er hier die Bürger nicht gut schützt.“
In Hattorf müssen sich die Bürger deshalb selbst schützen. Doch: Können engagierte Spaziergänger die Lösung gegen immer mehr Einbrüche sein?
Manuskript zum Druck
Manuskript als PDF:
• zum Download Wie Opfer von Einbrüchen unter den Folgen leiden
Video:
http://blog.br.de/report-muenchen/2013/6734/wie-opfer-von-einbruechen-unter-den-folgen-leiden.html

Riegel vor! Sicher ist sicherer!

Gegen Einbrecher und für Sicherheit und Geborgenheit in den eigenen vier Wänden.

Riegel vor!

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche erneut angestiegen. Die hohe Mobilität der Täter führt dazu, dass es kaum Schwerpunkte gibt und fast alle Städte und Gemeinden betroffen sind. 50.368 Wohnungseinbrüche sind für 2011 registriert. Nun schiebt die NRW-Polizei den Tätern einen Riegel vor – unter Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger.

Kern der Kampagne der NRW-Polizei ist der dreifache Riegel gegen Einbrecher: Wohnung sichern, aufmerksam sein, Polizei via 110 rufen.

Gute Riegel vor Fenstern und Türen sowie einer zusätzlichen Alarmanlage führen häufig dazu, dass Täter ihre Einbrüche schon frühzeitig abbrechen,zeigen aber leider auch, hier könnte etwas zu holen sein.
Einbrecher wollen schnell ins Haus einsteigen. Eine gute Sicherung bedeutet Verzögerung und damit ein erhöhtes Risiko für die Täter.
Die Polizei berät gerne, welche Sicherungsmethoden individuell am besten passen.
Jeder Bürger kann zusätzlich auch einen aktiven Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen leisten. Dabei gilt immer: aufmerksam sein! Eine Kultur des Hinsehens und Handelns macht es den Dieben schwer. Wer seine Umgebung und Nachbarschaft im Auge behält, verdächtige Personen oder Geschehnisse wahrnimmt, sollte dies sofort der Polizei via 110 mitteilen. Dieses Verhalten hilft sehr effektiv, den Tätern noch vor der Tat das Spiel zu verderben.

Eines muss jedem klar sein:
Einbrecher steigen nicht nur nachts und zu Urlaubszeiten in Häuser ein. Häufig geschieht dies gerade dann, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg“ sind. Die Täter haben es eilig und nutzen jede günstige Gelegenheit.

In jeder Polizeibehörde werden maßgeschneiderte und ortsspezifische Konzepte umgesetzt. Darüber hinaus arbeiten die Polizeidienststellen auch überregional zusammen, um den Informationsfluss zu optimieren. So sind Tatzusammenhänge und Tatserien leichter erkennbar.

Wenn Polizei und Bürger zusammenarbeiten, kann Einbrechern der Riegel vorgeschoben werden.

PDF Icon Pressemitteilung des LKA
PDF Icon Präventionstipps zum Thema Wohnungseinbruch
PDF Icon Präventionstipps zum Thema Wohnungseinbruch in türkisch

Sollte dennoch bei Ihnen eingebrochen worden sein und Ihnen sind Gegenstände abhanden gekommen, benötigen Polizei und Versicherung eine genaue Beschreibung der gestohlenen Gegenstände. Markieren Sie Ihre Wertgegenstände eindeutig und notieren Sie die wichtigsten Daten.
Hier finden Sie eine Erfassungshilfe:

PDF Icon Wertgegenstandsverzeichnis
http://www.polizei-nrw.de/artikel__158.html

Aktuell 03.07.2013
Polizei bittet um Hinweise

Unbekannte brachen in zwei Wohnungen ein
GA
BONN. Bislang unbekannte Täter sind am Dienstagvormittag in zwei Wohnungen in Tannenbusch eingebrochen.
Sie erbeuteten Schmuck, Bargeld und Elektronikartikel. Die Beamten bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.
Laut Polizeibericht hebelten Unbekannte zwischen 8.30 Uhr und 13 Uhr in einem Mehrfamilienhaus am Brieger Weg eine Wohnungtür auf. Sie durchsuchten die Zimmer und erbeuteten Schmuck und Elektronikartikel.
Im etwa gleichen Zeitraum, zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr, kam es auch auf dem Chemnitzer Weg zu einem Einbruch in einem Mehrfamilienhaus. Hier drückten die Täter gewaltsam die Tür zu einer Wohnung auf. Sie entwendeten Bargeld.
Das Kriminalkommissariat 34 hat zu beiden Einbrüchen die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten fragen dabei auch:
• Wer hat zwischen Dienstagmorgen und Dienstagmittag in den benannten Straßen in Bonn-Tannenbusch verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit den Wohnungseinbrüchen in Verbindung stehen könnten?
Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 34 der Polizei Bonn, Rufnummer 0228/15-0.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/tannenbusch/Unbekannte-brachen-in-zwei-Wohnungen-ein-article1088628.html

Video:
http://www.spiegel.tv/filme/wohnungseinbrueche/

Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012
DPolG: Alarmierende Entwicklung bei Wohnungseinbrüchen

08.08.2013
Bei der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2012 könnte es sich um eine der besten aller Zeiten handeln – wären da nicht ein paar tiefschwarze Punkte wie die steigende Zahl der Wohnungseinbrüche. Verbesserungen bei der Personalsituation bei der Polizei seien nicht in Sicht, betont Bundesvorsitzender Rainer Wendt. Im Gegenteil: bis 2020 sollen in den Ländern nach seinen Angaben noch einmal 10.000 Stellen abgebaut werden. Vor allem in den neuen Bundesländern sei die Situation prekär. Wendt spricht deshalb von einem „vorsätzlich organisierten Politikversagen“.

Analyse in der Fachzeitschrift PROTECTOR
http://www.dpolg.de/front_content.php

Auswertung PKS 2012
Tiefschwarze Punkte
Bei der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2012 könnte es sich um eine der besten aller Zeiten handeln – wären da nicht ein paar tiefschwarze Punkte. Überaus positiven Trends in einigen Kriminalitätsfeldern stehen alarmierende Entwicklungen bei Wohnungseinbruchdiebstählen und Internetdelikten gegenüber.

Bereits vor mehr als drei Jahren hatte Joachim Lenders, stellvertretender Bundesvorsitzender und Hamburger Landeschef der DpolG, den mittlerweile „alltäglichen Wahnsinn“ im Dienstalltag der Hansestadt angeprangert.
Der Gewerkschafter schilderte im April 2010 einen „ganz normalen Wochentag“ eines „ganz normalen Polizeikommissariats“, dem nachts drei Streifenwagen für Einsätze zur Verfügung stehen: „Einer wird abkommandiert zur Jagd nach Autobrandstiftern, der andere für mehrere Schwertransportbegleitungen und der dritte für einen Sondereinsatz in dieser Nacht. Im Ergebnis gibt es „Null-Streifenwagenbesatzungen für etwa 70.000 Menschen in diesem Bereich.“ Seine damalige Prophezeiung: „Entweder wir bekommen mehr Personal oder wir werden Schiffbruch erleiden.“
http://www.sicherheit.info/SI/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/1130814?Open&SessionID=2666513-144108

Nicht bei mir“
Zahl der Einbrüche steigt

Deutschlands Häuser und Wohnungen sind nicht ausreichend vor Einbrüchen geschützt. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche im letzten Jahr stark angestiegen. Die stetig wachsende Zahl der gescheiterten Einbrüche zeigt aber auch: Sicherheitstechnik wirkt.
http://www.sicherheit.info/SI/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/1130216?Open&SessionID=7223437-044754

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